Düsseldorf, 23.08.2017 – „Für Immer“ – traumhafte Ballade, Über-Nummer, Mega- Hit und für immer und ewig mit DORO Pesch verbunden, die diesen wunderschönen Song 1987 der Musikwelt schenkte. Doro ́s erster deutscher Song überhaupt – und wohl auch der Erste in der Geschichte des harten Rock, der deutsche und englische Text-Passagen miteinander verknüpfte.

Doro Pesch – „Für Immer“: Das erste Deutsche Album der Rock-Queen

Metal-Queen Doro geht 2018 auf ausgedehnte Tour

Doro ging 2018 auf ausgedehnte Tour

„Für Immer“ feiert nun 30-jähriges Jubiläum – und passend dazu erscheint am 27. Oktober 2017 ein einzigartiges Werk: Das Deutsche Album von DORO, das natürlich „Für Immer“ heißt und 17 deutsche, digital remasterte DORO-Songs beinhaltet. Darunter bekannte Hits und Fan-Favoriten wie „Alles Ist Gut“, Herzblut“, „Engel“ und „In Liebe Und Freundschaft“.

Zudem überrascht DORO mit deutschen Versionen ihrer Klassiker „Give Me A Reason“ („Ein Stück Ewigkeit“) und „My Majesty“ („Jede Seele Tief“) sowie der absoluten – zuvor noch nie veröffentlichten – Rarität „Seelied“. „Ein Song, den ich schon vor langer, langer Zeit geschrieben habe und der jetzt perfekt auf das Deutsche Album passt“, erklärt DORO zu dem Stück, das sie allein vom Piano und einer dezenten Gitarre begleitet, eingesungen hat.

Einer der Höhepunkte des Albums, das als CD und limitierte 2 LP Picture Disc (jeweils mit den Bonus Tracks „Tausend Mal Gelebt“ und „Für Immer“) erscheint, ist sicherlich DORO ́s brandneue Cover-Version des unsterblichen David Bowie Hits „Heroes“, der in der fantastischen deutschen Version den Titel „Helden“ trägt und auch als 7inch Single ausgekoppelt wird.

„Heroes“ ist einer meiner absoluten All-Time Favorites“ und der Song funktioniert auch auf deutsch richtig gut“, sagt DORO und erzählt von ihrer persönlichen Verbindung zum verstorbenen Mega-Star Bowie: „Wir sind uns in den 90er Jahren ziemlich regelmäßig im berühmten New Yorker SIR-Studio begegnet, da wir beide dort oft geprobt oder Songs aufgenommen haben. Bowies Gitarrist Earl Slick hat auch auf meinem 1995er Album „Machine II Machine“ den Song „In Freiheit Stirbt Mein Herz“ gespielt. Earl ist ein ganz toller Gitarrist – und der Song ist selbstverständlich auch auf dem neuen „Für Immer“ Album enthalten.“

DOROs erstes, rein deutsches Album, erscheint auf ihrem eigenen, frisch gegründeten Label „Rare Diamonds Productions“. Mit diesem Label geht für DORO ein lang gehegter Herzenswunsch in Erfüllung: „Mit meinem eigenen Label habe ich nun die Möglichkeit, meine Ideen und die Wünsche der Fans zu verwirklichen“, erklärt die Sängerin. „Es war an der Zeit, einmal alle meine schönen deutschen Songs auf einem Album herauszubringen. Viele Fans haben sich das schon ganz lange gewünscht.“

Und weiter: „Bei „Rare Diamonds productions“ werden nach und nach tolle Sammelboxen, Re-Releases und Raritäten erscheinen. Dabei werden wir natürlich auch viel mit Picture Discs und Shaped Vinyl arbeiten – ganz old school, so wie es die Fans lieben.“ Auf die Live-Versionen etlicher dieser DORO-Perlen dürfen sich die Fans bereits auf der kommenden Welt-Tournee freuen.

