Eisbrecher zählt zu den bekanntesten „Neue Deutsche Härte Bands“, welche im Jahr 2003 gegründet wurde. Die Gründungsmitglieder der Band waren Alexander „Alexx“ Wesselsky und Jochen „Noel Pix“ Seibert.

Von Megaherz zu Eisbrecher

Exklusiv-Interview mit Alexx Wesselsky (Eisbrecher) vom 20.10.2006

Exklusiv-Interview mit Alexx Wesselsky (Eisbrecher) vom 20.10.2006

Texter wie Sänger Alexander „Alexx“ Wesselsky rief die Band mit Jochen „Noel Pix“ Seibert im Jahr 2003 ins Leben, als er sich von der Band Megaherz trennte. Aus „künstlerischen Differenzen“ wie es hieß, war die Zeit bei Megaherz für Alexander Wesselsky vorbei. Doch mit der Band Eisbrecher konnte sich „Alexx“ durchwegs selbst neu erfinden und konnte auch mit dem ersten veröffentlichten Album für Aufsehen erregen, weil zwei CD Rohlinge beigelegt wurden, um einen Anreiz für das Kopieren des Albums zu schaffen. Mit dieser Aktion wurde gegen die Kriminalisierung der Endverbraucher protestiert. Im Jahr 2006 wurde das zweite Album von Eisbrecher veröffentlicht. Das Album erreichte den 85ten Platz in den deutschen Charts. Zwei Jahre später erschien das dritte Album der Band, welches mit der 18ten Platzierung durchwegs für einen kommerziellen Erfolg der Band sorgte. Auch konnte Eisbrecher mit dem Song „Eiszeit“ zum ersten Mal eine Singleauskopplung in die deutschen Charts bringen. Platz 84 erreichte die Single. Das Album „Eiszeit“, welches ebenfalls 2010 erschien, wurde eine der größten Erfolge und erreichte den 5ten Platz in den Albumcharts.

Auf Grund des Erfolges wurden auch größere Plattenlabels auf Eisbrecher aufmerksam, sodass im Jahr 2010 ein Vertrag bei Sony Music Columbia Records unterschrieben wurde. Das neue Album, welches zum 10jährigen Jubiläum im Jahr 2012 veröffentlicht wurde, erfüllte die hohen Erwartungen der Fans. Auch in den Charts erreichte „Die Hölle muss warten“ die bislang beste Platzierung mit dem dritten Platz in den deutschen Charts. Die Single „Verrückt“ erreichte gerade einmal den 43ten Platz in den Single Charts.

Eisbrecher – 10jähriges Jubiläum – die Besetzung von damals und heute

Es waren immer wieder unterschiedliche Meinungen oder private Gründe, weshalb die Bandbesetzung bei Eisbrecher durchwegs im Monatstakt gewechselt hat. Bis auf Alexander „Alexx“ Wesselsky und Jochen „Noel Pix“ Seibert wie Maximilian „Maximator“ Schauer gibt es keinen aus der Ur-Besetzung. Die aktuelle Besetzung setzt sich aus Jürgen Plangger an der Gitarre (seit 2006), Achim Färber an den Drums (seit 2011), Maximilian „Maximator“ Schauer (seit 2004) am Keyboard und Dominik Palmer am Bass (seit 2010). Michael „Miguel“ Behnke, Bassist der Band, war 2004 bis 2006 Bandmitglied; Martin Motnik, Nachfolger von Behnke am Bass, verließt die Band 2008. Olli Pohl, ebenfalls Bassist der Band, folgte Motnik nach und verließ nur zwei Jahre später, im Jahr 2010, die Band. Felix „Primc“ Homeier war der Gitarrist von 2004 bis 2006; Rene Greil der Drummer von 2005 bis 2010 und Sebastien Angrand war für das Jahr 2010 der Drummer der Band.

Diskografie und Erfolge der Band

Eisbrecher veröffentlichte 5 Alben, wobei das letzte Album zum 10jährigen Bandbestehen der Band veröffentlicht wurde.

