OM: Erzähl mal was über die jetzige Tour. Wie war der Start?

Pro-Pain: Bisher haben ja erst einen Auftritt gehabt. Der hat aber richtig viel Spaß gemacht. Und das ist doch die Hauptsache! Leider hatte nach dem Auftritt der Flug Verspätung. Wir sind quasi grade erst angekommen und sind alle übermüdet, aber mit genug Koffein…

OM: Und Alkohol…

Pro-Pain: Ja natürlich. Der sowieso!

OM: Nach eurem letzten erfolgreichen Album; Wie schaut´s mit einem neuen aus?

Pro-Pain: Wenn wir diese Tour beendet haben, ich denke so nächstes Jahr, werden wir uns darüber Gedanken machen, in welche Richtung das nächste Album gehen wird. Dann werden wir auch wieder proben, neue Songs schreiben und zurück ins Studio gehen. Wir müssen mal sehen wie das alles läuft, auch mit dem neuen Gitarristen und so. Es wird sicher sehr aufregend!

OM: Pro-Pain hat ein sehr großes Rapportiert an Songs. Kennst du alle? Könntest du jetzt spontan alle spielen?

Pro-Pain: Sicherlich nicht. Gary könnte, Tom müsste eigentlich auch jeden Song kennen und ich kenne alle Aufnahmen, bei denen ich gespielt habe, weil ich halt gespielt habe… Und natürlich die Songs, die wir live gespielt haben. Doch dass sind ja noch längst nicht alle! Also wir haben 14 Aufnahmen und ca. 120 Songs. Ich kenne ungefähr 75 davon. Aber dennoch ist das eine Menge, was man sich merken muss.

OM: Wie hat sich die Band seitdem sie existiert verändert?

Pro-Pain: Pro-Pain wurde gegründet als eine Hardcore-Band. Aber eigentlich ist Pro-Pain viel mehr eine Crossover-Band mit Elementen von Hardcore, mit Elementen von Metal und Rock ’n’ Roll.

Und alles was wir getan haben im Laufe der Zeit oder jedesmal wenn wir Aufnahmen gemacht haben, war die Richtung ein wenig zu ändern; Vielleicht ist dieses Album mehr ein Hardcore-Album und das könnte ehr ein Metal-Album sein. Aber es ist immer das gleiche Prinzip: Metal, Hardcore, Rock ’n’ Roll und gute Songs schreiben. Das wichtigste ist wirklich gute Songs zu schreiben. Und Gery schreibt verdammt gute Songs! Das ist auch einer der Hauptgründe warum ich glücklich bin in dieser Band zu spielen; wenn die Songs gut sind und du denkst „Year“, dann macht es auch mehr Spaß.

OM: Wieso hat sich euer Line Up schon so oft verändert?

Pro-Pain: Eine Band die über 15 Jahre mit der gleichen Besetzung spielt; das ist wirklich fast unmöglich. Und von Zeit zu Zeit ist frisches Blut gut. Etwas Neues in der Band. Das beschützt vorm alt werden – Wenn man eine lange Zeit zusammen spielt, dann kommt es vor, dass einer z.B. keine Lust mehr hat oder dass die Chemie einfach raus ist. Ich kenn auch nur eine Band, die länger als 30 Jahre ohne Line-Up-Wechsel gespielt hat. Guck dir die Beatles an: Sie haben aufgehört weil sie kein Line Up Wechsel haben wollten. George Harrison führte die Band und sie hätten Eric Clapton haben können. Aber sie sagten nein, scheiß drauf. Dies ist die Band!

Und in dieser Band; Wir sagen nicht: Oh. Diese vier Jungs für immer. Man muss immer sehen was kommt.

OM: Und ist das jetzige das Endgültige „Version“ von Pro-Pain?

