Wertung: 8 von 10

Nach der Reunion 2006 liefern “Eternal Tears Of Sorrow” ihr mittlerweile schon sechstes Album. Laut Label sei “Children Of The Dark Waters” der absolute Höhepunkt der Bandkarriere und setze damit einen Meilenstein im gesamten Genre.


Ob man dies nun übertrieben finden mag oder nicht, so daneben liegen die Leute von Massacre Records mit ihrem Eigenlob gar nicht. Gleich das erste Stück “Angelheart, Ravenheart (ActII: Children Of The Dark Waters)” schließt perfekt an das tolle Vorgänger Album an und ist die Fortsetzung von “Angelheart, Ravenheart (ActI: Before The Bleeding Sun)”. Track 1 funktioniert gleichzeitig als eine Art Intro und schafft es mit bombastischem Chorus, Chor- und Orchesterbegleitung und wenig Text, Spannung aufzubauen und Lust auf mehr zu machen.

Die nächsten beiden Songs bieten sogar mehr als erwartet. “Baptized By The Blood Of Angels” weist ein ziemliches Tempo auf, wobei die Melodik in keinster Weise zu kurz kommt. Auch hier werden gekonnt Chorspuren eingesetzt, was aber nie zu dick aufgetragen wirkt. Verfeinert wird der Song von einem gut gelungenen Solo, was gegen Ende von einem Keyboard-Solo weitergeführt wird und etwas an Children Of Bodom erinnert.

Lied Nummer drei ist mein persönliches Highlight. Die mitreißende Halbballade “Tears Of Autumn Rain” wurde schon vorab als Single veröffentlicht und wird zum größten Teil von Jarmo Kylmänen gesungen. Sein klarer Gesang ist, im Gegensatz zu manch’ anderer Melodic-Death-Band, eher in tieferen Gefilden beheimatet. Die Band hat durch seinen Neuzugang 2008 ganz klar einiges dazugewonnen, was Jarmo auch in “Sea Of Whispers” unter Beweis stellt. “Summon The Wild” klingt leicht nach Black-Metal-Einfluss und “Nocturne Thule” bildet den krönenden Abschluss und zeigt, dass einige Songs auch Ohrwurmcharakter haben. Insgesamt ist das Album sehr abwechslungsreich, mal düster, melancholisch, dann wieder schnell und aggressiv.

Mit “Children Of The Dark Waters” haben Eternal Tears Of Sorrow an Power noch einen Zahn zu ihrem Vorgänger “Before The Bleeding Sun” zugelegt und Musik komponiert, die nicht so schnell langweilig wird, aber etwas Zeit braucht um reinzukommen. Ob sie damit einen Meilenstein im Melodic-Death Metal Genre geschaffen haben ist wohl etwas überzogen. Doch, dass sich die Band auf einem oder vielleicht “dem” Höhepunkt ihrer Karriere befindet, ist da schon naheliegender.

Copyright © 2017 Metaller.de

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen