Im März 2006 brachten sie mit „Clear Sight“ ihr erstes Album raus, welches sie mit einem, für sie wohl typischen, Groove-Rock bespielten. Offensichtlich ist, dass vor allem der Groove-Anteil im Rock niemals zu kurz kommt. Tatsächlich werden über weite Phasen einzelner Tracks die selben rhythmischen und teils auch melodischen Elemente durchgezogen, welche scheinbar gegen die anderen instrumentalen Parts anzuspielen versuchen. Rockigen Anteil hat vornehmlich die Gitarre, welche zusammen mit dem Sänger teilweise auch in Metal-vergleichbare Abschnitte verfällt. Strukturiert ist die Scheibe in elf Songs unterschiedlicher Spielweise. Während die meisten Tracks, wie „Out“ (Nr1), dem oben angeschnittenen Schema nachkommen und einen kraftvollen Groove-Rock verfolgen, gibt es, zum Beispiel mit „Dreaming“, auch eine klar im Kontrast stehende Vortragsart, die emotional und schleppend wirkt. Wichtig ist eventuell noch, dass die fünf als Titelnummern acht und elf zweimal das gleiche Lied „The Garden“ gewählt haben, nur einmal ohne Begleitung elektrischer Instrumente. Hier fällt vor allem der große Unterschied auf, der allein durch das aussetzen der Elektrizität hervorgerufen zu sein scheint, was den irreführenden Eindruck erzeugt, dass die gesamte Power der Gruppe aus der Steckdose kommt. Obwohl ich von mir selbst manchmal nur behaupten kann ein etwas besseres musikalisches Verständnis, als eine unmusikalische Kartoffel zu besitzen bin ich durchaus in der Lage die Band als perspektivenreich und enthusiastisch zu klassifizieren, was am Ende zu einer Bewertung von 3,5 Gitarren führt. Im Nachhinein muss ich aber doch anmerken, dass es mir schwer fiel, biographische Daten von Draught im Internet zu finden, da die Homepage hier nur wenig hergab.