  • 2004 – Eisbrecher
  • 2006 – Antikörper
  • 2008 – Sünde
  • 2010 – Eiszeit
  • 2012 – Die Hölle muss warten

Die größten Erfolge erreichte die Band mit dem Album „Die Hölle muss warten“ – Platz 3 in den deutschen Charts, Platz 21 in den österreichischen Charts und Platz 16 in den Schweizer Charts.

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Ewiges Eis – 15 Jahre Eisbrecher

„Am Anfang war das Eis! Als wir erkannten, dass es weit und breit um uns herum die Musik nicht gab, die wir im Jetzt und Hier hören wollten, beschlossen wir sie selbst zu machen.“

Die Geschichte von Eisbrecher beginnt in einer eiskalten, weißen Winternacht im Jahre 2003; seit nunmehr 15 Jahren wird sie von ihren Gründervätern und Ur-Besatzungsmitgliedern Noel Pix (Gitarre, Keyboards, Programmings) und Frontmann und Stimme Alexander Wesselsky erfolgreich fortgeschrieben.

Es ist eine Geschichte von Mut. Von eisernem Willen. Von tief gefühlter und gut gekühlter musikalischer Leidenschaft. Es ist die Geschichte einer eigenen, offenen, frechen Art von Rockmusik mit eigenen, modernen Texten von knallharter Direktheit, brutaler Ironie und schrägem, undiskretem Charme.

Ewiges Eis - 15 Jahre Eisbrecher

Ewiges Eis – 15 Jahre Eisbrecher

Spätestens seit 2010 mit „Eiszeit“ der Durchbruch gelang, ist der Eisbrecher eines der Flaggschiffe der deutschen Rockszene. „Die Hölle muss warten“ (2012) und „Schock“ (2015) veredelten die Kajüte des stolzen Stahldampfers mit goldenen Schallplatten, ihr letztes Album „Sturmfahrt“ (2017) eroberte die Spitzenposition der deutschen Charts und wurde gar für den im März 2018 dahingeschiedenen Echo nominiert. Live sorgen Eisbrecher als Fünf-Mann-Rock-Vollbedienung immer wieder und sehr gerne für Aufsehen: Sie spielten auf der Spitze der Zugspitze (mit vollem Besteck in 2962 Metern Höhe) und auf dem Rhein, in Paris und in St. Petersburg, auf Wacken und dem M'era Luna-Festival. Eisbrecher spielen schwarze Szene und Metal, Elektro und Rock. Die Band ist vom ersten kalten Tag an offen für alles und die Welt des Eisbrechers ist für alle offen. Mit dem „Volle Kraft Voraus-Festival“ wurde letztes Jahr gar ein eigenes Rock-Event aus der Taufe gehoben, um einmal jährlich mit befreundeten und geschätzten Bands und Künstlern und natürlich den Fans hart und herzlich zu feiern. 2018 heißt es nun: 15 Jahre Eisbrecher. Höchste Zeit für eine Retrospektive der besonderen Art. Höchste Zeit für „Ewiges Eis“.

Bereits der Einstieg könnte zeitgemäßer kaum sein: „Menschenfresser“ nennt sich die erste Single. Und damit sind keine Raubtiere gemeint, sondern – wer hätte es anders erwartet – „Menschenfresser-Menschen“. Das Original stammt aus der Feder von Rio Reiser und hat bis heute NICHTS von seiner Aktualität und brutaler Wahrheit eingebüsst. Der richtige Song zur richtigen Zeit im modernen Eisbrecher-Soundgewand mit Charme und Faust präsentiert. Danach beginnt die Reise durch die Jahre vom Heute ins Gestern: Von der aktuellen Single „Das Gesetz“ bis zum ersten Tanzbodenfüller und Szene-Hit „Schwarze Witwe“, vom von Mann und Frau gefeierten „Miststück“ bis zur unheimlichen Nationalnothymne „This Is Deutsch“. Bei „Verrückt“ darf sich jeder angesprochen fühlen und den Lautstärkeregler ganz nach rechts drehen, bei „Wo geht der Teufel hin“ darf man sich melancholisch fragen, was aus uns und der Welt werden soll. „Amok“ und „Was ist hier los?“ stecken den ganzen Arm in die Wunde. Musik muss manchmal weh tun. Manchmal jedoch hilft weder Romantik noch Raserei, sondern nur ein inbrünstiges, lautes Fluchen: „Himmel, Arsch & Zwirn“ darf nicht fehlen, und da es sich im Kollektiv schöner schimpfen lässt, ist der Song als Live-Version auf „Ewiges Eis“ vertreten.

