Ich treffe die Jungs kurz nachdem sie ihre Sachen im “Prime Club” abgeladen haben. Der erste Eindruck: Man sind die Jungs groß. Nein wirklich! Alle, aber wirklich alle, sind mindestens 2 Köpfe größer als ich. Daher erschließe ich mich; das Interview muss im Sitzen stattfinden! Kurz entschlossen gehen wir in die “Mambo Bar” gleich nebenan. Bei einem kleinen Kölsch reden die netten Jungs aus dem Nähkästchen… OM: Hallo Jungs, erstmal vielen Dank für die herzliche Einladung! DiG: Kein Problem, super das ihr den Weg hier hin gefunden habt. OM: Ja, das mit dem Weg war so eine Sachen…. Ihr spielt heute hier im “Prime Club”, einem doch recht kleinen Club, wie viele Leute werden euch heut erwarten?

DiG: Normalerweise, so auch heute, wissen wir das gar nicht; da ja die c/o Pop heute in Köln ist könnte es wohl mehr werden, aber genau wissen wir das vorher gar nicht. Man lässt sich immer überraschen. OM:Wisst ihr eher im Voraus, das viele Leute da sind, oder eher wenn ihr dann auf der Bühne steht? DiG: Na ja, meistens erst wenn wir dann auf der Bühne sind, klar schaut man mal raus, aber meistens bekommen wir so nichts mit. OM: Bereitet ihr euch auf so einen Auftritt noch vor oder kommt es wie es kommt? DiG: Nein, eigentlich nicht. Man macht zwar seine Proben immer aber richtig vorbereiten, ne eigentlich nicht. Wir proben, wenn wir nicht unterwegs sind, eigentlich 2-3 Mal die Woche. OM: Wie sieht eure Setlist heute aus, oder wird noch nicht verraten? DiG: Sowas wissen wir eigentlich vorher nicht, das wird eigentlich immer spontan entschieden, kurz vor dem Auftritt steht es aber immer fest. OM:Das neue Album ist ja jetzt schon ein paar Tage draußen, hören wir heute auch ein paar neue Songs, die nicht auf dem Album sind? DiG: Wir werden heute natürlich Songs vom aktuellen Album spielen, na klar auch vom alten. Aber ganz neue Songs gibt es glaube ich noch gar nicht bzw. sind noch nicht fertig. OM: Wo wir grad bei dem Stichwort Album sind: “BEHIND THE CURTAIN OF A MODERN TOMORROW” – Das aktuelle Ding von euch, wie lange wart ihr dafür im Studio? DiG: Für das Album waren wir ungefähr 3 Wochen im Studio. Manchmal hangen wir dann fast den gesamten Tag im Studio, aber nur manchmal. OM: Habt ihr noch Gig´s nebenher gespielt oder, habt ihr vollkommen auf das Album konzentriert? DiG: Nein, also in der Zeit haben wir uns nur auf das Album konzentriert und nichts anderes. OM: Ihr habt das Album in den “Woodhouse Studios” in Hagen aufgenommen; wie lange sitzt man eigentlich da, bis ein Song wirklich pressreif ist? DiG: Meistens so 1-2 Tage, wir haben alles nacheinander eingespielt, sprich, mal Jörg dann danach Max, also nie live zusammen, von daher war die Prozedur dann doch etwas langlebiger. OM: Geht das dann nicht manchmal an die Nerven oder ist dass immer purer Spaß? DiG: Wie gesagt, da wir nicht live eingespielt haben waren wir nicht immer alle zusammen im Studio, dann geht das. (lacht) OM: Euer Album ist ziemlich emotional aber auch an einigen Stellen politisch. Z.B. der Song “Jihad”. Hat das einen Hintergrund oder eher nicht?

Dig: Ja das stimmt, ich interessiere mich sehr für Politik und deswegen versuch ich, das in meinen Songs zu vermitteln, also euch das dann weiter zugeben. OM: Ist irgendwann mal ein Live Album zu bekommen oder ist so was mal geplant?

DiG: Geplant ist das irgendwann schon, aber das Problem ist, einen vernünftigen Ort zu finden. Außerdem will man ja eine gute Show bieten oder man will straight spielen. Es ist klar, das wenn man auf der Bühne steht und eine extreme Show spielt, das nicht jeder Akkord passt. Da muss man echt ein Kompromiss finden. OM: Live

Auftritt; heute spielt ihr eigentlich mit einer coolen Truppe ,unter anderem “Union Youth”, habt ihr mit den Jungs schon mal irgendwann gespielt? DiG: Ne, leider noch nicht, das ist unsere erste Show mit ihnen, wir haben auch noch nicht mit ihnen gesprochen, also mal überraschen lassen. OM: “Union Youth” sind ja fast genauso auf dem aufsteigenden Ast, wie ihr gibt es da Neid zwischen den Bands oder alles Friede Freude Eierkuchen? DiG: Ne, also Stress auf keinen Fall, eigentlich gibt es sowas nie, wir haben es jedenfalls noch nicht erlebt. OM:Also man versteht sich eigentlich immer hinter der Bühne? DiG: Ja, klar, also da gibt es echt fast nie Probleme! OM: Ich habe mal so auf das Tour-Buch geschaut, da ist mir eine Sache aufgefallen, ihr spielt sehr oft am WE. Ist momentan nicht anders drin, oder wird in der Wochen beispielsweise viel Geprobt oder im Studio gearbeitet? DiG: Naja, einige von uns müssen arbeiten oder schreiben momentan ihr Examen, und natürlich wird auch viel geprobt. So, dass dann nur wirklich am Wochenende Zeit für die Gig´s sind. OM: Ich habe gelesen, dass ihr in den letzten Jahren über 150 Shows gespielt habt. 2001 gegründet, 4 Jahre? Wie habt ihr euch eigentlich kennen gelernt? DiG: Also, eigentlich kannten zwei von uns sich schon von anderen Projekten, wir waren eigentlich immer die Leute, die was in der Band machten, also Bock auf was hatten. So, und dann irgendwann hat man sich bei Jörg im Keller getroffen und hat ein wenig gejamed, und so ist dann Days in Grief entstanden. OM: Köln, heute Heimspiel! Freute es euch heut hier zu spielen? DiG: Ja, klar, der “Prime Club” ist auch nicht unbekannt, also wird bestimmt lustig! OM: Wohnt ihr noch in Köln? DiG: Ja, wir alle wohnen noch in Köln, da wie gesagt die Arbeit ruft und halt auch die Examen. OM: So, jetzt sind wir schon fast am Ende, aber ihr müsst mir noch zwei Sachen, verraten: Euer nächster großer Gig ist wo? DiG: Chemnitz, öhnm unseren Bus hast du ja gesehen, der Ford Transit, der auch gerne mal die 80 nicht überschreitet, also wird das wohl ein 8 Stunden Trip. OM: Was hört ihr privat, neben Days in Grief natürlich? DiG: Uff, das ist schwer; alles quer Beet, es kann sogar mal Hip Hop sein, aber das ist dann Jörgs schuld. OM: Ja Jungs, danke für das Interview, super toll ich wünsche viel Spaß! DiG: Da können wir nur gleichfalls sagen!

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