Nun wird dieser Happen sehr melodischen Prog-Metals also nochmal auf die wehrte Höhrerschaft losgelassen, um schon mal den Appetit zu schüren und die Truppe wieder in die Köpfe der Leute zurück zu bringen. Interessant ist, dass von den Musikern, welche auf diesem Album zelebrieren bis auf Gitarrist Wolfgang Kerinnis keiner mehr im aktuellen Line Up existiert. Doch davon später.Musikalisch gesehen herrscht hier die typische Progressive Metal Instrumentierung vor, soll heißen, neben Gitarre, Bass und Schlagzeug wird ausgiebig Gebrauch vom Keyboard gemacht. Dabei hält sich der Schwierigkeitsgrad in Grenzen, ja einige Stücke würden auch ohne Probleme als astreiner Melodic Metal/Rock durchgehen. Dieser Eindruck wird zusätzlich dadurch unterstützt, dass einige Lieder doch im langsameren Temposegment angesiedelt sind, was dieser Platte aber sehr gut tut und zwischen den wirklich vertrackten Teilen dem Hörer immer wieder Erholung gegönnt wird.Längentechnisch hält sich das Album auch zurück, so ist nur ein Song über acht Minuten lang, und dabei handelt es sich auch noch um ein zweiteiliges Instrumental. Die Produktion ist, wie in diesem Genre üblich überdurchschnittlich gut und klar. Von der Aufmachung her kann man auch nicht meckern, werden doch trotzt des Best-Of Charakters der Scheibe sämtliche Songtexte im Booklet abgedruckt.Als Bonus zur Erstauflage wird mit „Breathing spaces“ bereits ein Song vom noch unveröffentlichten Album (und oben erwähntem aktuellen Line-Up), sowie ein Videotrack zu „When shadows are gone“ mitgeliefert. Nimmt man alles zusammen, kommt man um eine Wertung von 4 Gitarren nicht drumherum. Bin mal gespannt, was das neue Album so bringt.