Dreadlocks, auch Dreads oder Filzlocken genannt, sind Strähnen verfilzter Haare. Es gibt künstlich hergestellte Dreadlocks oder diese die sich selbst entwickeln. Selbst entwickeln können sich Dreadlocks wenn über eine lange Zeit das Haar nicht geschnitten und gekämmt wird, aber meist werden sie künstlich hergestellt. Bei starker Natur-Krause verfilzt das Haar viel schneller als bei glattem Haar, weshalb hier oftmals nachgeholfen wird. Das wiederholte Kämmen gegen die Wuchsrichtung ist hierbei eine sehr beliebte Methode, auch Backcombing-Methode genannt. Dreadlocks und Haarverlängerung in Bayreuth (Werbung 🙂 )

Eine weitere Methode ist die Reibung, hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen werden die Haare zwischen zwei Fingern gerieben bis kleine Knoten entstehen, die sogenannte Strähnchen-Methode. Bei der nächsten Methode werden die Haare an der Kopfhaut gerieben bis ein Filzhaufen ensteht, dies macht man über mehrere Monate, bei dieser Methode, genannt Rubbel-Methode, stellen sich die Dreadlocks recht schnell selbst ein. Dreadlocks gibt es in verschiedenen Formen, Dicken und Längen. Außerdem gibt es auch komplett künstliche Dreads aus Wolle. Manche Träger von Dreadlocks verzieren ihre Strähnen mit Perlen aus Holz, Fimo und anderen Materialien. In Europa werden Dreadlocks meist als modische Frisuren getragen, ebenso in den USA. Religiöse oder spirituelle Hintergründe haben sie in anderen Kulturen wie beispielsweise den Rastafari.

Dreadlocks werden oft Rastalocken oder Rastazöpfe genannt, diese bezeichnen aber andere Frisuren. In der Geschichte des Menschen kamen verfiltze Haare in verschiedenen Kulturkreisen immer wieder vor. Bei den Azteken war eine ähnliche Frisur aus ungepflegtem, langen Haar ein Erkennungszeichen des Priesterstandes. Eine hinduistische Mönchsgruppe in Indien sehen Dreadlocks als direkte Verbindung mit der Göttin der Zerstörung und des Aufbaus, Shiva, an. Im Islam werden Dreadlocks traditionell getragen, allerdings wird es nicht gern gesehen den Prozeß des Filzens modisch zu beeinflussen. Die verfilzten Haare werden oft unter einem Turban getragen oder hochgesteckt.

Den Ursprung haben die Dreads allerdings in der Rastafari-Bewegung. Im Jahr 1936, nach dem Ende des italienisch-äthiopischen Krieges, gelobten die Menschen ihre Haare natürlich wachsen zu lassen und nicht mehr zu schneiden. Die Rastafari trugen, einem Mythos nach, verfilzte Haare, da sie glaubten die Haare würden ihnen Macht und Stärke verleihen. Auch wollten die Rastafari sich bewusst von der britischen Kolonialmacht abgrenzen und gegen die Zerstörung ihrer Kultur protestieren. Auf diese Weise entwickelten sich die Dreadslocks zum Symbol der Rastafari und wurden mit dem Erfolg der Reggae-Musik weltweit bekannt und ebenso beliebt. Innerhalb von Jugendsubkulturen, die meist durch eine Musikrichtung beeinflusst wird, können Dreads einen Ausdruck der Abgrenzung oder kreativer Entfaltung darstellen.

Die bekanntesten Dreadlock-Träger sind Bob Marley und Peter Tosh. Aber auch unter Schauspielern, Musikern und Sportlern sind Dreadlocks vertreten. In Amerika hält eine Frau den Weltrekord, etwa 2,76 Meter lang waren ihre Dreadlocks zum Zeitpunkt des Rekords. Sie hatte ihr Haare zwanzig Jahre wachsen lassen. Zum Waschen ihrer Dreads benötigt sie jeweils eine Flasche Shampoo und Conditioner. Vor allem bei Jugendlichen erfreuen sich Dreadlocks immer noch großer Beliebtheit.

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