OM: Hallo The LoveCrave, danke, dass ihr uns für ein Interview zur Verfügung steht!

Francesca: Hallo, es ist uns eine Freude, zu antworten.

OM: Stell euch doch unseren Lesern zunächst einmal vor. Wer macht was bei euch?

Francesca: Wir sind TheLoveCrave und kommen aus Norditalien. Zwei von uns kommen aus Milan und zwei von uns aus einer Kleinstadt in der Nähe von Venedig.

Tank Palamara ist der Gitarrist und leitet die Produktion, Iakk ist der Schlagzeuger, Simon Dredo spielt Bass und ich bin Francesca Chiara als Sängerin.

OM: Hast du vorher schon in anderen Bands gespielt?

Francesca: Ja, ich hatte massig Bands, von New Punk bis zum klassischen Metal, von Elektrorock bis Grunge. Ich habe viele Musikstile durchprobiert und das hat mir sehr geholfen, meine Gedanken der Musik gegenüber offen zu halten.

OM: Wie bist du zum Gothic Rock gekommen?

Francesca: Meine musikalische Seele war immer schon sehr dunkel, so dass jeder Stil, den ich anvisierte, sich etwas in Gothic verwandelte, ganz egal welche Musikrichtung. Aber ich habe dann realisiert, dass Gothic Metal meine liebste Musik ist, als im Jahre 2000 mein Soloalbum herauskam.

OM: Welche Musik oder Bands hörst du so privat?

Francesca: Ich bin ein großer Fan von Queensryche und dem aktuellen Iron Maiden Album. Aber die Shows, bei denen ich nicht still stehen kann, sind die von AC/DC.

Ich mag auch sehr gerne Electronic, meine liebsten Bands in dieser Richtung sind Depeche Mode und Nine Inch Nails.

OM: Habt ihr euren Stil an bestimmten Bands orientiert oder irgendwelche Vorbilder?

Francesca: Unser Stil ist ein Mix aus allem Möglichen! Wir haben unsere ganzen Hintergründe der Bandmitglieder genommen und zusammengemischtg, von Heavy Metal bis Electronic, von Gothic bis Hard Rock. Das Resultat ist unsere eigene musikalische Welt, aber wenn du gut hinhörst, kannst du alle Einflüsse erfassen. Denn diese Einflüsse sind ein Teil von uns, teil unserer Vergangenheit und es hat uns eine lange Zeit gekostet, eine musikalische Formel zu finden, wo all die Sounds unseres Lebens zusammenpassen.

OM: Erzähl uns doch bitte etwas über die Gothic-Szene in Italien.

Francesca: Die Gothic- Szene ist in Italien gerade am wachsen. Das erkennt man ganz deutlich an der ganzen Menge an Leuten, die die Clubs Füllen und die Konzerte besuchen.

Viele italienische Bands arbeiten mit internationalen Labels und in Italien sind die Record Companys noch komplett blind. Es ist unglaublich, aber glücklicherweise sind wir durch das Internet nicht von der Welt abgeschnitten!

OM: Vor kurzer Zeit hattet ihr mit The Birthday Massacre eine Tour in Deutschland. Wie war euer Eindruck? Was denkt ihr über die deutschen Fans?

Francesca: Wir hatten einen Wahnsinns-Spaß!!! Wie nahmen die ganze Tour auf und in einiger Zeit werden wir uns zusammensetzen, die Bänder ansehen und die ganze Zeit lachen. Uns sind einige unglaubliche Sachen passiert. Wir sind etwas verschreckt und etwas ängstlich, um für eine neue Tour aufzubrechen, weil wir niemals heile wieder nach Hause zurückkommen würden.

Trotzdem, die Jungs von TBM waren sehr nett und das deutsche Publikum auch! Das Feedback der Leute war viel heißer, als wir erwartet hatten, und obwohl wir in Deutschland unbekannt sind, genossen die Leute unsere Songs – und das war richtig cool.

OM: Mit „The Angle And The Rain“ habt ihr ein geiles Album auf den Markt geworfen, welches zum Beispiel 4,0 von 5 Punkten bei OsnaMetal.de bekommen hat. Habt ihr diesen Erfolg erwartet?

Francesca: Vielen Dank für eure Bewertung! Um ehrlich zu sein haben wir eine Masse an Studioarbeit investiert und wir arbeiteten auch viel am Songwriting, aber so mögen wir das Ergebnis und sind ziemlich stolz darauf.

Wir investierten all unser weniges Geld und all unseren Schweiß in die Scheibe, so dass es unser kleiner Schatz ist. Wir hatten niemals irgendwas erwartet und nichts kann uns irgendwie verletzen. Wir sind nur sicher, dass es ein gutes musikalisches Werk ist und wir sind sehr froh, es herausgebracht zu haben.

