Eidolon, das sind Glen Drover (Megadeath) – Guitars, Keyboards, Shawn Drover (Megadeath) – Drums, Adrian Robichaud – Bass und Nils K. Rue (Pagans Mind) – Vocals.

Eidolon, das ist griechisch für Trugbild; Und Trugbilder bzw. Phantasien, die erzeugt die Band mit ihrer neuen Scheibe ganz eindeutig. Mit ihrem klassischen Metal vermixt mit Speed- und Power-Metal sowie einer Untermalung mit Keyboards zeigen die Jungs aus Kanada so richtig was sie draufhaben. Eingeleitet wird die Scheibe direkt von einem elfeinhalbminütigen Track, der zugleich den Plattentitel „The Parallel Otherworld“ begründet. Auf ein Intro muss dennoch nicht verzichtet werden, denn die ersten 1:39 min sind ausschließlich instrumental gehalten. Nach kurzer Zeit stellt man dann fest, dass es sich bei Track 1 eigentlich um mehrere Tracks handelt denn unvermittelt kommt eine Pause und es wird neu angesetzt. Dieser fast ins progressive ausufernde Musik-Wurm hat es echt in sich- langsam beginnt er mit klassischem Metal um dann in Richtung Blind Guardian zu gehen und mehr Tempo zu bekommen.Besonders interessant ist, dass der Gesang von Fronter Nils dabei nicht über die Instrumente hinweggehoben wird und viele Wiederholungen aufweist (so mein Eindruck). Zum Ende hin kommt dann ein ruhigerer sehr gitarrenbetonter Teil daher, der allerdings nicht direkt zum Ende hinleitet, wie ein Sturmwind lebt der Song stattdessen noch mal auf.

Der Nächste Track „Arcturus Nr. 9“ weist mit knapp 5 Minuten schon eine normalere Länge auf, die dann auch im restlichen Album auch eher eingehalten wird. Das Stück beginnt direkt schnell und speedlastig mit eher dunklem Backgroundgesang -der einen Kontrast zu dem Frontgesang bildet. Leider finde ich den Gesang bei diesem Titel im Allgemeinen nicht so überzeugend, da der Ton für mein Empfinden nicht richtig gehalten wird und die Stimme manchmal kippt und es mir manchmal wie das Rumgejaule meiner Katze vorkommt, wenn sie rollig ist. Das Gitarrensolo zum Ende von Track 2 dagegen ist extrem geil anzuhören.

Track 3 dagegen ist ein wahrer Ohrenschmaus; der Gesang befindet sich endlich auch für mich in hörenswerten Bahnen, das Gesamtkonzept erscheint mir epischer und die Riffs und Instrumental-Parts unterstreichen diesen Eindruck perfekt. Der darauf folgende Track 4 „Ghost World“ beginnt dem Namen entsprechend ruhig, und man kann sich wunderbar eine Geisterwelt vorstellen die von Nebel umwabert einfach daliegt und nichts sich rührt. Nach dieser Einleitung beginnt dann das von vorher bekannte Geknüppel mit teilweiser Keyboarduntermalung und Riffs wieder. „Thousands Winters Old“ kommt noch speedlastiger daher, die Hookline erscheint eingängiger und läd fast zum Mitsingen ein. Insgesamt muss ich aber leider feststellen dass sich die Tracks doch alle sehr ähnlich anhören und sich für meinen Geschmack noch nicht genug Abwechselung finden lässt.

Track 10 dagegen hebt sich deutlich ab, die Vocals sind viel höher und spitzer, die Gitarren klingen verzerrter und das Tempo ist wieder etwas zurück genommen. Ungefähr in der Mitte hören sich Gitarre und Schlagzeug fast so an als würde Metallica im Laufwerk liegen.

Meine Anspieltipps sind Track 4 und 10, die sich eher von den anderen Tracks abheben.

Fazit:

Diese Scheibe ist für Liebhaber des klassischen Metal mit Speedeinflüssen durchaus empfehlenswert, wer darauf aber nicht so steht sollte die Scheibe lieber im Regal stehen lassen! Es liegt jedoch eine durchaus gute Leistung vor, deswegen 3 von 5 Gitarren von mir!

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