Wertung: 7 von 10

Die deutsche Band Doomshine spielen eher Midtempo Doom Metal mit deutlichem epischen Einschlag. Schleppende Düsternis wechselt sich mit leicht aggressiven Klängen ab, oft mit choralem Gesang, der die epische Komponente unterstützt.


Die 4-Mann-Band Doomshine aus Ludwigsburg besteht seit dem Jahr 2000 und legt mit „The Piper At The Gates Of Doom“ ihr zweites Album vor. Das Besondere ihrer Musik ist, dass sie die Stile epischen Metals, des Heavy Metals mit klassischem Doom mixen – so finden sich Doomriffs ebenso wie Passagen, die aus symphonisch-epischen oder Heavy Metal stammen könnten. In einigen Stücken (z. B. in „Doomshine Serenade“) sind auch Downtempoabschnitte enthalten, die wiederum eher in Richtung Funeral Doom weisen.

Der Gesang ist fast durchgehend klar gehalten in hoher Metallage, bei der oft eine leichte Mehrstimmigkeit erzeugt wird, wobei sich die zweite Stimme meist im Hintergrund hält, die Leadvocals nur unterstützt oder mit ihr verschmilzt.

Die Stimmung der Musik ist aber nicht düster oder vernichtend wie manche Doomstücke – sie wirkt manchmal fast schon ein wenig (trotzig) heiter – dies wird vor allem von dem klaren positiven Gesang erzeugt, in dem sich einige Durpassagen finden, die aber von Dissonanzen in der Musik oder stark schleppenden Passagen abgelöst werden.

Bei der Überlegung, welches Stück ich zum Anspielen empfehlen soll, wurde mir allerdings der Schachpunkt der Scheibe sehr schnell klar. Irgendwie sind alle Stücke nach dem gleichen Strickmuster arrangiert, sodass keines der Stücke so wirklich heraussticht. Dieser Kritikpunkt wiegt umso schwerer je länger die CD ist und diese ist mit einer Stunde und 13 Minuten Spielzeit wirklich sehr lange. Meine Anspielempfehlung ist schließlich das letzte Stück „Godhunter“ mit fast 10 Minuten Länge, weil sich dieses wenigstens etwas abhebt. Hier sind alle Stilelemente zu hören; außerdem kommen zur Gestaltung des CD-Abschlusses einige Samples zum Einsatz.

Trotz dieser zu großen Gleichförmigkeit weist die Band durchaus eine große Eigenständigkeit auf und stellt nicht eine weitere Stilimitation der alten Doombands wie St. Vitus oder Candlemass dar.

Insgesamt ist der Band ein hörenswertes Album gelungen, an dem Fans des Heavy und Epic Metal genauso Spaß haben werden, wie Fans des klassischen Doom Metals.

Trackliste:

  • 01. Sanctuary Demon
  • 02. Actors Of The Storm
  • 03. Hark! The Absurd Angels Fall
  • 04. Rivers Of January
  • 05. Doomshine Serenade
  • 06. The Crow Pilot
  • 07. Cold Cypher Ceven
  • 08. Vanished
  • 09. Waltzhalla
  • 10. Godhunter

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