E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug (Drums) und Mikrofone im Musikhaus Thomann

Das Musikhaus Thomann * bietet ein gigantisch großes Angebot an Musikinstrumenten aller Bereiche (Klassik bis Rock) und erstklassiges Recording Equipment. Das Familienunternehmen wurde 1954 im bayerischen Treppendorf gegründet und wird inzwischen in zweiter Generation von Hans Thomann jun. geführt, den weitere Familienmitglieder unterstützen. Der Thomann Cyberstore (Online-Shop) * ist der weltweit umsatzstärkste Musikalienhändler.

Musikhaus Thomann - Musikinstrumente aus allen Bereichen
Musikhaus Thomann – Musikinstrumente aus allen Bereichen *

Angebot im Thomann Online-Shop

Der Thomann Online-Shop * gliedert sich in folgende Abteilungen:

  • Gitarre/Bass
  • Keys (Tasteninstrumente)
  • Drums
  • Recording
  • Software
  • PA
  • Licht
  • DJ
  • Mikros
  • Signalprozessoren
  • Brass
  • Traditionell
  • Noten
  • Cases
  • Kabel
  • Zubehör

Hohe Qualität im Musikhaus Thomann

In einem übergeordneten Menü werden Hot Deals, Top-Seller, Schnäppchen und Neuheiten angeboten. Schon diese Struktur erscheint differenziert und sehr umfassend, doch wer tiefer einsteigt, entdeckt bei Thomann eine unglaubliche Vielfalt an allem, was Musiker, DJs und Studios benötigen. Gefühlt gibt es alles in allen Preislagen, wobei Insider wissen, dass Thomann hohe Qualität vergleichsweise günstig verkauft. Selbst ein klassisches Instrument lässt sich ohne Bedenken per Online-Kauf bei Thomann * erwerben – etwas, vor dem klassische Musiker ansonsten absolut zurückschrecken. Doch auf der Homepage gibt es Klangbeispiele, die zum Kauf motivieren und nach dem Kauf die Echtheit bestätigen.

Dahinter steckt eine lange, tiefe Expertise: Thomann ist sehr organisch gewachsen. Heute gliedert sich das Unternehmen in die drei Bereiche Musikhaus inlusive Logistikcenter und Lager (ständig rund 70.000 Artikel auf Lager), Cyberstore und Direktversand sowie Audio Professionell: Thomann installiert auch die Tontechnik in Stadien, Hallen und Theatern. Das Unternehmen führt mehrere Eigenmarken, unter anderem Harley Benton für Zupf- und Streichinstrumente, Startone für Blasinstrumente, Gitarren, Akkordeons und Notenständer, Stairville für Licht und Effekte sowie viele Marken für PA und sonstiges technisches Equipment.

Geschichte von Thomann

Der bayerische Wandermusiker Hans Thomann (studierter Trompeter) gründete 1954 in seinem Heimatdorf ein Musikgeschäft und belieferte anfangs unter anderem bayerische Blaskapellen. Damit begründete er die Firmenphilosophie, denn von Blasinstrumenten wusste er als Trompeter sehr viel. Dieser Philosophie ist Thomann bis heute treu geblieben. Es gibt dort nur Instrumente und Equipment, die ihr Geld absolut wert sind, was nur mit entsprechender Expertise aus praktischer Erfahrung und entsprechendem Know-how möglich ist. Ab den 1970er Jahren wuchs das Musikgeschäft, zunächst wurde dafür der eigene Hof in Treppendorf ausgebaut. Die Branche boomte damals auch durch die neu entstandenen elektronischen Instrumente (E-Orgel, Synthesizer, E-Gitarre) sowie durch den zunehmenden Bedarf an Equipment vonseiten der Tanzbands und DJs.

In den 1980er Jahren begann Thomann, Tonstudios einzurichten. Großkunden waren unter anderem süddeutsche Rundfunkanstalten. Ab 1990 übernahm der älteste Sohn Hans Thomann jun. die Geschäftsleitung, der Vater verstarb 2004. Bis heute (2018) arbeiten alle fünf Kinder des Gründers im Unternehmen. Hans hat die Geschäftsleitung inne, Doris und Elisabeth führen die Buchhaltung, Stefan die EDV und Gabi die Drum-Abteilung. Die Familie Thomann war aber nicht nur durch ihre musikalische Expertise so erfolgreich, sie vermarkteten das Unternehmen auch sehr gut. Es sind deutsche Online-Pioniere, sie wurden in Großbritannien zeitweise sogar wegen ihres Erfolges boykottiert. Das Unternehmen wurde vielfach ausgezeichnet und behauptet heute eine weltweit führende Position.


E-Gitarren und Gitarren im Heavy Metal

Früh übt sich, wer ein Meister auf der Gitarre werden will. Die Zeiten, in denen ein Kind am Lagerfeuer auf einer billigen Wandergitarre herumschrammelte, sind fast schon vorbei. Nur bei den Pfadfindern findet sich das noch.

E-Gitarren und Gitarren im Heavy Metal / Bild: Thomann
E-Gitarren und Gitarren im Heavy Metal / Thomann *

Die Passion für E-Gitarren und Gitarren

Viele spätere Gitarren-Heroen haben bereits im zarten Alter von vierzehn Jahren die ersten Bühnenerfahrungen gesammelt. Vor allem aber wurden sie so brillant, weil sie stundenlang je Tag Akkorde, Läufe, Breaks, Synkopen und Riffs geübt haben.

Heute ist oft durch die moderne Popmusik oder den Hardrock eine Initialzündung gegeben, sich in jungen Jahren eine Gitarre zu kaufen. Dabei gibt es einiges an Auswahl. Mit einem preiswerten Einsteigerset aus E-Gitarre, Mini-Verstärker, Kabel und Gurt kann jeder Jugendliche schon im Alter von zehn, zwölf Jahren die ersten Schritte zum Sologitarristen oder Hardrocker machen. Bei kleinen Händen empfiehlt sich zunächst eine Kurzhals-Gitarre.

