Wertung: 9 von 10

Elvis Jackson klingt nicht unbedingt nach dem Namen einer slowenischen Ska Punk-Band und “Against The Gravity” nicht unbedingt nach einem passenden oder einfallsreichen Albumtitel. Gut, dass in diesem Fall nichts davon über den Inhalt Aussage hat.


Elvis Jackson stammen aus Slowenien, wurden 1997 gegründet und haben seitdem vier Alben veröffentlich. zuletzt “Against The Gravity”, um das es sich hier drehen soll.

Wenn ich dieses Mal behaupte, diese Veröffentlichung trifft sicher viele Geschmäcker, dann liegt das vor allem daran, dass sich Buda, Slavc, Sorzak und Berto offenbar nicht entscheiden können oder wollen, was sie eigentlich als Steckenpferd haben. Das muss man sich ungefähr so vorstellen:

Man wird mit einer Punk/Hardcore Nummer begrüßt, macht einen Ausflug in die Ska/Punk/Metal Gegend, durchquert eine Rap geprägte Rockgegend und besucht noch die Reggae Sparte, um dann alles in den fiktiven Mixer zu schlonzen, bis man das Genreraten in die Tonne knüppelt. Das ist schon mehr als Vielfältigkeit und kann leicht zu Müll werden. In diesem Fall aber schaffen diese vier Slovaken doch eindeutig, es aufs höchste kreativ anzugehen und darüber hinaus in keinster Weise zu langweilen. Mir ist kein Song sonderlich negativ aufgefallen, der nicht in seiner Machart ein riesiges Potenzial zum Ohrwurm hat. Die Mitte soll eigentlich Punk bleiben, jedoch wagen die vier Slowenen einiges, teilweise ganz darauf zu verzichten, weshalb meine Genrebezeichnung auch nicht zu 100% genommen werden kann.

Ebenso variabel wie der Sound wirkt Sänger Buda, dem fast jeder Genre Schuh auf diesem Album zu passen scheint, allerdings wirken die Metal Parts recht aufgesetzt, dafür hat er eindeutig zu wenig Kraft in der Stimme.

Absolut abartig ist das Cover, rumfliegende Fische auf Surfer, gemacht in grellsten Pastellfarben. Positiver Nebeneffekt: Sollte jemand durch dieses Review verlockt sein, diese CD zu kaufen, dann muss man einfach nach dem buntesten Cover schauen.

Aber wenn man das mal ignoriert, haben Elvis Jackson ein Glanzstück zusammen gebastelt, das meiner Meinung nach absolut unterhaltsam und grandios gemacht ist. Selten funktioniert ein so experimentaler Sound so gut und mitreißend. 4,5 Gitarren!

Trackliste:

  • 01. Against The Gravity
  • 02. Wake Me Up!
  • 03. Sweet Perfection
  • 04. Dry Your Tears
  • 05. Breaking The Silence
  • 06. Not Here To Pray
  • 07. This Time
  • 08. Street 45
  • 09. Salvation
  • 10. A Glass Of Tequila
  • 11. The Burned Out Flame
  • 12. Boyz And Girlz
  • 13. What Took You So Long
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