Ich traf Bitter Piece nach einer durchzechten Nacht in ihrem

„Probenhaus“ in dem schönen ländlichen Dörfchen Schwagstorf.

Die noch

etwas verdatterten und müde dreinschauende Band gibt uns redselig

einige coole Auskünfte.

OM: Hallo Jungs, ihr seht ja noch etwas verschlafen aus, wie spät wurde es denn gestern?

BP: Wenn wir das wüssten, wir haben jedenfalls bis 2 Uhr nachmittags, schön locker geschlafen.

OM: Ja dann seit ihr ja fit. Mal ganz im ernst, das wievielte Interview ist das heute für euch?

BP: (allgemeines Gelächter) Ähm, ja, nein also, das ist

unser erstes Interview. Sagen wir 90 % der Band hatten noch kein

Interview. Unser neuer Bassist hatte schon mit einer anderen Band

Interviews.

OM: Wie lange seit ihr denn heute schon am Proben?

BP: Ja, ganz ehrlich, wir haben grad unser erstes Lied

angespielt. Wir üben jetzt die Stücke ein für das Metal Battle ein. Da

wir

wie gesagt einen neuen Bassisten bzw. unseren ersten Basser haben, muss

noch etwas geprobt werden. Ganz unvorbereitet will man ja nicht in die

ganze Sache rutschen.

OM: Der erste Bassist, wie viel Gigs habt ihr denn ohne Bassist gespielt?

BP: Das waren bis jetzt erst 5 Gigs, also insgesamt.

OM: Eure erstes Konzert war in Hagen ist das richtig?

BP: Nein, nicht ganz, bei der Come Down To Rock Geschichte,

war das glaube ich unsere 2. oder 3., der erste Gig war in

Osterkappeln. Der Ort liegt hier ganz in der nähe, das war ganz

bodenständig in der Schützenhalle. Das muss so ein Abifestival gewesen

sein, jedenfalls weiß ich noch das es

ne richtig fette Anlage war und alles sehr professionell war.

Abgemischt wurden wir von Nico Neubert, der hat eigentlich schon einen

recht bekannter Name in der Szene und hat schon Größen wie zum Beispiel

Amon Amarth oder sogar die Skorpions an den Reglern gehabt.

OM: Ihr seit, wie schon oben kurz angesprochen am

Wochenende beim Metal Battle, dem Bandwettbewerb zum Wacken Open Air in

Deutschland. Was erhofft ihr euch denn dadurch, seht ihr Chancen zu

gewinnen?

BP: Wie soll man das sagen, also man geht schon mit einem

gewissen Gefühl daran und hofft sich dadurch natürlich irgendwie einen

guten Namen zu machen, das ist ganz klar.

Aber meine persönliche Meinung ist ganz einfach, ich geh dort mit der

Einstellung hin, dass dort viele von meinem Freunden sind und auch viele

die unsere Mukke hören wollen. Bei mir ist es wirklich so, man spielt

einen Gig und hat Spaß

daran. Sicher hat man natürlich auch das Ziel dort einiges zu

erreichen.

OM: Wie läuft das ab, was passiert mit euch wenn ihr gewinnen solltet?

BP: Wenn du das Wacken Metal Battle gewinnst, fährst du

direkt nach Wacken in eine angesagte Dorfdisse und dort gibt es dann

nochmal einen Contest zwischen den Metal Battle Gewinnern aus den

anderen

Bundesländern, quasi 16 – 14 Bands die an einem Abend dort spielen. Und

dann wird der letztendliche Sieger ermittelt. Die ersten 3 Plätze

dürfen dann ein Set von 20 Minuten auf einer der Wacken Bühnen spielen.

OM: Wie kam es, dass ihr in eurer jungen Band-Geschichte daran gekommen seit?

BP: Ja, eigentlich ganz einfach, wir haben uns beworben und haben das

Glück gehabt dort genommen zu werden.

Wir haben einfach unser Live Demo dort zum Veranstalter geschickt, der

eigentlich gesagt hat; Leute, wir wollen nur Studioaufnahmen. Trotzdem

haben wir uns gesagt; komm wir trauen uns das zu, wir haben halt nur ´ne

Liveaufnahmen und die schicken wir da dann hin. Sie ist da wohl

trotzdem wohl eingeschlagen wie eine Bombe und tja dann haben sie unser

Management angerufen und seit dem sind wir dabei. Es war auch wohl so,

das sich nicht wenige Bands dort beworben haben und dort dann zu landen

ist schon ein gutes Gefühl.

OM: Was für Musikrichtungen sind dort vertreten?

BP: Ja, ganz Wacken-typischer Metal, also es gibt dort

eigentlich alles; von ruhigen Metal über Thrash. Alles halt. Von

Hardcore bis Grindcore.

OM: Was habt ihr eigentlich im Jahr 2006 für große Dinge geplant?

BP: Da wir jetzt unseren festen Bassisten gefunden haben,

geht es jetzt daran die noch nicht fertigen Songs zu vervollständigen

und eine Studioaufnahmen in die Wege zu leiten.