Der Weg zum Saitenartisten beginnt mit dem Kauf

Auch ein späterer Hardrocker kann als Knabe mit Akkorden auf einer Westerngitarre groß geworden sein, bevor er die Faszination von Effektgeräten, wilden Posen und Verstärkertürmen in sich aufgesogen hat. Wer Gitarren liebt, besitzt meist nicht nur eine.

Der Unterschied zwischen einer Western- und einer Konzertgitarre, zwischen einer mit Pick-up versehenen akustischen und einer echten E-Gitarre ist eklatant. Gitarren eignen sich für verschiedene Sounds und Einsatzmöglichkeiten. Der Klang kann durch Effektgeräte verfremdet werden. Die Klangqualität von Gitarren hängt zum Teil von der Bauweise, in jedem Fall aber von den verwendeten Materialien und ihrer Qualität ab. Jeder fortgeschrittene Gitarrist weiß, was er von welcher Gitarre erwarten kann. Offensichtlich genügt manchen Profis die breite Auswahl aber nicht, sodass mancher sich eine Gitarre nach eigenen Vorstellungen herstellen ließ. Nicht nur Brian May von Queen hat mit der von seinem Vater gebauten Gitarre und ihrem spezifischen Sound Musikgeschichte geschrieben.

Zu dem breiten Sortiment an Konzert- und E-Gitarren, wie es beispielsweise bei Thomann zu finden ist, addieren sich noch technische Glanzstücke wie Doppelhalsgitarren in verschiedenen Ausführungen, halbakustische Gitarren oder Sondermodelle, die außergewöhnliche Bauarten haben. Am bekanntesten sind bei den Sonderformen die „Gibson Firebird“, die „Fender Jazzmaster“ oder außergewöhnliche Formgebungen, wie sie bei Steinberger, Strandberg oder Danelectro zu finden sind. Sogenannte Signature-Modelle tragen die Signatur eines bekannten Gitarristen, der diese Gitarre spielt oder selbst mit entworfen hat. Grundsätzlich unterscheiden sich E-Gitarren nach der Form und nach der Bauart als

ST-Modelle
T-Modelle
Single Cut-Gitarren
Double-Cut Modelle
Hollowbody-Modelle mit hohlem Korpus
Heavy-Metal-Gitarren
E-Gitarren für Linkshänder
Jazzgitarren
Siebensaiter
Achtsaiter
Zwölfsaiter
Fanfret-Modelle
Baritone-Gitarren
Shortscale Modelle mit einem verkürzten Hals
Midi-/Digital-/Mode­ling Gitarren
und E-Gitarren, die einen akustischen Tonabnehmer haben.

Diese Menge an Auswahlmöglichkeiten überfordert so manchen Neuling. Es empfiehlt sich, sich vor dem Kauf einer E-Gitarre die Meinung von erfahrenen Gitarristen einzuholen. Außerdem können Neulinge in diesem Metier Fachzeitschriften und Webseiten nutzen, auf denen Informationen zu verschiedenen Gitarrentypen geliefert werden. Der wichtigste Moment ist aber das Ausprobieren am realen Objekt. Hier kann nicht nur der Klang am besten beurteilt werden, sondern auch Faktoren wie Bespielbarkeit, Bundbreite und Bundreinheit, technische Ausstattung oder Gewicht.

Akustische Gitarren sind ebenso vielseitig

Die grobe Unterscheidung wird in Konzertgitarren und Westerngitarren gemacht, wobei die Westerngitarre Stahlseiten aufweist, die Konzertgitarre aber Darm- oder Nylonsaiten. Der Klangunterschied ist beträchtlich. Die Nylonsaite klingt wesentlich weicher. Konzertgitarren sind in unterschiedlichen Größen zu haben, die der Handgröße angepasst sind. Spezialmodelle sind die Linkshänder-Modelle und die Flamencogitarre. Selbstverständlich finden sich auch hier Sondermodelle wie Solid-Body Elektro-Akustik-Gitarren, Gitarren-Ukulelen oder Barockgitarren. Die außergewöhnlichste Form hat die Silent Guitar von Yamaha. Doch entscheidend ist bei Konzertgitarren der Klang.

Die Westerngitarre gibt es als sechssaitiges Standardmodell und als Zwölfsaiter, der herrlich volltönend klingt. Hier finden sich Unterschiede bei der Korpus-Größe oder der Form. Interessenten entdecken hier spezielle Folkgitarren, Bariton-Akustikmodelle, Dreadnought-Modelle mit Cutaway, Linkshänder-Gitarren oder Roundback-Gitarren mit gerundeter Rückseite. Außerdem gibt es Modelle mit Pick-ups, dazu Signature-Modelle und Premium-Gitarren. Auch hier entscheiden nicht die tolle Optik, sondern vor allem der Sound, die Bespielbarkeit oder die Nutzung für bestimmte Musikstile. Für viele Anfänger ist auch der Preis ein Kriterium. Im Zweifelsfall lohnt es sich, in ein besseres Modell zu investieren.

Wer einen besonderen Klang erreichen möchte, nutzt oft eine Resonator-Gitarre. Diese ist erkennbar an ihrem silber-metallenen Korpus und einem mechanischen Lautsprecher. Hier unterscheidet man Singlecones mit einem großen runden Resonator von den Tricones mit drei kleinen Resonatoren. Damit kann eine größere Lautstärke erreicht werden. Auch die Dobro ist eine Resonator-Gitarre. Sie hat allerdings einen Holzkorpus mit Metallresonator.

Der E-Bass bzw. Bass im Heavy Metal / Bild: Thomann
Der E-Bass bzw. Bass im Heavy Metal / Bild: Thomann

Der Bass – ein vielsaitiges Spielvergnügen

Mancher „Gitarrero“ entdeckt bei einem Bandprojekt, dass er gelegentlich auch zum akustischen oder E-Bass wechseln möchte. Viele Gitarristen sind eigentlich als Multiinstrumentalisten anzusehen, die auch Dobros, Ukukelen oder Pedal Steelguitars beherrschen. Andere Gitarristen entdecken, dass sie eigentlich typische Bassmänner sind und wechseln das Instrument. Ex-Beatle Paul McCartney begann ursprünglich als Gitarrist. Sein Höfner Beatles Cavern-Bass wurde nicht nur wegen der ungewöhnlichen Form berühmt, sondern auch wegen Pauls prägnanter Spielweise.

Grundsätzlich unterscheiden sich die J- von den P-Bässen, sowie die klassischen Viersaiter von den E-Bässen, die mehr als vier Saiten aufweisen. Spezialmodelle sind die Heavy-Bässe, die Fretless-Modelle ohne Stege am Hals oder die Shortscale-Modelle mit verkürztem Hals. Außerdem finden sich auch hier verschieden besaitete Linkshänder-Modelle, Multiscale-Bässe und Signature-Bässe. Auch bei den E-Bässen finden sich außergewöhnliche Formensprachen wie bei der Steinberger „Spirit ST“ in Kastenform oder dem Höfner „Shorty Bass“ mit seinem überraschend kleinen Korpus. Überraschend klingt auch der Reso-Bass. Wer sich nicht zwischen Gitarre und Bass entscheiden kann, spielt einfach beides – beispielsweise als Double-Neck E-Bass mit angebauter Gitarre.

Auch bei den Bässen kommt es darauf an, dass sie gut bespielbar sind. Die Handgröße sollte mit der Halsbreite und der Saitenlage zusammenpassen. Die Halslänge sollte im Verhältnis zur Körpergröße stehen. Gegebenenfalls ist ein Shortscale-Bass sinnvoll. Das Gewicht des Instruments kann beträchtlich sein und die Wahl des E-Basses beeinflussen. Gegebenenfalls bieten auch die akustischen oder halbakustischen Bassgitarren eine interessante Klangalternative – zumindest für bestimmte Musikstile oder Unplugged-Aufnahmen. Auch hier ist die Thomann-Auswahl erschlagend vielseitig.

E-Gitarre online kaufen

Eine Gitarre ist nicht nur eine Produkt, sondern ein Arbeitsgerät zu dem der Gitarrist eine besondere Beziehung aufbaut. Ok, wenn man sie nicht gerade effekthascherisch im Jimmy-Hendrix-Stil auf der Bühne in alle Einzelteile zerlegt.

Damit man aus der Gitarre das Beste rausholen kann, muss sie perfekt zu den eigenen Vorlieben passen. Wer das Glück hat ein Musikfachgeschäft oder einen Gitarren-Laden in der Nähe zu haben, kann dort verschiedene Modelle ausprobieren. Man kann Gitarren aber auch im Internet kaufen. Damit man nicht die Katze im Sack kauft, hat die Webseite Gitarre-kaufen.net die gängisten Einsteiger-Gitarren unter die Lupe genommen: E-Gitarre kaufen für Anfänger. Man kann sich auch mehrere Gitarren nach Hause schicken lassen um diese dort zu testen und dann nur die behalten, die einem am meisten zusagt.


Der E-Bass bzw. Bass im Heavy Metal

Der Bass-Spieler wird von vielen Musikfans unterschätzt. Doch er hat eine wichtige Aufgabe: zusammen mit dem Schlagzeuger bildet er die Rhythmusgruppe einer Band. Wer beim Hören von populärer Musik genau hinhört, erkennt schnell die Rolle des Bassisten.

Viele Bassmänner haben Bands den Stempel aufgedrückt: fantasievolle Bassisten wie John McVie von Fleetwood Mac, singende Bassisten wie Sting bei Police oder Pino Palladino mit seinem Fretless Bass. Nicht zu vergessen ist die Rolle des akustischen oder halbakustischen Basses oder des Stehbasses, die im Swing oder im Rockabilly eine Rolle spielen.

Der E-Bass bzw. Bass im Heavy Metal / Bild: Thomann
Der E-Bass bzw. Bass im Heavy Metal / Thomann *

Tiefe Töne und komplexe Läufe

Der traditionell viersaitige E-Bass hat den Vorteil, sowohl rhythmische Grundlagen legen, als auch melodische Läufe spielen zu können. Das Bass-Solo ist bei manchen Musikern hochinteressant. Bei anderen hört man nur Standard-Läufe. Je nach Musikstil spielt der E-Bass eine mehr oder weniger wichtige Rolle. Außerdem kommt es darauf an, ob wir es mit einem Trio zu tun haben oder mit einer größeren Band. In einem Trio wie Cream oder Police musste der Bass eine prominentere Rolle einnehmen, als in einer siebenköpfigen Band.

Neben den viersaitigen Bässen zeigen Fünf- und Sechs-Saiter, Heavy-Bässe oder Doppelhalsbässe an, dass die gestalterischen Möglichkeiten für Bassmänner noch nicht ausgeschöpft sind. Die Multiscale-Bässe sind eine weitere Entwicklung, die den Bass klanglich verbessert hat. Denn je tiefer die Saite an einem Fünf oder Sechs-Saiter ist, desto mehr Platz braucht sie, um volltönend zu klingen. Das gefächerte Griffbrett des Multiscale Basses erfordert nur wenig Umgewöhnung, aber seine klanglichen Vorteile überzeugen. Die Fretless Bässe verzichten hingegen – ganz wie bei der Geige – auf Stege am Griffbrett. Der Bassist muss wissen, wo die Töne liegen, die er spielen will. Doch er kann sie nun angleiten, ohne dass die angeschlagene Saite an einem der Stege knirscht.

