Wertung: 6 von 10

Name: Do Not Dream;

Besetzung: Sängerin, Sänger, Violine, Keyboard, zwei Gitarren und Bass;

Konzept: Gothic Rock/Metal in deutscher Muttersprache plus eine gehörige Portion Mythologie, Antike, Mittelalter, Fantasie.

Und jeder hat schon einmal eine kleine Vorstellung, was einen bei dieser Band aus Oldenburg erwartet. “Schattenwelten” ist das dritte Album von Do Not Dream und hinterlässt zwiespältige Eindrücke.


Thematisch wird nichts ausgelassen. Mit “Ikarus”, “Dionysostraum” und “Prometheus” wird die griechische Mythologie abgedeckt. “Götterdämmerung” beschäftigt sich mit Religion, und “Pfad Der Kreuzritter” wurde ganz klar vom Mittelalter beeinflusst.

Charakteristisch für die Musik von Do Not Dream ist aber noch viel mehr der zweistimmige Gesang von Tina und Lars.

Danach kommt schon gleich das ausgesprochen gute Songwriting-Talent, insbesondere die Melodien der Songs. Diese Band hat Talent, schöne, melancholische Lieder zu schreiben, die das Ohr fesseln. Doch es muss noch besser gehen. Oft hat man das Gefühl, dass einfach die Power fehlt, die Gitarren sind nur eine mindere Begleitung im Hintergrund, was sehr schade ist.Andere Instrumente, wie das Keyboard zum Beispiel werden viel mehr in den Vordergrund gedrängt, und der “Rock/Metal” geht unter. Aber gerade mehr Dramatik und Schärfe würde der Musik gut tun, denn die Grundlagen sind eindeutig da. Auch was den Gesang betrifft, besonders die Vocalspuren der Sängerin, sind gerade in höheren Lagen eher schwach und eintönig, obwohl ihre Stimme im Prinzip viel angenehmer klingt, als manch andere Gothic-Tuse. Sänger Lars überzeugt besser. Er beherrscht sowohl Sprechgesang, als auch sehr tiefen, ruhigen und angenehmen cleanen Gesang, als auch fettes Growling, was leider viel zu kurz kommt. Die Kombination beider Sänger passt aber hervorragend, bestes Beispiel ist der Song “Phönix”, in dem Tina, perfekt die Rolle dessen mit ihrer Stimme verkörpert.

Verantwortlich für “Schattenwelten” sind außer der Band auch noch Benni Schäfer, der auch schon für Subway To Sally gearbeitet hat und Mika Jussila, welcher bereits mit Nightwish und Children Of Bodom zu tun hatte. Und, bis auf letztere Band, kann man Do Not Dream auch als eine Kreuzung beider erstgenannten Musikgruppen erklären. Mit der Ausnahme, dass Do Not Dream ihre Fähigkeiten noch leicht hinterm Berg halten. Um der Betitelung “Gothic Rock” oder sogar “Gothic Metal” gerecht zu werden, muss noch etwas passieren, der Knoten muss platzen, denn das Potential ist da.

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