Das ist eigentlich das oberste Ziel dieses Jahr, ja gut das Wacken ist

nächste Woche. Tja, aber da kann man halt noch nicht viel sagen, das

muss man dann entscheiden.

OM: Studioaufnahme? Wo ist die geplant, direkt hier im Proberaum?

BP: Ne, ne, also hier ganz bestimmt nicht, wenn dann schon

Richtung Studio, das soll schon eine sehr gute Qualität sein. Wir sind

da auch schon am herumschauen und aussuchen. Ganz interessant ist auch

das Studio in Bramsche TonAWare, die Jungs kennen wir nämlich schon,

die haben nämlich unsere Liveaufnahmen abgemischt.

OM: Oh, eure Live Demo habt ihr in Bramsche aufgenommen, wie ist denn die Atmosphäre in der Webschule?

BP: Gut, an dem Abend wo wir da gespielt haben war leider

jetzt nicht soviel los, aber wir finden die Webschule echt genial. Dort

hast du immer guten Service, bekommst genug zu trinken, das ist schon

toll. Auch die

Technik ist da doch recht professionell, das macht schon Spaß da zu

spielen.

OM: Ja, Bramsche ist dort schon etwas Metallastiger, findet ihr nicht?

BP: Ja, es geht, ich würde eher sagen, das dort ziemlich

groß die Alternative und Rock´n´Roll Schiene beheimatet ist. Ich schau

mir halt öfters auch mal den Veranstaltungskalender an und wenn ich

dort so schauen, den Metal wie wir es spielen der wird dort nicht oft

gespielt.

OM: Das ist auch eine gute Frage, was spielt ihr überhaupt für einen „Metal“?

BP: Puh, ja es ist eine grobe Mischung aus allen möglichem,

also Black Metal Parts, wir haben auch oft auch Sets die Melodisch

sind. Ein bisschen von allem,

aber Thrash ist dort auf alle Fälle auch mit drin. Manchmal wage ich

auch schon mal zu sagen, das wir auch Hardcore-Parts im Set haben, aber

nur manchmal.

OM: Und das macht ihr nicht weil ihr Osterkappeln berühmt machen wollt sondern weil euch das Ding Spass macht, oder?

BP: Ja klar, wir haben uns als Band halt irgendwie gefunden

weil wir alle Bock hatte diese Musik zu machen und dann war die erste

Probe, der erste Song

und dann war allen klar, diese Art von Musik machen wir jetzt.

OM: Ja, Probe, also ihr habt ja irgendwie schon eine coole

Location. (Kurz zur Erklärung an die Leser: Der „Proberaum“ ist ein

einsames leer stehendes „Riesen“-Haus mitten in der Walachei, in der

Nähe von Osterkappeln)

BP: Das wird irgendwann mal das Bitter Piece Headquarter sein…(lacht)

OM: Das ist es doch jetzt auch schon oder nicht, also das kann auch nicht jede Band von sich behaupten; ein Haus als Proberaum.

BP: Ja, das ist ja nicht unser einzigster Proberaum

gewesen, wir waren in diversen Räumen in Osnabrück. Aber angefangen hat

alles in einer Gartenlaube eines Bekannten.

Ja, das waren noch Zeiten.

OM: Momentan habt ihr ja schon einen kleinen Hype? Das ist doch

alles schon recht positiv, gibt es denn auch richtige Kritiker, die

sagen das geht ja gar nicht?

BP: Nein, also um ehrlich zu sein, nein, man muss sagen

das die echte Kritik eigentlich aus dem direkten Freundeskreis kommt.

Bei uns ist das so, die Band existiert

mit dem Namen Bitter Piece und so weiter… und drumherum hat sich im

Laufe der Zeit, eine riesengroße Community gebildet. Durch unsere

Freunde die oft dabei sind wenn wir

hier proben. Und wenn dann jemanden was nicht gefällt, dann wird das

auch gesagt.

Wir sind zwar schon als Band so veranlagt, das wir sagen, wir ziehen

unser eigenes Ding durch, aber wir hören schon auf unsere Fans.

OM: Ihr sagt ja ihr macht es wirklich weil es Spass macht?

BP:Ja, wir wurden ja selber von dem ganzen Trubel

überrumpelt, wir hätten uns das vor einem Jahr noch nicht ausmalen

wollen, das wir solche Sachen machen.

Das war ja wirklich, einen Spaß-Sauf-Combo, so hat es wirklich erst

angefangen. Wenn man unsere ersten Aufnahmen hören würde dann würdest

du das auch verstehen. (lacht)

Na ja, aber irgendwann ging das einfach so weiter und wir haben an uns

gearbeitet. Da sich jeder irgendwie in die ganze Geschichte hinein

gesteigert hat und jeder sein Herz damit rein gebracht hat sind wir

glaube ich jetzt da wo wir jetzt sind.

OM: Super Sache, dann wünsche ich euch viel Glück auf dem Metal Battle.

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