Und damit nicht genug: Satte achtzehn Stücke, die sich unter dem Oberbegriff „Eisspezialitäten – Remixe und Raritäten“ zusammenfassen lassen, bilden den zweiten Teil des Albums. Neuauflagen und Bonustracks, Coverversionen und Remix-Perlen tummeln sich im ewigen Eis und führen einmal mehr vor Augen, wie groß das Koordinatensystem von Eisbrecher immer war, wie offen ihre musikalische Welt, wie eigen die Interpretationen. Eisbrecher sind ein Bollwerk gegen die „gepflegte Ohrenzukleisterei“ (Zitat Wesselsky), welche die deutsche Musiklandschaft schon immer aber auch noch immer überschwemmt. Hinter ihnen liegen 15 wilde, harte, erfolgreiche Jahre und so stehen die beiden Kapitäne Alex Wesselsky und Noel Pix zufrieden, demütig, stolz, kampfeslustig und voller Tatendrang mit ihren Bandkollegen Rupert Keplinger (Bass), Jürgen Plangger (Gitarre) und Achim Färber (Schlagzeug) auf der Brücke, schauen nach vorne und glauben – wie alle – an eine Zukunft. Die Reise geht weiter, weiter durch das ewige Eis. Auf die nächsten 15 Jahre, auf Eisbrecher, auf die Fans, auf das Leben…….es kommt wie es kommt…so oder so!

„Ewiges Eis“ erscheint am 05.10.2018 als Doppel CD im Jewelcase oder Hardcoverbook, limitierte Media Markt / Saturn Edition (mit exklusivem Dog Tag), limitierte Fanbox (mit Eisbrecher-Gürtelschnalle, -Schlauchschal, -Sprühschablone und Sticker plus DVD) sowie als Doppel Vinyl. Vorbestellen kann man „Ewiges Eis“ unter diesem Link: https://eisbrecher.lnk.to/Ewiges_Eis

Getreu dem Motto von Alex: „Digital Release? Nein danke, das ist nichts für mich. Dann lieber etwas Physisches, etwas zum anfassen! Du willst ja auch keine Digital Freundin und keine Digital Haustiere. Du willst deinen Hund streicheln, deine Freundin küssen und dir die echte Zigarette nach dem echten Danach mit einem echten Streichholz anzünden. Echt und authentisch gibt es nicht digital!“

Eisbrecher Live

25.08. Baltic Open Air, Haddeby (Headliner)
02.09. Full Metal Cruise (Ausverkauft!)
08.09. Volle Kraft Voraus Festival, Neu-Ulm (Headliner)
14.12. Adventssingen, Augsburg (Ausverkauft!)
15.12. Adventssingen, Augsburg (Ausverkauft!)
25.12. Dark Storm Festival, Chemnitz (Headliner)
03.-04.05. Plage Noire Festival, Weissenhäuser Strand (Headliner)
19.07. Rock am Stück, Fritzlar (Headliner)

Weitere Informationen:
www.eis-brecher.com
www.facebook.com/eisbrecher
www.instagram.com/eisbrecher_official

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Pressemitteilung: Sailor Entertainment

OM: Hallo Alexx von Eisbrecher. Vielen Dank,dass Du dir Zeit nimmst, die Fragen von OsnaMetal.de zu beantworten. Natürlich wollen die Leser etwas über euer bald erscheinenden zweiten Albums „Anitkörper“ erfahren.