DORO Europa-Tourdaten: 25.08. Osnabrück – 26.08. Baltic Open Air – 10.11. Metal Hammer Paradise – 11.11. Drachten (NL) – 12.11. Bergen op Zoom (NL) – 14.11. Kortijk (B) – 01.12. Leipzig – 02.12. Geiselwind (Christmas Bash) – 03.12. Innsbruck (AUT) – 04.12. Brescia (ITA) – 06.12. München – 08.12. Neuruppin – 09.12. Oberhausen (Ruhrpott Metal Meeting) – 10.12. Wolfsburg – 12.12. Regensburg – 14.12. Pratteln (SWI) – 15.12. Ravensburg – 16.12. Karlsruhe (Knock Out Festival)

Tracklisting:
01 Für Immer
02 Tausend Mal Gelebt
03 Jede Seele Tief
04 Herzblut
05 Alles Ist Gut
06 Ich Will Alles
07 In Freiheit Stirbt Mein Herz
08 Ein Stück Ewigkeit
09 Helden
10 Freiheit
11 Hoffnung
12 Seelied
13 Engel
14 Ungebrochen
15 In Liebe Und Freundschaft
16 Danke
17 Bis Aufs Blut
18 Tausend Mal Gelebt – Classic Diamonds Version (Bonus) 19 Für Immer – Classic Diamonds Version (Bonus)

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Pressemitteilung: ICS Festival Service GmbH

Doro – Fear No Evil

Viel muss zu „Fear No Evil“ dem neuen Album von Doro eigentlich nicht gesagt werden. Die Tracks „The Night Of The Warlock“ und „Celebrate“ sind schon von der EP bekannt als „Herzblut“ von der Single, so dass nicht einmal eine halbe Stunde an neuem Material über bleibt. Sehr schade eigentlich.

Doro - Fear No Evil

Doro – Fear No Evil

Was es an Neuem zu hören gibt ist allerdings einmal mehr klassisches Material der Metal Queen. Hauptsächlich im Mid Tempo angesiedelte Stampfer erinnern einmal mehr an das was die Dame schon in ihren amerikanischen Zeiten mit Warlock zelebrierte: Schnörkelloser Heavy Metal mit einer Menge Groove und deutlichen Anleihen aus dem Hard Rock. Das ist sicherlich nicht die Neuerfindung des Rades aber es funktioniert eben immer noch und bleibt hängen.

Daneben steht mit „Caught In A Battle“ auch wieder eine Up Tempo Nummer die deutlich mehr nach vorne geht und sich wesentlich besser zum bangen eignet. Gerade bei Doro darf natürlich auch eine Ballade nich fehlen. Auf dem neuen Silberling sind in der Tat gleich zwei vertreten. Neben dem schon bekannten „Herzblut“ findet sich mit „Walking With The Angels“ auch ein Duett, dass die Düsseldorferin gemeinsam mit der ehemaligen Nightwish-Sängerin Tarja Turunen eingesungen hat.

Der Grund dafür ist mir aber ehrlich gesagt schleierhaft. Die Stimmen der beiden sind sich durchaus ähnlich und Doro hat ja in der Vergangenheit schon oft genug bewiesen, dass sie auch alleine gute Balladen macht. Auf die ganzen Gastsänger im Track „Celebrate“ bin ich schon in meinem Review zur EP eingegangen: Wenn man schon so eine illustere Runde zusammen stellt, dann sollte diese auch klarer zu erkennen sein.

Sollten dies Versuche gewesen sein den Fans etwas besonderes zu bieten so waren diese nur mittelmäßig. Was allerdings wirklich das Herz jedes Anhängers der Metal Queen höher schlagen lassen dürfte ist der Track „25 Years“. Hier zieht die Düsseldorferin ein musikalisches Fazit ihrer bisherigen Karriere und bedankt sich bei ihren Fans die diese großartige Karriere überhaupt erst möglich gemacht haben.