Die Bauart definiert, wie der Bass klingt

Am Anfang stand der Kontrabass, auch Steh-Bass genannt. Ab 1930 wurde er gezupft, statt gestrichen. Er fand damit Eingang in den Jazz. Mit den vierziger Jahren begann die Entwicklung der E-Bässe. Grundsätzlich sind Hollow Body- und Solid Body-Bässe zu unterscheiden. Die Solid Body-Bässe können beträchtliches Gewicht haben. Fenders Precision-Bass machte 1951 Furore. Er veränderte die Einsatzmöglichkeiten des Basses. Zu unterscheiden sind diverse Bauarten. Der bauliche Standard ist mit dem Schraubhals-Bass gegeben. Beispiele dafür sind der Fender Precision oder Fenders Jazz Bass. Modelle, bei denen der Hals in den Korpus eingeleimt sind, sind eher selten zu finden, vor allem bei Gibson oder Guild. Raritäten sind hingegen die Neck-Through-Body-Modelle. Eine kleine Revolution stellte der erste Fretless Bass dar. Seine fließende Spielweise verschaffte ihm namhafte Anhänger, deren Meister Jaco Pastorius wurde.

Viele edle E-Bässe kamen mit einem Graphit-Hals auf den Markt. Eine Sensation stellte der erste Headless Bass dar, der gänzlich ohne Kopfplatte auskam und zudem nicht aus Holz, sondern komplett aus faserverstärktem Kunststoff bestand. Später gab es auch Headless Bässe aus den üblichen Materialien. Den akustischen und halbakustischen Bass kennen viele von Unplugged-Aufnahmen, aus dem Jazz oder Folk. Stabilere Hälse am Instrument konnte man mit der Laminat-Bauweise erzielen. Deren Steigerung ist die Multilaminat-Bauweise aus mehreren Hölzern. Ob der Digital-Bass sich durchsetzen wird, muss man sehen.

Die Vier- und Fünf-Saiter findet man in der populären Musik häufig, den Sechs-Saiter aber nur bei ausgemachten Bühnen-Giganten. Noch seltener wird der Acht-Saiten-Bass gesichtet – aber es gibt ihn. Ebenso gibt es heute elektrifizierte Standbässe, futuristisch anmutende E-Bässe und Signature Modelle, die mit besonderer Optik und speziellen Features aufwarten. Signature Bässe sind aufgrund der Ideen eines bekannten Bassisten entstanden. Sie tragen daher dessen Namen.

Der Bass und seine verschiedenen Formen

Dass es auch Linkshände-Bässe oder preiswerte Nachbauten bekannter Bass-Modelle gibt, sei nur am Rande erwähnt. Eine weltbekannte Form ist der Bass, den Paul McCartney bei den Beatles spielte. Der heute als „Beatle Bass“ oder „Höfner Ignition Violin Bass Cavern“ verkaufte Höfner-Bass hieß zunächst „Violin Bass 500/1“. Sein preiswerter Nachbau ist als Harley Benton „Beatbass“ zu finden.

Wer ins Sortiment von Thomann schaut, der entdeckt auf dieser Seite, wie viele verschiedene Optiken es beim Bass gibt. Wir haben es nicht nur mit zahlreichen unterschiedlichen Lackierungen zu tun, sondern auch mit klassischen und innovativen Formen. Als Solid Body-Bässe sind die klassischen P- und T-Formen anzusehen. Die meisten Bässe haben oben ein längeres Horn als unten, weil dieses zum Befestigen des Gurts dient. Zudem wird dadurch bestimmt, wie der Bass am Körper hängt. Die klassische Optik des Basses kann durch verspielte Schnitte der Hörner oder des Instrumenten-Korpusses verändert werden. Das ist oft bei Heavy-Bässen der Fall, die markiger aussehen sollen. Außerdem finden sich bei Thomann Hollow-Body-Bässe mit Cutaway, die oft im Jazz zu sehen sind.

Shortscale Bässe haben einen eingekürzten Hals mit weniger Bünden. Das wirkt sich auch auf die Spielweise aus. Solche Bassmodelle eignen sich wunderbar als Einsteiger-Bass oder Bass für Menschen mit kleineren Händen. Hier finden sich auch bekannte Bass-Modelle wie Höfners Beatles-Bass wieder. Die Premium- und Signature-Modelle im Bereich der E-Bässe lohnen sich nur für Profis, bzw. solche, die es werden wollen. Einen Rickenbacker 4003 FG oder einen Fender Pino Palladino Signature Bass spielen nur Menschen, die sich die hohen Kosten dafür auch leisten können. Neben den bekannten Gitarrenbauern wie Gibson oder Fender sind auch kleine Unternehmen am Start. Sie bieten oft sehr schöne, exklusive und klangvolle Bass-Modelle. Namen wie Sadowsky, Marleaux, Knaggs, Fodera oder Sandberg sind nicht jedem Bass-Anfänger geläufig. Namen wie Fender, Gibson, Höfner oder Yamaha aber schon.

Kenner wissen aus dem Stegreif die besten Bassisten der Welt zu benennen. Die einen nennen Jaco Pastorius oder Stanley Clarke, die anderen Jack Bruce, Phil Lynott, John Entwhistle, John Deacon oder Pino Palladino. Wahr ist, dass es auch herausragende Damen am E-Bass gibt – zum Beispiel Gail Ann Dorsey, Melissa auf der Maur, Tina Weymouth oder Ida Nielsen, die sogar Prince begeistert hat. Wie viele akustische und halbakustische Bässe bzw. Halbresonanzbässe bei Tonaufnahmen zum Einsatz kommen, kann niemand mehr zählen. Doch nicht erst die Unplugged-Aufnahmen haben diese Art des Basses in den Vordergrund gerückt. Akustikbässe sind mit Tonabnehmern versehen. Sie können sowohl mit wie auch ohne Verstärker gespielt werden. Halbresonanz-Bässe sind auch als Fretless-Modelle zu haben.


Schlagzeug – Drums und Percussion im Heavy Metal

In Rockbands bilden Schlagzeuger und Bassist den rhythmischen Klangteppich, auf dem Keyboarder, Gitarrist und andere ihre musikalischen Feuerwerke abfackeln. Ohne diese solide Basis wäre keine Band denkbar. Mehr noch als der Bassmann trägt der Schlagzeuger zum Sound einer Band bei.

Dass Drummer nicht immer ein riesiges Drumset brauchen, um Eindruck zu hinterlassen, beweisen Minimal-Drummer wie Ringo Starr oder herausragende Perkussionisten.