Exklusiv-Interview mit Alexx Wesselsky (Eisbrecher) vom 20.10.2006

Auf eurem Debütalbum „EISBRECHER“ waren Dance Tracks wie zum Beispiel „Fanatica“ zu hören, aber auch härtere Stücke wie „Angst“ oder „Willkommen im Nichts“. Wird auf „ANTIKÖRPER“ auch eine solch abwechselnde Musik für den Hörer geboten wie auf dem Debüt?

Alexx: Auf alle Fälle und eisklar!

So wie wir Menschen nun mal sind, zumindest jene von uns, die leidenschaftlich und intensiv leben, so abwechslungsreich ist unser Album II ausgefallen. Da stecken die emotionalen Aufs und Abs aus 2 ½ Jahren drin. Es ist viel passiert im abenteuerlichen Eisbrecherland.

OM: Noel Pix hat ja bereits im Jahr 2000 eure damalige Band MEGAHERZ verlassen. Wie kam es dazu, dass ihr wieder zusammen Musik machen wolltet?

Alexx: Nachdem wir uns zu MHz-Zeiten schon gegenseitig an die Gurgel gesprungen sind, war es mehr als nötig einen eisernen Vorhang zwischen uns zuzuziehen. Jahre Funkstille, in denen jeder für sich die Zeit hatte, über sein Wesen und Unwesen nachzudenken und Abstand zu gewinnen.

Wir haben uns später auf einem Konzert des „Orchesters Bürger Kreitmeier“ in Freising getroffen und es ergab sich eine sehr emotionale Aussprache. Von jenem Zeitpunkt an begannen wir uns wieder vorsichtig anzunähern und fassten schliesslich den Beschluss, ein modern rockendes Projekt auf die Beine zu stellen. Der erste Song war „Schwarze Witwe“ und der Rest ist Geschichte. Wir sind stärker als je zuvor, wie wissen wer wir sind und was wir aneinander haben….jetzt ist der gegenseitige Respekt gegeben, der uns in den jungen und wilden Jahren mit MHz leider oft fehlte, zu viel Eifersüchteleien und Revierstreitigkeiten. Wir wurden einfach cooler (vielleicht auch weil älter :-)).

OM: Eure erste Singleauskopplung vom neuen Album ist das Lied „Leider“. Wie man dem Text entlocken kann, geht es um selbstverletzendes Verhalten. Woher nehmt ihr die Inspirationen für solche Texte?

Alexx: Autoaggression heisst das Schlüsselwort!

In „Leider“ nehmen wir das Phänomen „Borderline-Syndrom“ aufs Korn. Warum? Weil es erschreckend viele Menschen, auch im Bereich der schwarzen Szene, gibt, die sich selbst Schmerz zufügen, die sich selbstbestimmt ein Leid antun. Gerne mit Rasierklingen und ähnlichem Gerät.

Ich wusste bis vor einem Jahr überhaupt nichts von dieser Form von Auswüchsen einer psychisch und ethisch immer mehr abdrehenden Gesellschaft; aber wer lebt erlebt und so kam es, dass ich innerhalb kürzester Zeit mehrere Damen kennenlernte, die sich massive Narben beibrachten (inklusive stationärer Nachbehandlung) und ebenso Interviewpartner von schwarzen Magazinen, mit welchen ich mich zu „Leider“ austauschte, mir plötzlich ihre Verletzungen zeigten. Verrückt und inspirierend.

Gott hat einen großen Zoo!

OM: Im Oktober erscheint euer zweites Album „Antikörper“. Was können wir erwarten und erklärt kurz unseren Lesern, warum es sich auf jeden Fall lohnt, diese CD zu kaufen.

Alexx: Antikörper ist die authentisch-konsequente Weiterentwicklung der eisbrecherischen Musikphilosophie, die da heisst: Moderne Rockmusik auf der Höhe der Zeit muss die Hörer an drei neuralgischen Punkten empfindlich treffen:

In den Bauch, ins Herz, in die Eier! Die Reihenfolge ist beliebig und je nach Lebens- und Emotionslage austauschbar.