Insgesamt ist „Fear No Evil“ also nicht gerade eine aufregende Geschichte geworden. Fans von Doro können hier allerdings bedenkenlos zugreifen. Immerhin bietet sich ihnen hier musikalisch genau das was sie erwarten. Und auch was das Songwriting angeht gibt es keine Überraschungen: Ohrwürmer und eingängige Melodien. Punkt. Gemeinsam mit dem Genuss von „25 Years“ macht das die vielen kleinen Schwächen definitiv mehr als wett.

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Label: AFM Records
Genre: Heavy Metal
Releasedate: 2009-01-30
Web: http://www.doropesch.com
Punkte: 6

Autor: Deathstorm

Doro – Under My Skin (A Fine Selection Of Doro Classics)

Einleitend rockt das Werk mit der klassischen Warlock-Hymne „All We Are“ los. Danach gibt es auf diesem Album Ups und Downs, von Ballade springt es zur nächsten Hymne, um dann mit einem Power Metal-Track heftig weiterzupreschen.

Doro - Under My Skin (A Fine Selection Of Doro Classics)

Doro – Under My Skin (A Fine Selection Of Doro Classics)

Auffallend wird diese Kompilation jedoch von Balladen dominiert, was das Ganze aber nicht schlechter macht. Allseits bekannte und bedeutende Tracks der Doro-Geschichte, wie „Night Of The Warlock“, „Herzblut“, „Für Immer“ und „Walking With The Angels“ dürfen natürlich nicht fehlen. Wichtig ist auch „Celebrate“, dass unter anderem dafür bekannt ist, live mit einigen anderen Female Metal-Vocalists gesungen zu werden. Man vermisst lediglich relevante Songs wie „Burning The Witches“, die man dagegen auf den vielen sonstigen „Doro Best Of“s von AFM Records finden kann. Zum Trost erklingt beispielsweise die außergewöhnliche Coverversion von Judas Priests‘ „Breaking The Law“. Es lässt sich bei solch einem Album immer darüber streiten, ob es letztendlich eine gute Auswahl von Tracks für eine Doro-„Classics“-CD darstellt, insgesamt gibt diese Zusammenstellung allerdings einen weiteren erlesenen Überblick über Doros Karriere und ist auch für Neulinge im Doro-Königreich zu empfehlen.

Tracklist
CD 1
01. All We Are
02. You're My Family
03. I Rule The Ruins
04. Celebrate
05. The Night Of The Warlock
06. Strangers Yesterday
07. Walking With The Angels
08. Metal Tango
09. Thunderspell
10. Herzblut
11. Warrior Soul
12. My Majesty
13. Für Immer
14. Love Me In Black
15. Always Live To Win
16. Running From The Devil
17. Above The Ashes
18. Let Love Rain On Me

CD 2:
01. Celebrate (Full Metal Female Version)
02. Rescue Me
03. Rare Diamond (Acoustic Version)
04. Angel In The Dark
05. 1999
06. In Liebe Und Freundschaft
07. I Lay My Head Upon My Sword
08. Tausend Mal gelebt
09. Wildfire
10. Breaking The Law
11. She's Like Thunder (Version 2005)
12. The Queen
13. You Won My Love
14. Lonely Wolf

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Autor: ArchiVader


Doro – Celebrate / Night Of The Warlock

Der Titeltrack ist dabei insgesamt drei Mal auf dem Silberling vertreten. In der ersten Version zeigt die Eminent des weiblichen Metal einmal mehr, was sie bekannt gemacht hat: Treibende Rhythmen und ihre außergewöhnliche Stimme prägen den Song, der dazu noch von einem wunderbaren klassischen Gitarren-Solo garniert wird.