Schlagzeug - Drums und Percussion im Heavy Metal / Bild: Thomann
Schlagzeug – Drums und Percussion im Heavy Metal / Thomann *

Das Schlagzeug spielen lernen verlangt nicht nur rhythmische Konstanz, sondern auch Kraft, Ausdauer und Koordination. Zum Einsatz kommt der gesamte Körper. Im Normalfall schlagen Hände und Füße unabhängig voneinander unterschiedliche Rhythmen. Perfektion wird nur durch unablässiges Üben erzielt. Die meisten Drummer beginnen bereits früh, Schlagzeug zu spielen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass bereits ein Vierjähriger sich als As an den Drumsticks erweist. Wer einmal Avery „Drummer“ Molek oder dem dreijährigen Leonya auf YouTube zugesehen hat, weiß, was ein Naturtalent ist. Im Unterschied zur seelenlosen Rhythmusbox spielen Schlagzeuger sich die Seele aus dem Leib. Sie prägen den Sound einer Band maßgeblich.

Das komplette Drumset – klein oder gigantisch

Wir haben es heute mit akustischen Drumsets und mit E-Drums zu tun. Die akustischen Drumsets müssen mit diversen Richt-Mikrofonen verstärkt werden, wenn sie auf der großen Bühne durchdringen sollen. Akustik-Drumsets stellen trotz aller Nachteile bis heute die meist genutzten Drumsets dar. Die E-Drums sind momentan häufiger bei den Perkussionisten oder den Elektronic-Bands zu finden. Oft sind Drummer zugleich Perkussionisten. Sie beherrschen fast jedes Schlagwerkzeug. Rhythmisch sind Perkussionisten ansonsten eine gute Ergänzung. Sie können auch als rhythmische Solisten einiges hermachen. Anfänger kaufen sich meistens ein Komplett-Drumset oder einen Kesselsatz, zu dem sie die Hardware separat einkaufen. Jeder erfahrene Drummer ergänzt sein Set durch individuelle Zukäufe oder tauscht qualitativ nicht genügende Hardware wie Drum-Pedale aus.

In der Pop- und Beatmusik ist eher das kleinere Drumset anzutreffen. In der Rockmusik kann das Publikum den Drummer hinter seinem gigantischen Set kaum noch sehen. Die Schlagzeug-Grundlage ist mit einer Basstrommel, der unverzichtbaren Snare, einer Standtrommel bzw. einer Floortom und zwei bis drei Tom Toms gegeben. Dazu addieren sich ein oder zwei Becken und ein HiHat. Einsteiger-Drumsets können bereits für Sechsjährige in vernünftiger Qualität erworben werden. Drum-Sets mit Standard-Konfiguration bieten bereits genügend Spielraum, um damit einiges an spielerischer Brillanz zu erreichen. Klanglich bieten Zukäufe Variationsmöglichkeiten. Die Premium-Drumsets, die als Komplettset zu haben sind, sind teurer. Sie bieten aber auch bessere Hardware und bessere Kessel, bessere Bespannungen und bessere Felle. Ein kleines Premium-Drumset mit Basstrommel, zwei Hänge Toms und einer Standtrommel kann locker 4.000 Euro oder mehr kosten.

Zukäufe erweitern die klanglichen und rhythmischen Möglichkeiten

Viele Drummer danken auf CD-Veröffentlichungen bestimmten Herstellern, weil sie deren Klangqualität besonders schätzen. Manche bauen sich ein Set mit 20 verschiedenen Bauteilen auf. Viele Drummer bauen auf Snares mit Holz-, Kupfer-, Bronze- oder Aluminiumkessel, während einige den Stahlkessel oder den Messingkessel favorisieren. Es sind oft qualitative oder klangliche Feinheiten, die über einen Zukauf entscheiden. Auch bei den Snare Drums sind Signature-Modelle zu haben, die aufgrund der klanglichen Vorstellungen berühmter Schlagzeuger konstruiert wurden. Die Signature-Modelle bestechen oft durch besondere Klangqualität, größere Lautstärke oder ungewöhnliche Optik. Oftmals werden Becken und HiHats eines speziellen Herstellers favorisiert.

Allein die Vielfalt bei den Becken ist erschlagend. Es gibt Crash, Splash- oder Ride-Becken, außerdem Effekt-Becken, China-Becken und durchlöcherte Stacks. Der erweiterungswillige Drummer kann Becken-Komplettsets oder Einzelkäufe tätigen. Das Hi-Hat besteht aus zwei aneinanderschlagenden Becken, die mit einem Pedal bedient werden. Es ist in Größen zwischen 8-16 Zoll zu kaufen. Könner spielen ein Set mit zwei Bassdrums. Bei den Floortoms kann der Schlagzeuger zwischen 14, 16 und 18 Zoll-Trommeln wählen. Tom Toms sind von 8-14 Zoll zu haben. Die Größe der Trommel und die Spannung des Trommelfells entscheiden über die Stimmung. Noch interessanter wird das Drumset in klanglicher Variationsbreite, wenn Cowbells, Gongs oder Perkussionsinstrumente integriert werden. Was im perkussiven Bereich an klanglichen Möglichkeiten für jeden Musikstil geboten ist, ist beeindruckend. Internationale und indigene Schlaginstrumente finden sich hier genauso wie klassische europäische Perkussionsinstrumente.

Congas, Bongos und Djemben, Cahons, Claves, Blocks oder Handpans erweitern die klanglichen Möglichkeiten der Perkussionisten um ein Vielfaches. Thomann bietet eine riesige Perkussions-Auswahl, die man als Interessierter genussvoll betrachten sollte. Hinter jedem Oberbegriff im Sortiment verbergen sich individuell einsetzbare Schlaginstrumente, die praktisch jeden Musikstil bereichern. Ohne die Integration von Schlagwerk, das zunächst nur in Brasilien oder Afrika genutzt wurde, wäre die heutige Perkussions-Landschaft nicht vollständig gewesen. Denn mit den Instrumenten kommen auch neue Rhythmen und Spielweisen, die in beliebige Musikstile integriert werden können. Was sich mit der Terre Handpan, einer Schlitztrommel oder der arabischen Darbuka anstellen lässt, kann jeder an eindrucksvollen Beispielen auf YouTube erforschen.