Diese CD können alle kaufen, die auf deutschsprachige Musik à la Megaherz, ASP, Oomph!, Rammstein, Tanzwut, Silber, Witt, Subway To Sally (allerdings lassen wir die dudelnden Säcke wo sie hingehören)…. Stehen. So ist das! Eisehrenwort!

OM: Wie hat die Entstehung des Albums ausgesehen? Schreibt ihr gemeinsam die Songs oder hat jeder seinen eigenen Aufgabenbereich?

Alexx: Pix ist der Musik-Navigator, Produzent und als Multiinstrumentalist der unbestrittene, absolute Klangmonarch an Bord. Meiner Frostigkeit ist es vorbehalten sich um Texte und Inhalte zu kümmern, sowohl für die Songs, als auch in allen Belangen, die mit Musikvermarktung zu tun haben: Interviews (ach nee), Infos, Bios…!

Wir stimmen uns natürlich ab und erst ein gemeinsames, einstimmiges „Aye und Jawoll“ gewährt einem Eisbrecher-Song den Einzug in die Album-Titelfolge. Pix und Alexx sind in jedem Entscheidungsprozess demokratisch, das Ergebnis entspringt stets der Einstimmigkeit!

OM: Während eures Debütalbums EISBRECHER ward ihr noch unter ZYX Records unter Vertrag und seit zu AFM Records gewechselt. Was war der Beweggrund dazu?

Alexx: Zyx hat uns wegen zu grossen Erfolges an die Luft gesetzt! Wir haben mehr als ordentlich Debut-Alben verkauft, allerdings zog Zyx es vor, sich vor allem wieder auf das ureigene Kerngeschäft rückzubesinnen, nämlich Plastik-Pop jenseits aller Erträglichkeit und bar aller Daseinsberechtigung zu vermarkten. Recht so! Gut dass wir den hessischen Hafen verlassen und mit AFM einen grossartigen, neuen Partner mit Rockkompetenz gefunden haben.

OM: Auf eurer zweiten Singleauskopplung „Vergissmeinnicht“ ist auch ein zweiter Song namens „Wie tief?“.Ist dieses Lied ein weiterer Vorgeschmack auf das kommende Album oder wird es das Stück nur auf „Vergissmeinnicht“ zu hören geben?

Alexx: „Wie tief?“ ist entgegen aller Gerüchte auch auf dem regulären Album vertreten. Der Bonustrack auf der limitierten Digi-Edition heisst „Eiskalt erwischt“ und ist einer meiner Top-Favoriten. Da Pix und Alexx sich bei diesem einen Track nicht so ganz einig waren, ob der Titel Top oder Flop ist, haben wir den Kompromiss Bonus-Track favorisiert! Eine gute Lösung, das Feedback wird natürlich MIR Recht geben :-)!

„Wie tief?“ soll den Käufern der Single „Vergissmeinnicht“ zeigen, dass sie auf dem Album nicht nur tanzbarer Wave-Rock-Pop mit mindestens einer Träne im Knopfloch erwartet, sondern durchaus knackige Rock-Tracks mit melancholischer Blume und rassigem Abgang.

OM: Wie eng ist euer heutiger Kontakt zu Megaherz? Besteht überhaupt noch Kontakt oder habt ihr euch von eurer ehemaligen Band abgegrenzt?

Alexx: München ist groß und hat genug Platz für MHz und Eisbrecher. Keine Schiessereien mehr. Es ist alles d’accord. Der persönliche Kontakt begrenzt sich darauf, dass man sich zufällig trifft, oder eben nicht!

Eins steht jedenfalls fest: Die nächste Zukunft gehört uns!

OM: Gibt es in näherer Zukunft die Möglichkeit euch live zu sehen? Plant ihr eine Tournee zum neuen Album?!

Alexx: So wie es im Moment aussieht werden wir J.B.O. bei 5 Shows vom 03.12.-08.12.2006 supporten. Das wird mal eine Herausforderung nach unserem Geschmack: Der ultimativen Blödsinnsfraktion zu zeigen, wo der Eispickel hängt! Das wird nicht leicht, aber da uns Humor alles andere als unbekannt ist und wir live den Kühlschrank zur Sauna zu machen verstehen, freuen wir uns auf die irren Franken und ihre durchgeknallten Fans.