Doro - Celebrate / Night Of The Warlock

Doro – Celebrate / Night Of The Warlock

In der zweiten Variante singt sie (zumindest den Chorus) gemeinsam mit Biff Byford von Saxon. Leider ist die prägnante Stimme ihres prominenten Gastes aber nur sehr undeutlich zu hören. Da hätte man eigentlich mehr raus holen können. Selbiges gilt auch für die Full Metal Female Version, in welcher die Düsseldorferin von Angela Gossow (Arch Enemy), Liv Kristine (Leaves’ Eyes), Floor Jansen (After Forever), Veronica Freeman (Benedictum) und Girlschool unterstützt wird.

Des weiteren findet sich mit „Night Of The Warlock“ auch noch ein Titel auf der EP, der in der Tat stark an Doros alte Kapelle aus den Vereinigten Staaten erinnert: Hier wird im Mid-Tempo Bereich vor allem eine starke Spannung aufgebaut, die sich lediglich in dem – wieder einmal herausragenden – Solo löst. Ein toller Kracher, der dazu geeignet ist alle Fans von Warlock in Erinnerungen schwelgen zu lassen.

Ganz am Ende des Silberlings steht dann noch „Rescue Me“. Eine wunderschöne Ballade die ganz in der Tradition von „Für Immer“ und „A Whiter Shade Of Pale“ steht. Über die Qualitäten der Metal Queen in diesem Metier braucht man wohl keine weiteren Worte zu verlieren.

Ingesamt legt uns Doro mit „Celebrate / Night Of The Warlock“ eine EP vor, die Lust auf mehr macht. Innovativ ist das natürlich nicht, braucht es aber auch nicht zu sein. Die Düsseldorferin beweist, dass ihre alten Qualitäten ausreichen, um auch weiterhin spannenden und mitreißenden Heavy Metal zu machen. Man darf auf ihr Jubiläumskonzert und das neue Album gespannt sein!

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Autor: ArchiVader

25 Jahre Doro Festival 13. Mai 2009

Zunächst füllte sich die Halle nur sehr spärlich (ich hätte mich also weder beeilen noch bei der Stadt Osnabrück ein offizielles Profilfoto für’s OsnaMetal-Forum machen lassen müssen – aber als rasende Reporterin gehört das wohl dazu), gegen 20:00 Uhr waren gerade einmal die ersten drei Reihen sowie ein paar Sitzplätze auf den Tribünen besetzt. Einige Geburtstagsgäste warteten noch in der Vorhalle oder draußen.

Zehn Minuten später erschienen die drei Musiker von Rage auf der Bühne und legen auch gleich mit dem Titelstück des aktuellen Albums, „Carved in Stone“ los. Die Halle Gartlage war inzwischen knapp zur Hälfte gefüllt und schon beim zweiten Song „Higher Than The Sky“ sangen alle inbrünstig mit.

Peavy, der Sänger und Bassist verriet, dass es sich bei dem Konzert um etwas ganz besonderes handele: nicht nur Doro feiert zurzeit ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum sondern auch Rage sind schon seit 1984 im Geschäft. So kündigte er für den weiteren Verlauf des Abends einen Querschnitt durch die vergangenen Jahre und Alben an.

Dass er damit nicht zu viel versprach, war schnell klar. Mit Songs von „Don’t Fear The Winter” über „Down“ bishin zu “Gentle Murders“ war tatsächlich für jeden Geschmack etwas dabei. Das Publikum bedurfte zwar regelmäßig einiger Motivation, machte aber nach gelegentlicher Aufforderung bereitwillig mit und schien den Auftritt der drei Musiker aus Herne durchaus zu genießen. Es erwies sich auch wieder als durchaus textsicher, als sich Rage mit dem abschließenden „Soundchaser“ nach einer Stunde Spielzeit verabschiedeten.