Drumsticks, Felle und Hardware: die Verbrauchsartikel

Wie sehr ein Schlagzeug Verschleiß unterliegt, hängt von der Spielweise und der Qualität ab. Sticks können zerbrechen. Trommelfelle werden dünner. Sie haben plötzlich durch unsachgemäßen Transport einen Riss. Selbst die Schrauben an einer Trommel können ersetzt werden, weil sie brechen können. Die Abteilung Hardware umfasst so nützliche Dinge wie Trommelständer für jede Trommelart, Fußmaschinen für Basstrommeln oder HiHat-Fußmaschinen, Beckenarme, Drumracks für E-Drums, Perkussionsständer oder Taschen für Hardware. Auch der Sitz des Schlagzeugers oder der Teppich, auf dem das Drumset aufgebaut wird, sind bei Thomann zu entdecken. Am Ende der Reise durch das Thomann-Sortiment versteht wohl jeder, wie komplex ein Schlagzeug sein kann. Auch als kostenintensives Instrument ist es nicht zu unterschätzen.

Alle beweglichen Teile am Schlagzeug unterliegen dem Verschleiß. Es lohnt sich daher für Profis, in die beste Qualität zu investieren. Das betrifft auch die Mikrofone, die ein Drumset klanglich in den Vordergrund rücken oder die Stimmschlüssel, die zum Spannen und Stimmen der Trommelfelle dienen. Als Einsteiger mit kleinem Budget investiert mancher gerne in Gebrauchtware. Auch hier haben Qualitätsmarke den geringeren Frusteffekt – aber günstige Neuware bei Thomann zu kaufen, hat den geringsten Frustrationsgrad. Mit der Zeit steigen die Ansprüche und hoffentlich auch die Auftrittsfrequenz – und damit meist auch das Budget. Ob im Blues, im Jazz, im Soul, im Heavy-Rock oder in der konzertanten Musik: irgendein Schlagwerk ist überall zu finden. Die Stomp- oder Beatbox oder ein Beat Buddy stellen für viele Musiker keine Alternative dar. Sie bieten aber dennoch Raum für klangliche Experimente.


Tonangebend auf der Bühne und im Studio – Mikrofone für Metal- und Rockbands

Schnelle Beats, scheinbar endlose Gitarrenriffs und ein rauer Whisky-Grind in der Stimme – das bringt Metaller zum Headbangen und lässt das Rockerherz höher schlagen. Doch mit welchem Equipment entlockst du Stimme und Instrumenten den gewünschten Sound? Wir geben dir einen Überblick über Mikrofone unterschiedlicher Bauart und ihre Klangqualitäten.

Brauchen Metaller und Rocker andere Mikros als Schlager-, Pop- und Countrysänger?

Metalheads und Rocker lieben den rauchig-kratzigen Sound ihrer Musik. Im Pop- und Schlagerbereich müssen Chartstürmer und Ohrwürmer doch vor allem eins sein: eingängig. Dazu ist ein klarer Sound gefragt, der Strophe und Refrain gleichermaßen gut verständlich transportiert. So hat sich das transistorisierte Großmembran-Kondensatormikrofon zum Go-to-Tonabnehmer der Popmusik entwickelt. Auch Country-Stars und Singer-Songwriter wissen die Gr0ßmembran-Klassiker zu schätzen. Doch ab und an kommt auch ein Tauchspulenmikrofon zum Einsatz. Immer beliebter wird das Bändchenmikrofon, das der Stimme einen erdigen, fast dröhnenden Klang verleiht, aber auch Umgebungsgeräusche aufgrund der Richtcharakteristik hörbar mit aufnimmt.

Richtcharakteristik – was ist das?

Aus welcher Richtung der Ton am stärksten aufgenommen wird, darüber entscheidet der Richtcharakter eines Mikrofons. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Formen:

Kugel – ungerichtet: Mikrofon nimmt Schall aus jeder Richtung auf
Acht – zweigerichtet: Mikrofon nimmt Schall von vorne und hinten am stärksten auf
Keule – gerichtet: Mikrofon nimmt Schall überwiegend aus einer Richtung auf

Hinzu kommen verschiedene Mischformen, die im Querschnitt dem Aufriss einer Niere ähnlich sehen.

Doch nicht nur die Form, sondern auch die inneren Werte eines Mikrofons sind in Sachen Tonaufnahme entscheidend.

Kondensator- oder dynamisches Mikrofon – was ist besser?

Denken wir an Heavy Metal, sehen wir Drum Legends wie Dave Lombardo vor unserem inneren Auge. Keine Classic-Rock-Band ohne zumindest einen Gitarristen! Ikonen wie Jimmy Page, Brian May und Jimi Hendrix haben diese Musikrichtung mit ihren Fingerkünsten geprägt. Gerne wird dabei die Rolle des Sängers übergangen. Doch in den meisten Musikstilen unserer Zeit ist die Stimme das wichtigste Instrument überhaupt. So individuell wie der Mensch selbst fallen auch seine Stimmbänder aus.

Kein Wunder, dass nicht jedes Mikrofon zu jedem Sänger passt. Hier hilft nur: Probieren geht über studieren. Als kleine Orientierungshilfe erklären wir dir die Funktionsweise und Klangeigenschaften der wichtigsten Mikros.

Sowohl im Rock- als auch im Metalbereich haben Kondensator- sowie dynamische Mikrofone ihren Platz. Schließlich sind beide Genres alles andere als homogen. Rock lässt sich nochmals unterteilen in:

– Hard Rock
– Indie Rock
– Glam Rock
u. v. m.

Ganz ähnlich sieht es bei den Metallern aus. Hier nur eine kleine Auswahl der Genre-Vielfalt von Heavy Metal:

– Death Metal
– Speed Metal
– Nu Metal

All diese Subgenres setzen ihren Fokus an bestimmter Stelle. Mal ist der Output melodiöser, mal steht das Drum Set im Vordergrund, mal die Gitarre. Werden die Lyrics an einer Stelle geradezu geschrien oder regelrecht dahingegrunzt, gibt es an anderer Stelle die durchkomponierte Ballade mit kräftigen bis zerbrechlichen Vocals. Gemeinsam ist den Musikstilen jedoch ihr stets kerniger Sound. Metalsänger müssen mitunter eine ganze Bandbreite von Gesangsstilen abdecken. Über wie viel Oktaven die Stimme reicht, tritt in Anbetracht der verschiedenen Gesangstechniken dabei womöglich in den Hintergrund. Wichtig ist der authentisch roughe Ausdruck, der oft nicht spurlos an den Stimmbändern der Frontmänner vorbeigeht.

Dynamisches Mikrofon – der Allrounder auf der Bühne

Sowohl dynamische als auch Kondensatormikrofone wandeln analoge Frequenzen – Schallwellen – in elektrische Spannung um. Der Ton wird über eine Membran aufgenommen, die durch Schalldruck – etwa durch Singen oder das Spielen eines Instruments – in Bewegung versetzt wird. Trotzdem gibt es nach Bauart Unterschiede bei der Umwandlung von Schall in elektrische Spannung.

Dynamische Mikrofone funktionieren dabei wie ein Lautsprecher – nur umgekehrt: Die auf die Membran montierte Schwingspule taucht unter dem Einfluss von Schalldruck in ein Magnetfeld. Nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion wird dadurch ein Spannungsimpuls abgegeben. Daraus ergibt sich der erste Pluspunkt für dynamische Mikrofone: Sie kommen ohne externe Stromzufuhr aus.

Doch dynamisches Mikrofon ist nicht gleich dynamisches Mikrofon. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Tauchspulenmikrofon ist ein Bändchenmikrofon überaus sensibel. Das „Bändchen“ ist ein dünner Aluminiumstreifen, der durch Schalleinfluss zwischen zwei Polen eines Magnetfelds in Schwingung gerät und so Spannung induziert. Während das Bändchenmikrofon vor allem früher in Tonstudios zur Grundausrüstung gehörte, wird es zunehmend aufgrund seiner starken Empfindlichkeit ausrangiert. Ein Metaller wird wohl kaum in Beührung mit einem Bändchenmikrofon kommen.

Metalheads und Rocker greifen vorzugsweise zu einem robusten Tauchspulenmikrofon wie dem Sennheiser MD 421 oder dem Shure SM7B. Für die Feinabstimmung und um für satten Sound zu sorgen, kommst du um die Anschaffung eines hochwertigen Preamps nicht herum.

Vorteile des Tauchspulenmikrofons im Überblick

– robust
– kaum anfällig für Rückkopplungen
– klare Richtcharakteristik / wenig Umgebungsgeräusche
– unempfindlich gegen hohen Schalldruck (z. B. durch Schreien)

Doch das Tauchspulenmikrofon hat auch eine Kehrseite. So reagiert es relativ empfindlich auf Körperschall. Während es ein praktischer Allrounder zur Aufnahme von Gesang und Instrumenten auf der Bühne ist, bietet es nicht dieselbe Auflösung wie ein Kondensatormikrofon.

Das Hochauflösende – Kondensatormikrofon fürs Tonstudio und mehr

In einem Kondensatormikrofon ist eine hauchdünne, elektrisch leitfähige Membran dicht vor einer zumeist gelochten Metallplatte verbaut, die als Gegenelektrode fungiert. Treffen Schallwellen auf die Membran, verändert sich der Abstand zur Metallplatte. Um diese Veränderung als elektrisches Spannungssignal einzufangen, bedarf es einer Vorspannung – also einer externen Stromzufuhr. Im Grunde funktioniert jedes Kondensatormikrofon wie ein Plattenkondensator – daher auch der Name.

Kondensatormikrofone sind zwar empfindlicher als Tauchspulenmikrofone, jedoch auch klanggetreuer. Großmembran-Mikros reagieren besonders sensibel auf akustische Reize. Sie nehmen auch die leisen Stellen zuverlässig auf und überzeugen mit wenig Eigenrauschen. Geht es jedoch um Reaktionsfähigkeit bei der Tonaufnahme, haben Kleinmembran-Mikros die Nase vorn. Sie nehmen schnelle Beats und hohe Frequenzen besser als Kondensatormikros mit großer Membran wahr.

Vorteile von Kondensatormikrofonen im Überblick

– starke Klangtreue
– gutes Impulsverhalten / Reaktionsfähigkeit
– klare Tonqualität, auch bei leisen Stellen

Und die Nachteile? Lautes Schreien verträgt das sensible Kondensatormikrofon nur begrenzt. Es ist auch ansonsten etwas sanfter anzufassen. Nicht nur zu hoher Schalldruck, sondern auch andere mechanische Einflüsse wie etwa Schütteln, Werfen oder Fallenlassen können diesem Mikro zu schaffen machen. So ist es die richtige Wahl für Balladen und hochauflösende Aufnahmen im Tonstudio – wo weniger geheadbanged wird.


Klavier und Heavy Metal – wie passt das zusammen?

Wer gerne ein Instrument erlernen möchte, steht zunächst vor der Qual der Wahl. Schließlich gibt es sehr viele Instrumente, die in Frage kommen. Das Klavier zählt zu den beliebtesten Instrumenten überhaupt, wobei das Klavierspiel – entgegen mancher Behauptungen – auch im Erwachsenenalter noch problemlos erlernt werden kann. Allerdings ist das Lernen des Klaviers im fortgeschrittenen Alter natürlich weitaus anspruchsvoller als in jungen Jahren. Gerade aber in diesem Alter, hat man seinen Musikgeschmack meist komplett gefunden und möchte diese Lieder am Klavier nachspielen.

Doch können mit einem Klavier auch Stücke umgesetzt werden, die nicht gerade zur klassischen Musik zählen? Unser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile des Klaviers als Instrument in aller Kürze und befasst sich im Anschluss speziell mit der Frage, wie gut sich Klavier und Heavy Metal vertragen.