OM: Wie sieht es mit EISBRECHER auf der Bühne aus? Steht ihr zu sechst auf der Bühne?! Zusammen mit Rene, Felix, Maximator und Miguel?

Alexx: Wir werden zu sechst auf der Bühne stehen. Der Alexx, der Pix, der René und noch viele, viele mehr auf vor und hinter der Bühne!

OM: Okay. Vielen Dank für das Interview. OsnaMetal.de wünscht euch noch viel Erfolg auf dem weiteren Lebensweg mit Eisbrecher! Noch einen letzten, abschliesenden Satz an unsere Leser?

Alexx: Wenn Du glaubst es geht nichts mehr, kommt irgendwo ein Faustschlag her! Auf kalt°!

PS: Unsere Platte eignet sich übrigens hervorragend als Geschenk zwischendurch und als Ersatzoption für alle, die von der neuen Robbie Williams-Platte (die ebenfalls am 20ten Oktober erscheint) enttäuscht sein werden.

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Datum: 20.10.2006
Autor: Ulle

Eisbrecher – Vergissmeinnicht (Maxi)

Eisbrecher - Vergissmeinnicht

Eisbrecher – Vergissmeinnicht

Die Ex-Megaherz-Mitglieder Alexx Wesselsky und Noel Pix schlagen mit Eisbrecher neue Wege ein. Nach dem Debütalbum „Eisbrecher“ gibt es ab Oktober den Nachfolger „Antikörper“ und als Vorgeschmack die Single „Vergissmeinnicht“, welche ohrwurmlastig durch meine Boxen hallt und erhebliche Suchtgefahr in mir auslöst.

Optisch begeistert die Single „Vergissmeinnicht“ durch ein schönes Cover und auch der Inhalt der CD verspricht viel für das kommende Album „Antikörper“. Der RadioMix zu „Vergissmeinnicht“ geht schnell ins Ohr und krallt sich in meinen Gehörgängen fest. Ein Refrain, den man nach dem ersten Durchhören gleich mitsingen kann und eine Thematik, die einfach schön behandelt wird. Ein hitverdächtiger Song.

Das zweite Lied der Single ist zwar das selbe Stück, doch knapp zwei Minuten länger ausgefallen, als der RadioMix. Beginnend mit Klavier schweift es über in ein langes, instrumentales Intro. Das Klavier kommt öfters zum Einsatz und macht das Lied vielschichtiger und abwechslungsreicher. Einfach nur schön. Das dritte Stück hört auf den Namen „Wie tief?“ und ist ein weiterer Vorgeschmack auf das kommende Album.

Keine Frage: Es erinnert doch schwer an Megaherz und hätte auch gut ins „Himmelfahrt“-Album gepasst. Ein Schmankerl für die Ohren. Mit Lied Nummer 4 erwartet den Hörer der sogenannte „Phase III Mix “ von „Vergissmeinnicht“. Diese Version sagt mir nicht so zu. Die Klänge aus Noel Pix‘ Hand können mich nicht vollends begeistern. Jedoch durch Alexx‘ Stimme wahrlich kein schlechtes Stück. Als Bonus kann man die CD in den Computer einschieben und sich das Making Of zum Song „Schwarze Witwe“ ansehen, welches auf dem Debütalbum der Band zu finden ist.

Fazit: Ne geile Single, die auf jeden Fall Geschmack auf mehr macht. Man sei gespannt auf das am 20.10.06 kommende Album „Antikörper“. Der Herbst wird kalt.

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Label: AFM Records
Genre: Elektro Rock
Releasedate: 2006-08-25
Web: http://www.eis-brecher.com
Punkte: 9

Autor: Ulle

Eisbrecher – Sünde

Eisbrecher - Sünde

Eisbrecher – Sünde

Alexx Wesselsky und sein Kollege Noel Pix bleiben ihrem zwei-Jahres Rythmus treu und bringen mit Sünde ihr drittes Album als Eisbrecher heraus.