OM: Wie war die Zeit im Studio? Hat sie euch gefallen?

Francesca: Wir haben die meiste Arbeit in unserem Homestudio gemacht und das professionelle Studio nur für Drums, Bass und Gitarre und, natürlich, für das Abmischen genutzt..

Die ganzen elektronischen und digitalen Sounds, Gesang, Backing und Keys nahmen wir zu Hause auf. Das Mastering übernahm Alex Klier in München.

Wenn du zu Hause arbeiten kannst ist es sehr lustig, weil du nicht immer eine Uhr im Kopf hast, die sagt „50 Euro… 100 Euro…“! Du kannst Zeit „verschwenden“ und die Sache langsam angehen lassen. Wenn es nicht weitergeht, kannst du eine Pasta kochen und die Probleme für eine Weile vergessen!

OM: Ist eine neue Tour geplant? Oder arbeitet ihr schon an einem neuen Album?

Francesca: Wir bereiten zur Zeit eine Live-Show vor. Die Auftritte mit The Birthday Massacre waren eine Chance zu experimentieren, aber nun proben wir professioneller. Das nächste Album betreffend haben wir schon einige Ideen, aber wir können noch nicht richtig dran denken, es sind noch viele Sachen zu tun. Zum Beispiel zunächst die Tour.

OM: Ihr habt euch ja 2004 gegründet. In diesem Kontext erscheint euer Erfolg spektakulär! Was ist euer Geheimnis?

Francesca: Wir sind ziemlich hungrig! Ich meine es ist so, als wenn du viele Jahre in einem Gefängnis leben musstest und dann entlassen wirst. Alles, was du draußen siehst, kann dich überraschen und bereitet dir Freude.

Das ist es, was uns passiert. Alles ist neu. Italien ist ein Grab für Metal und generell Rock, und wie ich schon vorher sagte danke ich Gott, dass das Internet erfunden wurde, so dass es keine Limits oder Gefängnisse mehr gibt, egal, wo du herkommst.

OM: Was ist dein Lieblingssong auf „The Angle And The Rain“?

Francesca: “Little Suicide”… der Song kam von nirgendwo. In wenigen Minuten war der Raum voll mit dieser Instabilität und dieser stillen Wut in einem. Immer, wenn ich es mir anhöre, ist es wie das erste Mal, es berührt mich wirklich. Ich kann es nicht ändern.

OM: Wie seid ihr zu dem deutschen Label „RepoRecords“ gekommen?

Francesca: Wir hatten gerade den fünften Song fertig gestellt, als wir eine E-Mail von Kai von ReproRecords bekamen. Er hatte einige Songs auf unserer MySpace – Seite gehört und kontaktierte uns.

Zu dem Zeitpunkt hatten wir schon 3 oder 4 Promos zu Plattenfirmen geschickt, aber als ich mit Kai sprach, hatte ich erstmals ein gutes Gefühl bei der Sache. Einige Monate später kam er nach Milan und wir unterschrieben den Vertrag.

OM: War es insgesamt schwer, ein Label zu finden?

Francesca: Ich muss sagen, dass wir sehr froh sind, direkt ein Label gefunden zu haben. Nach den ersten Rückmeldungen, die wir hatten, überraschte es uns schon ziemlich positiv, dass wir einen Vertrag bekommen sollten.

Ich denke, das Ganze hängt von der Qualität der Musik ab, die du machst. Vielleicht ist es sinnvoller, höflich zu sein und zunächst ein Jahr mehr zu nutzen, um wirklich gute musikalische Arbeit abzuliefern, anstatt den ersten halbfertigen Mix abzusenden.

OM: Was hältst du von Lacuna Coil oder Nightwish, die ja auch female fronted sind?

Francesca: Ich mag beide Bands sehr gerne. Lacuna Coil haben einen sehr harten Weg in ihrer Karriere beschritten, ich bin sehr froh, dass sie nun erfolgreich sind. Es sind alles nette Jungs und Mädels und sie verdienen ihren Erfolg.

OM: Woran denkst du spontan, wenn du diese Begriffe hörst:

beste Band: – Iron Maiden

Gothic: – Leben und Tod

Italien: – lustiges Durcheinander

Live Acting: – Schreien

Alkohol: – Tank, wenn er betrunken ist

OM: Danke für deine Unterstützung, ich hoffe, wir sehen uns bald mal in Deutschland!

Dark Greetings Mandra

Francesca: Danke EUCH für euren Support!

Ich hoffe auch, dass wir uns sehen.

Ciao, Francesca

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