Pro-Pain: Das würden wir gerne sein. Aber es ist wichtig: Eric Klinger ist nicht mehr in der Band. Er hat die Band aufgrund anderer Interessen verlassen. Wir drei; Gary, Tom und ich haben uns zusammengesetzt und haben entschieden: Ok, wir wollen keinen haben, mit dem wir nicht klarkommen, wir wollen jemanden haben, der die Band voranbringt. Wir hatten 4 Leute in Aussicht und einer davon, Marshall Stephens, ist ein guter Freund von mir seit 10 Jahren. Gary und Tom kannten ihn zwar nicht, aber wir haben uns getroffen und sie mochten ihn. Wir hingen herum, machten Späße, lachten; wir fühlten uns halt wie eine Band. Und dann trafen wir uns nochmal zur Probe. Auch da: Wir drei guckten uns an und dachten: Oh, cool. Das ist es! Deswegen hoffen wir wirklich, dass dies nun die finale Besetzung ist.

OM: Viele Bands wie Böse Onkelz, die genau so lange wie ihr Musik produziert haben, lösten sich auf. Habt ihr schon mal über diese Thematik nachgedacht?

Pro-Pain: Natürlich. Irgendwann kommt für jeden der Punkt dass man sagt: Ich hab keinen Bock mehr drauf. Aber jetzt spielen wir noch, und das ist auch gut so!

OM: In diesem Genre ist Pro-Pain ein Meilenstein. Für viele andere Bands seid ihr Vorbilder. Wie steht ihr dazu?

Pro-Pain: Ja, das ist wirklich cool; sehr beeindruckend. Ich erinnere mich noch genau an die Zeit als ich jünger war und zu anderen Bands hochgeschaut habe. In so einer Art Stellung sind wir jetzt. Ja, das ist unglaublich! Das macht glücklich. Ich meine wenn dir jemand erzählt, dass du für ihn der beste Drummer bist, dann bewegt das was in dir!

OM: Metalcore ist im Trent. Besonders in Italien entstehen viele neue Bands. Warum finden so viele Leute Gefallen an diesem „Geschrei“?

Pro-Pain: Ich weiß es nicht! Es tut gut seine Aggressionen raus zu lassen, dass sag ich aus Erfahrung. Und ich glaube, dass es nun ein weiterer Teil des Mainstream geworden ist. Das trifft es wohl am besten.

OM: Mehr und mehr amerikanische Bands kommen nach Deutschland. Was sagt das über das deutsche Publikum aus?

Pro-Pain: Hier ist es super um live Musik zu spielen. Deutschland ist einer meiner Lieblingsplätze in der ganzen Welt und wir werden ganz sicher wiederkommen!

Das coole an den Deutschen ist, dass sie offener für Neues, für Anderes sind. Da hast du z.B. einen Typen, der heute zu dieser Show kommt, um uns zu sehen und nächste Woche zu einem Robbi Williams Konzert geht…

OM: Du weißt, dass das jetzt auch genau so abgetippt wird?

Pro-Pain: Das ist ja nur ein Beispiel! In den Staaten ist es nämlich so, dass man nur das, oder das, oder das hört und dann auch nur zu den Shows geht. „Ich höre nur den harten Krams und das wars“

Deswegen… Wir kommen gerne hier her, andere auch und das wird auch so bleiben.

OM: Seid ihr immer noch nervös, wenn ihr vor einer großen Menge steht und da die Fetzen fliegen lasst?

Pro-Pain: Ja, sicher. Ich meine ich habe keine Bühnenangst oder so und jedesmal wenn wir einen Auftritt haben sagt ich mir nicht: Oh, schon wieder arbeiten, sondern ok, lasst es uns anfassen. Es ist halt kein normaler Job, bei dem man froh ist, wenn man Feierabend hat. Es gibt nichts cooleres auf der Welt; nicht Sex, nicht Drogen und auch nichts anderes!

OM: Ja, du hast es überstanden. Das wars. Danke für das Interview.

Pro-Pain: Ich danke dir für das Interview. Bis dann.

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