Während man auf den beiden ersten Alben noch eher in derselben Ecke stand wie zum Beispiel Rammstein und Megaherz, so geht es diesmal ein Stück mehr in den elektronischen Bereich.

Gitarren gibt es natürlich auch noch, aber sie sind eher im Hintergrund, und die Industrial Metal-typischen stampfenden Riffs bleiben leider größtenteils aus.

Dafür gibts aber im Hintergrund eine Menge Elektronikspielereien von Noel Pix zu entdecken die einem erst nach mehrmaligem Hören wirklich auffallen.

Insgesamt wirken die Songs deutlich eingängiger und durchdachter als auf den Vorgänger-Alben, aber diese Eingängikeit geht zulasten des Wiedererkennungswertes, was vor allem bei „Heilig“, „Zu Sterben“ und „Herzdieb“; für Langeweile sorgt.

Wenn die beiden so weitermachen haben sie mit dem nächsten Album ihrer Ex-Band Megaherz den Rang abgelaufen.

Als Sünde kann man diese Neuveröffentlichung nun nicht bezeichnen, aber es ist auch keine Sünde, wenn man sie sich nicht kauft. Diese CD ist genau das richtige für die nächste Gruftie-Disco und für alle Fans der Band und des Genres.

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Label: AFM Records
Genre: Elektro Rock
Releasedate: 2008-08-22
Web: http://www.eis-brecher.com
Punkte: 6

Autor: El Padre

Eisbrecher – Leider (Maxi)

Eisbrecher - Leider

Eisbrecher – Leider

Die erste Single aus Eisbrecher's neuem Album „Antikörper“ hört also auf den Namen „Leider“. Diese beinhaltet eine Thematik, die gerade in der Gothic-Scene lange kein Tabuthema mehr ist.

Die ersten Töne kommen aggressiv, jedoch sehr elektronisch daher. Der Text handelt über Selbstverletzung. Ob Eisbrecher damit erreichen wollten, die ganze Thematik schön zu reden, sei dahingestellt. Auf jeden Fall ist die „Radio Version“ des Songs ein Ohrwurm. Vergleiche mit Oomph! oder teilweise Rammstein kann man wohl nicht verleugnen.

Trotz allem kommt Eisbrecher selbstsicher und mit guten Songs daher. Das zweite Stück ist der „Noel Pix Klingklang-Mix“ von „Leider“. Und „leider“ sagt mir die Version nicht ganz zu. Zu elektronisch? Auch wenn Eisbrecher Elektrorock machen, vermiss ich doch die Gitarren.Das selbe Spiel bei der „The Rectrosic-Mix-Version“. Kein schlechtes Lied, jedoch mit der Originalversion nicht zu vergleichen. Zieht sich alles etwas zu lange hin. Als Bonus gibt es auf der Single ein kleines Video für den Computer. Es beinhaltet das Lied „Willkommen im Nichts“ aus dem Debütalbum „Eisbrecher“. Ein schöner Livemitschnitt.

Wer also auf Elektrorock der eleganten Sorte steht, gern Rammstein hört oder sich vor allem als ein Megaherz-Fan betitelt, der darf blind zu greifen. Als Freund der elektronischen Musik sicherlich kein Fehlgriff. Man sei gespannt auf das Album „Antikörper“.

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Label: AFM Records
Genre: Elektro Rock
Releasedate: 2006-07-14
Web: http://www.eis-brecher.com
Punkte: 6

Autor: Ulle

Eisbrecher & ZIN

Dass der Winter sich langsam aber sicher ankündigt, wird schon den meisten aufgefallen sein, aber am vergangenen Sonntag brach über Osnabrück die Eiszeit herein. Eisbrecher spielten mit Zin als Support im Hyde Park und präsentierten ihr neustes Album.