Etwa 45 Minuten dauerten die Umbauarbeiten, bis es endlich mit dem Hauptprogramm des Abends losging. Schon als das Licht gedimmt wurde, war klar, dass die Gäste nur aus einem Grund da waren: um mit Doro ihren Bühnen-Geburtstag zu feiern. In der ersten Reihe verteilte ein holländischer Fan bereits in der Pause mysteriöse blaue Pappröhren – Konfettibomben, wie sich gleich zu Beginn der Show herausstellte, als die Metal-Lady und ihre vier Bandkollegen mit Glitzerwolken begrüßt wurden.

So begann die „Night Of The Warlock“. Es folgte ein regelrechtes Feuerwerk alter und neuer Hits. Ganz egal ob Klassiker wie „I Rule The Ruins“ oder brandneue Stücke wie das Jubiläumsstück „Celebrate“ – die Fans waren begeistert und sangen von der ersten bis zur letzten Reihe mit. Die Sängerin aus Düsseldorf war sichtlich angetan vom hiesigen Publikum und erinnerte sich auch an ein gemeinsames Silvester in Osnabrück.

Natürlich durfte auch „Burning The Witches“ nicht fehlen – der Titeltrack des allerersten „Warlock“ Albums. Wirft man einen Blick auf die Setlist, merkt man ganz schnell, wie viel „Herzblut“ Doro in dieses Konzert gesteckt hat.
Etwa zur Hälfte gibt es ein Drum Solo von Schlagzeuger Johnny Dee, gefolgt von weiteren Leckerbissen aus der Bandgeschichte. Besonders laute Unterstützung gab es aus dem Publikum bei der Ballade „Für Immer“ und bei der Cover- Version von „Breaking The Law“.

Nach mehreren Zugaben machte „Fight“ den Abschluss des Programms, nach fast zwei Stunden ging ein grandioses Konzert zu Ende. Die Dame des Abends ließ es sich jedoch nicht nehmen, sich noch persönlich bei ihren Fans zu bedanken und verbrachte noch einige Zeit damit, vor der Bühne Autogramme zu schreiben, Fotos zu machen und sich ein wenig zu unterhalten – sympathisch ist die kleine Frau mit der großen Stimme eben auch noch!

Abschließend übrigens noch vielen Dank an Johnny Dee, der mir nach der Show noch geholfen hat, die Setlist zumindest annähernd in die tatsächlich gespielte Reihenfolge zu bringen, da diese während des Konzerts noch spontan variiert wurde!

Setlist Rage
01 Carved In Stone
02 Higher Than The Sky
03 Don’t Fear The Winter
04 War Of Worlds
05 Set This World On Fire
06 Down
07 Innocent
08 Gentle Murders
09AllIWant
10 Soundchaser

Setlist Doro
01 Night Of The Warlock
02 Earthshaker Rock
03 I Rule The Ruins
04BurnItUp
05 You’re My Family
06 Celebrate
07 Fight For Rock
08 Burning The Witches
09 Herzblut
10 True As Steel
11 Above The Ashes
12 On The Run
13 Hellraiser
14 Für Immer
15 Metal Racer
16 Breaking The Law
17 Hellbound
18 All We Are
19 Love Me In Black
20 Always Live To Win
21 Fight

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Autor: ArchiVader

25 Years In Rock mit: Warlock & Doro & Arch Enemy & Leaves's Eyes & Holy Moses

Als „Opener“ an diesem Abend spielten Holy Moses. Gleich ein Indiz für die Größe dieses Events, wenn man bedenkt, dass die Hamburger sonst gut gefüllte Headliner-Touren spielen. Allerdings haben Doro und der Veranstalter mitgedacht und den riesigen Dome nicht bis auf den letzten Platz ausverkauft, sondern „lediglich“ 7.000 Karten angeboten, die auch restlos weg gingen.

Was bei dem Auftritt der Thrash Metaller als erstes ins Auge – oder besser gesagt ins Ohr – fiel war der lupenreine Sound. So etwas bekommt man in kleinen Clubs nicht geboten. Und selbst in größeren Veranstaltungshallen ist so ein klarer und trotzdem druckvoller Sound sonst eher Mangelware. Mein Kompliment an dieser Stelle an den Mischer.

