Wertung: 8 von 10

Zugegeben, mit Metal haben Djinn wenig zu tun. Aber das heißt nicht, dass es ihnen an Power fehlt. Das zumindest wollen die Fünf, die da sind Tina (Bass), Eric (Drums), Ralf (Gitarre), Bauch (Gitarre) und Steffen (Gesang), nachdem sie sich erst 2004 gefunden haben, mit ihrem Debüt Album „Gewünscht… Gerockt“ beweisen.


Wenn man sich dann entschlossen hat, einmal hineinzuhören, fällt einem als erstes der Bass im Eröffnungssong „was kostet das leben“, der vom ersten Ton an den Rhythmus bestimmend beeinflusst, beziehungsweise das Spielmuster vorgibt, auf. Doch auch Riffs gibt es, zwar weder aggressiv noch sonderlich Energie geladen, dafür aber melodisch und passend. Im Intro von Track fünf („kellercore“) darf dann auch mal der Drummer ein paar Akzente setzen, so dass jeder einmal zum Dominieren kommt und so kein Instrument deutlich benachteiligt ist. Am Wichtigsten ist für Djinn ganz offensichtlich der Gesang, der nicht nur als Sinn-, sondern auch als Melodieträger fungiert. Und Steffen macht seine Sache ganz gut. Man fühlt sich ein bisschen an die Deutschrock Songs erinnert, die vor einiger Zeit im Radio auf und ab gespielt wurden, wenn hier in meinen Augen aber eine noch viel höhere Qualität erreicht wird. Vom Inhalt her behandelt der Songwriter in den Texten Themen wie das Verlassenwerden von einer geliebten Person und die daraus resultierenden Erinnerungen, die einen nicht mehr los lassen (Nr. 6 „asche zu asche“), die zwar nicht unbedingt sonderlich individuell oder spektakulär sind, aber doch von den Interpreten gut rübergebracht werden. Also nicht langsam und doch mit Emotionen der Liebe und der Wut. Der rockigste Song ist der eben schon angesprochene „kellercore“, in dem einige mehrstimmige Rufe ein gewisses Gefühl von Entschlossenheit und Kraft vermitteln. Da Djinn neben ihrer Qualität auch noch Abwechslung zum sonst bekannteren aber für mich zu eintönigen Deutschrock bieten, sind vier von fünf Gitarren sicherlich verdient. Bemerkenswert ist: Die Fünf behalten ihren Stil zwar immer bei und auch der Inhalt variiert von Song zu Song in einem Fall nicht sehr, aber dennoch ist die Spielweise abwechslungsreich und lässt auf mehr hoffen. Langeweile kommt nicht auf.

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