Pünktlich um 20 Uhr begannen Zin mit einer Mischung aus Alternative und elektronischen Klängen um das Publikum vor dem Frost etwas warm werden zu lassen. Zwei Alben und eine Single haben die vier Jungs schon herausgebracht und traten äußerst charismatisch auf. Das Stück „Symbiosis“ zum Beispiel war ein ruhiger Song, jedoch war ebenfalls einiges Material dabei, das zum Mitfeiern einlud. Auch wenn sich zu diesem Zeitpunkt nur wenige Fans vor der Bühne versammelt hatten, hat die Band sich absolut Mühe gegeben und konnten sicherlich einige Zuhörer von ihrem Sound überzeugen. Mit den Worten „Auf Wiedersehen“ in ihrem letzten Stück verabschiedeten sich die vier Leipziger und überließen die Bühne dem Hauptact.

Nach einer kurzen Pause hätte es wohl eisig werden sollen im Hyde Park, doch stattdessen brachten Eisbrecher, ganz getreu ihrem Namen, die Menschenmenge zum kochen. Begonnen wurde mit dem Tourthema und gleichnamigen Albumtitel „Eiszeit“, bei dem die Künstler noch in dicken, mit Pelz besetzten Mänteln auf die Bühne traten, die aber schnell abgelegt wurden. Titel wie „Böse Mädchen“, „Bombe“,„Schwarze Witwe“ und „Kinder der Nacht“ repräsentierten das aktuelle Album und wurden vom Publikum begeistert aufgenommen und mitgesungen. Mitunter wurde es allerdings ganz still im Raum, als ein besonderes Stück erwartet wurde, für das Gitarrist Noel Pix und Sänger Alexx die Akustikgitarren hervorholten. Es entpuppte sich als eine Version des Klassikers „Tränen lügen nicht“, in dem insbesondere über Niedersachsen berichtet wurde.

Die Songs wurden mit dem Augenmerk auf Abwechslung ausgewählt und waren eine gelungene Mischung von Stücken aus allen vier Alben, die von der Gruppe bisher erschienen sind. Besonders natürlich die aktuelle Scheibe und der Vorgänger „Sünde“ kamen nicht zu kurz. So wurden der Hit „Leider“, der häufig auch in einschlägigen Discos gespielt wird, sowie zum Beispiel „Heilig“ und „Komm süßer Tod“ gespielt. Als Sänger Alexx begann, sich mit einem Jägerhut und einer, ebenfalls an die Jagt erinnernde, Weste zu kleiden und nebenbei die Fahne von Bayern schwenkte, konnte dies nur eine Ankündigung bedeuten: der nächste Song heißt „This Is Deutsch“, einem sehr gesellschaftskritischem Stück vom Album „Sünde“. Der Titel „Amok“ wurde ebenfalls eindrucksvoll inszeniert, abgesehen vom Sänger schlugen alle vier Musiker gehörig auf die Pauke, beziehungsweise auf große Trommeln und erzeugten dadurch einen stimmungsvollen, brachialen Klang.

Das Publikum blieb bei diesem Konzert bei weitem nicht außen vor, der Kontakt zur Band war ausgesprochen persönlich. So gab Sänger Alexx nach einigen Schlücken gern seine Flasche Jack Daniels an die Meute weiter oder ließ die erste Reihe sich gesanglich beteiligen, wobei mehr oder weniger gute Sänger und kreative Textzeilen an den Tag kamen. Aus dem Titel „Miststück“ wurde die männliche Form „Mistkerl“. Sympathien sammelte die Band außerdem durch selbstironische Witze über ihr Konzert am kommenden Donnerstag zusammen mit Alice Cooper.

Abgesehen vom stellenweise etwas durchwachsenen Sound war es insgesamt ein schönes, eiskalt und gleichzeitig heißes Konzert mit gut gemischten Songs und einer Band, die sichtlich Spaß an ihrem Auftritt hatte. Und wenn man noch nicht genug bekommen kann, muss nicht einmal lang gewartet werden, denn die Jahresabschlusskonzerte im Dezember stehen an.

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Location: Hyde Park, Osnabrück
Datum: 2010-11-07
Autor: Elaness


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