Klavier lernen und Heavy Metal - passt das?
Klavier lernen und Heavy Metal – passt das?

Klavier lernen – Vor- und Nachteile

Mit seinem vollen Klang und seinem edlen Erscheinungsbild, begeistert das Klavier Musikliebhaber weltweit. Aber welche konkreten Vor- und Nachteile hat dieses Musikinstrument?

Komplexität
Im Vergleich zu manch anderem Instrument, wie zum Beispiel der Querflöte, der Trompete oder dem Saxophon, ist das Klavier schwer zu spielen. Aus dem Einsatz beider Hände, die nach unterschiedlichen Notenschlüsseln spielen, ergibt sich eine gewisse Komplexität, weshalb das Erlernen des Klavierspiels zu Beginn wahre „Kopfarbeit“ ist.

Anschaffungskosten
Auch was die Kosten betrifft, ist ein Klavier vergleichsweise teuer. Daher kann es sich lohnen, das Spielen zunächst in einer Musikschule auszuprobieren, bevor man sich ein eigenes Klavier zulegt. Wenn es nicht unbedingt der eleganteste Flügel sein muss, kann ein E-Piano eine sinnvolle und etwas preisgünstigere Alternative darstellen.

Musikalisches Können
Wer das Klavierspiel beherrscht, verfügt über ein umfassendes musikalisches Können auf hohem Niveau. Es gibt wohl kaum ein anderes Instrument, das einem so viel theoretisches Wissen, Fingergeschick, Taktgefühl, Rhythmus und Koordinationsfertigkeit abverlangt, wie das Klavier.

Vielseitigkeit
Mit dem Klavier lassen sich sehr vielseitige Musikstücke nachspielen oder komponieren, was nicht zuletzt auf die vielen spielbaren Einzeltöne und Akkorde zurückzuführen ist.

Das Klavier in Heavy Metal Bands

Auf den ersten Blick wollen Heavy Metal und das Klavier einfach nicht wirklich zusammenpassen. Doch die Tiefen des Internets müssen gar nicht allzu gründlich durchgraben werden und schon stößt man auf Heavy Metal Bands, die den Sound des Klaviers regelmäßig in ihren Songs unterbringen. In der Realität greifen Heavy Metal Bands, aus praktischen Gründen, allerdings meist zum Keyboard, statt zum klassischen Klavier. Bands, wie Bleeding Through, Symphony X, Type O Negative und Savatage liefern aber definitiv den Beweis, dass ein Klavier in der Heavy Metal Szene nicht zwangsläufig fehl am Platz ist.

Heavy Metal lernen mit Flowkey

Die flowkey Klavier App stammt von einem Berliner Unternehmen, das online Klavierkurse anbietet. Hier lernen Anfänger und Fortgeschrittene die Grundlagen und Griffe mithilfe von detaillierten Tutorials und können das Erlernte dann direkt umsetzen. Dabei gibt Flowkey interaktives Feedback in Echtzeit, was den Lernprozess stark beschleunigt. Der Übende wird sofort auf einen Fehler aufmerksam gemacht und muss diesen korrigieren, bevor das Programm weiterläuft. Die Flowkey App umfasst eine stetig wachsende Lieddatenbank mit mehr als 500 Songs verschiedenster Genres, auf die nach und nach – dem Lernfortschritt entsprechend – zugegriffen werden kann.

Setzt man sich einfach ans Klavier und beginnt, ein Lied zu spielen, erkennt Flowkey den jeweiligen Song und zeigt die zugehörigen Noten automatisch an. Das klappt natürlich nur bei Liedern, die in der eben erwähnten Datenbank hinterlegt sind. Die zahlreichen Songs sind nach Genres in Kategorien, wie „Jazz“, „Pop“, „Rock“, „TV & Film“ oder „Volksmusik“ gegliedert, wobei auch eine „Metal“ Rubrik verfügbar ist. Wer also darauf aus ist, Heavy Metal mit dem Klavier umzusetzen, ist mit dem Flowkey Klavierkurs gut beraten. Flowkey kann über den PC und das Tablet, aber, dank der App, auch auf iOS- und Android-Geräten geöffnet werden und ist in verschiedenen Abovarianten buchbar.

Heavy Metal am Klavier – Fragen und Antworten

Nun wenden wir uns einigen Fragen zu, die beim Thema „Heavy Metal am Klavier“ aufkommen:

Gibt es Songs, die besonders gut zeigen, wie ein Klavier im Heavy Metal klingen kann?
Wer wissen möchte, wie das Klavier in Heavy Metal Songs zur Geltung kommt, sollte sich beispielsweise „Empire of the Clouds“ von Iron Maiden, „Morphine Child“ von Savatage oder „Paradise Lost“ von Symphony X anhören.

Wie lange dauert es, bis man am Klavier Heavy Metal spielen kann?
Das kann pauschal nur schwer gesagt werden. Jeder Mensch lernt in seinem eigenen Tempo, wobei der Lernfortschritt natürlich auch davon abhängt, wie regelmäßig geübt wird. Idealerweise sollte man sich mindestes vier Mal pro Woche ans Klavier setzen, um zügig voranzukommen.

Gibt es überhaupt Klaviernoten für Heavy Metal Stücke?
Die gibt es! Zwar muss man deutlich länger und intensiver suchen, um ein Heavy Metal Notenheft zu finden, als es bei klassischen Stücken und „Mainstream“ Musik der Fall ist, doch selbst Amazon vertreibt einige wenige Notenhefte mit Heavy Metal Stücken.

Fazit: Heavy Metal und Klavier schließen sich nicht aus

Auch wenn das Klavier nicht das erste Instrument ist, an das man denkt, wenn man „Heavy Metal“ hört, schließen sich Instrument und Musikrichtung nicht gegenseitig aus. Das „Spießer-Image“ des Klaviers, sollte Metal-Fans also nicht davon abhalten, in die Tasten zu hauen.

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Autor: Moon

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