Auch der Band sollte an dieser Stelle aber ein Lob ausgesprochen werden. Immerhin haben Sabina und ihre Jungs auf der Bühne ordentlich gerockt. Und das obwohl der Innenraum nur zur Hälfte gefüllt war und sich auch auf den Tribünen noch zahlreiche freie Plätze fanden. Jedem einzelnen Musiker war einfach anzumerken wie sehr es ihn oder sie gefreut hat Teil dieser einzigartigen Veranstaltung zu sein.

Als nächstes war ein absoluter Stilbruch angesagt: Die Leave’s Eyes verzauberten mit wunderschönen Melodien über die Seefahrt und Norwegen (die Heimat von Sängerin Liv Kristine). Allerdings stand dieser Gig soundtechnisch unter einem nicht ganz so guten Stern. Zwar war er immer noch klar und druckvoll, jedoch war der Auftritt von zahlreichen Rückkopplungen überlagert, die leider immer wieder die einfühlsame Musik unangenehm unterbrachen.

Sängerin Liv wird zwar nie eine Rampensau werden, die eine energiegeladene Show liefert, aber zum Glück muss sie das auch gar nicht! Immerhin hat sie ja mit ihrem Mann Alexander Krull einen kompetenten Partner an ihrer Seite, der mit seiner eigenen Band Atrocity schon reichlich Live-Erfahrung gesammelt hat. Gerade er schaffte es immer wieder das Publikum – das in den wunderbaren Melodien wegzuschwimmen drohte – auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen und zum rocken zu animieren. Dabei dürften auch seine kontrapunktisch zu Livs Gesang eingesetzten Shouts und Growls eine nicht unwichtige Rolle gespielt haben.

Als letzte Vorband – ich hätte nie gedacht, dass ich diese Band mal mit diesem Titel bezeichnen würde – kletterten Arch Enemy auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Ein neuerlicher stilistischer Umbruch also. Und auch nicht unbedingt eine Band die perfekt zu der Musik von Doro passt. Das scheint allerdings an diesem Abend absolut kein Problem gewesen zu sein! Alle wussten wozu sie da waren: Um Spaß zu haben und das Jubiläum der größten und bekanntesten Rockröhre aller Zeiten zu feiern!

Und auch den Schweden nebst ihrer deutschen Shouterin Angela Gossow – wie übrigens allen Künstlern des Abends – merkte man den Spaß sichtlich an. So scheint es dann auch nicht mehr allzu verwunderlich, dass der Funke auch auf das Publikum übersprang. Immerhin lieferten die Musiker auch einen tollen Gig, der von einer Menge Energie und der typischen filigranen Gitarrenarbeit von Michael Amott geprägt war.

Schließlich war es dann so weit: Doro sollte endlich auf die Bühne kommen. Zunächst kam allerdings eine Ansage, in der die Erfolge der Metal Queen aufgezählt wurden. Leider scheint der Ansager nicht viel Ahnung von der Materie gehabt zu haben. Immerhin wusste er nicht einmal den Namen der ersten Band der Düsseldorferin und noch bevor er diesen ablesen konnte brüllten ihm 7.000 Kehlen schon entgegen: Warlock!

Aber auch nach dieser Ansage kam die Jubilarin noch nicht selber auf die Bühne. War es doch zunächst Zeit für die erste Gratulantin des Abends, für die dieser Auftritt wohl auch eine unvergleichliche Ehre war. Handelte es sich doch um niemand geringeren als Doros gute Freundin Regina Halmich.

