Hier handelt es sich wahrscheinlich um den am meisten unterbewerteten Stil der Szene. Ende der 1970er-Jahre entstand dieses Sub-Genre des Metal in England. Als absolute Pioniere gelten Black Sabbath, die mit schweren und langsamen Gitarrenriffs eine neue Richtung einschlugen. Doom Metal feierte nie einen großen Durchbruch im Mainstream. Und auch innerhalb der Szene schafften es nur wenige Bands wirklich bekannt zu werden und große Hallen zu füllen. Doom Metal ist seit seiner Entstehung ein Genre für den Underground der Metal-Szene. Dort jedoch ist er bis heute lebendig.

Das Sub-Genre hat enge Grenzen. Die Musik zeichnet sich durch eine gewisse Bodenständigkeit mit sich ständig wiederholenden Lava-Riffs aus. Neben einem reduzierten Tempo und einer starken Verzerrung der Gitarren, ist aber vor allem der Gegensatz zwischen Monotonie und Individualität das Hauptmerkmal. Doom Metal ist düster und kommt weit langsamer daher, als zum Beispiel andere Sub-Genres wie der Death Metal. Die Schwermut und gleichzeitige Erhabenheit, die auch als Mischung aus musikalisch transportierte Hoffnungslosigkeit gepaart mit einer tragenden Atmosphäre bezeichnet werden kann, ist in der Musik nahezu einmalig. Die tief gestimmten Gitarren, die häufig über einen Bassverstärker gespielt werden, vermitteln ein warmes und breites Klangbild. Der klare Gesang sowie Elemente aus Blues, Psychedelic und Hard Rock grenzen den Doom Metal klar von anderen Richtungen ab. Der Doom Metal hatte aber von Anfang an eine deutliche Bereitschaft zum Crossover und zeichnet sich durch viele Sub-Stile aus.

Textlich geht es im Doom Metal häufig um Apokalyptisches. Groteske und bis ins morbide reichende Weltanschauungen, Trauer, Wut, Schmerz und die bereits erwähnte Hoffnungslosigkeit und Melancholie treffen mitunter auf skurrile Landschaften. Die Texte und die Musik sind relativ also relativ homogen und schaffen die typische Doomatmosphäre.

Als typisch für den Doom Metal und ebenso als Geburtsstunde gelten die ersten vier Alben von Black Sabbath. Sie prägten den typischen Klang, der durch nachfolgende Band wie Saint Vitus oder Trouble in den 1980er-Jahren aufgegriffen wurde. Ab der zweiten Hälfte des Jahrzehnts vermischte sich der Doom Metal zunehmend mit angrenzenden Subkulturen und weitere Sub-Genres entstanden:

  • Stoner Doom
  • Sludge
  • Funeral Doom
  • Industrial Metal
  • Post-Metal

Diese Genrebegriffe wurden in den 1990er-Jahren noch unter dem Begriff „Doomcore“ zusammengefasst. Mit zunehmend mehr Interpreten und weiter ausdifferenzierten Spielweisen, wurden jedoch auch die Substile stärker differenziert. Gegen Ende des Jahrzehnts nahmen vor allem Death Metal und Harcore Punk starken Einfluss auf den Doom Metal. Daraus entstanden weitere Substile:

  • Epic Doom
  • Death Doom
  • Gothic Metal
  • Grunge
  • Stoner Doom
  • Drone Doom
  • Black Doom
  • Horror Jazz

Bekannte Bands aus dem Sub-Genre Doom Metal sind:

My Dying Bride, Ahab, Candlemass, Shape of Despair, Saint Vitus, Evoken, Count Raven, Memento Mori, Solitude Aeturnus, Trouble, Cathedral, Anathema, Paradise Lost, Funeral, Skepticism, Swallow the Sun, Black Sheep of Nexus, Paramaecium, Goatlord, My Silent Wake, Unholy, Esoteric, Katatonia (alte Alben), Isole, Novembers Doom, Sleep, OM, Electric Wizard, Cemetary, Winter, Black Sabbath, Earth, Veni Domine, October Tide, Doom:VS, Officium Triste, Darkflight, Griftegard, Beelzefuzz, Blood Ceremony, Jex Thoth, Obelyskkh, The Obsessed, Orchid, Revelation, Saint Vitus, Trouble, Witchcraft, Witchfinder General, Pentagram

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