Und dann kam sie endlich und legte gleich zünftig los. Mit „Earthshaker Rock“, „I Rule The Ruins“ und „My Majesty” wurden gleich am Anfang drei Kracher raus gefeuert, welche die Meute sofort zum Toben brachten. Als vierter Song stand dann nach einer kurzen Ansage der Jubilarin – die sich immer wieder überwältigt von den Reaktionen zeigte, die ihr entgegen schlugen – „Night Of The Warlock“ von der aktuellen EP an. Und wer sich bis dahin gefragt hatte, warum zwei riesige Hände im Bühnenbild zu sehen waren, der durfte nun bemerken, dass diese zu einem überdimensionalem Warlock gehörten, der nun hoch fuhr und für den Rest des Auftritts über der Bühne schwebte.

Der nächste Teil meines Berichtes mag nun wie eine bloße Aufzählung wirken aber dieser spezielle Gig hatte so viele Besonderheiten zu bieten, dass ich gar nicht kann, wenn ich den Rahmen dieses Berichtes einigermaßen einhalten will. An erster Stelle sind natürlich die Auftritte der zahlreichen Gäste zu erwähnen, die mit Doro ein oder zwei Songs spielten. Da waren Bobby Blitz von Overkill und John Beauvoir. Als besonderes Leckerchen gab es die aktuelle Single „Celebrate“ in der Full Metal Female Version mit Liv Kristine, Floor Jansen (After Forever), Sabina Claßen und den Mädels von Girschool. Mit der ehemaligen Nightwish Sängerin Tarja Turunen performte Doro einen neuen Song, der auch auf Tarjas kommendem Album zu hören sein wird. Axel Rudi Pell und Chris Boltendahl von Grave Digger kamen gleichzeitig auf die Bühne, um die überglückliche Dame zu unterstützen. Als letzte Gäste kamen dann schließlich noch Rudolf Schenker und Klaus Meine mit auf die Bühne, die mit der Metal Queen gemeinsam die beiden Scorpions-Hits „Bis City Nights“ und „Rock You Like A Hurricane“ darboten.

Auch die Show hatte einige Besonderheiten zu bieten. Neben dem bereits erwähntem überdimensionalem Warlock gab es Pyros und eine wirklich atemberaubende Lichtshow. Einen emotionalen Höhepunkt konnte noch einmal Doros gute Freundin Regina Halmich setzen, die spontan auf die Bühne gestürmt kam, nachdem die Metal Queen ihr ganz speziell die Live Version von „She’s Like Thunder“ gewidmet hatte, um sich überschwänglich zu bedanken. Wen wunderts auch? Hat dieser Track die Boxerin doch jahrelang als Einlaufmusik begleitet.

Wer jetzt denkt nach diesem Gig wäre Schluss gewesen, der hat sich gewaltig ins Fleisch geschnitten: Denn nach einer kurzen Verschnaufpause musste Doro gleich noch einmal ran. Und dieses Mal hatte sie sich etwas ganz besonderes ausgedacht und das Warlock Line-Up von 1986 zusammen getrommelt.

Zwar sind die Hits dieser Band nicht ganz so bekannt, so dass das Mitsingen des Publikums etwas leiser ausfiel. Aber auch das war immer noch laut, wenn man bedenkt, dass die versammelten Fans vorher teilweise selbst die wirklich druckvolle PA übertönt hatten. Sogar während dieses Auftritts kam übrigens noch ein Gast hinzu. Und dabei handelte es sich immerhin um niemand geringeren als Warrel Dane von Nevermore.

Letztendlich endete der Abend mit einer unvergesslichen Verion von All We Are, die gemeinsam von allen teilnehmen Künstlern auf der Bühne voll Inbrunst gesungen wurde und einem wahrhaften Konfettiregen. Alle Besucher, die den ISS Dome verließen, hatten das Gefühl ein unvergleichliches Erlebnis gehabt zu haben, von dem sie auch noch in Jahrzehnten ihren Kinder erzählen werden. Und wen wundert das auch bei der Zahl der internationalen Gäste, den tollen Shows und der wunderbar emotionalen Stimmung. Kurzum: Alle – die Musiker und ganz besonders die Jubilarin Doro – schwebten an diesem Abend in einer anderen Sphäre!


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