OM: Hi, Magna Mortalis!

Man konnte euch ja auf dem Wacken Metal Battle in der Lagerhalle in voller Größe bewundern.

Stellt euch doch unseren Lesern kurz vor!

Magna Mortalis: Magna Mortalis wurde im Juli 2006 in Hannover gegründet mit der Intention, harten technischen Death Metal mit Groove und Melodie zu spielen. Dabei sind: Ralf Dahle (git.), Arne Lipke (voc.), Jens Piasecki (bass) und Benjamin Komatitsch (drums)

OM: Wie sieht denn eure Bandhistorie so aus? Ich habe gehört, dieser war erst euer zweiter Liveauftritt, wie kommt das?

Magna Mortalis: Nun ja, uns gibt es ja auch erst seit etwas über einem halben Jahr, da mussten erst einmal genügend Songs für ein anständiges Live-Set geschrieben und geprobt werden, schließlich wollten wir den Leuten ja nix halbgares vor den Latz ballern.

Im Herbst 2006 haben wir dann in Eigenregie und quasi Homerecording-Verfahren unser „Demo 2006“ aufgenommen, so dass sich Gigveranstalter auch mal einen Eindruck von unserer Mucke machen können. Unser Live-Debüt haben wir dann auf einem Grind-/Death-Festival in Packebusch (Altmark) gegeben, und das Publikum ging gut ab. Im Vorfeld hatten wir unser Demo einfach mal an die Wacken-Metal-Battle-Leute geschickt und waren dann positiv überrascht, als die Zusage kam.

Leider war die Spielzeit mit 20 Minuten arg kurz, so dass wir aufhören mussten, als wir gerade richtig warm geworden waren. Es war aber trotzdem ein geiler Abend, vielen Dank an dieser Stelle noch mal an die W:O:A- und ICS-Leute, die das ganze superprofessionell durchgezogen haben!

OM: Wie würdet ihr selber eure Musik beschreiben? Was macht eure Songs aus?

Magna Mortalis: Apokalyptisch, düster, depressiv, destruktiv und brutal, guter Death Metal halt, haha!!! Es bleibt nix dem Zufall überlassen, die Stücke werden ausgearbeitet bis alles so ist, wie es sein muss. Klar, so ziemlich jeder sagt das über seine Musik, aber letztendlich versuchen wir doch die Musik zu machen, die wir zuhause auch hören wollen würden.

OM: Was bedeutet Magna Mortalis und warum habt ihr gerade diesen Namen gewählt?

Magna Mortalis: Die mittelalterlichen Pestepidemien wurden von den Chronisten als Magna Mortalis, als „das große Sterben“ betitelt. Dieses Szenario erschien uns als gute Metapher für unseren Sound. Außerdem ist der lateinische Name quasi international und dürfte überall verstanden werden.

OM: Wer von euch schreibt denn die Texte?

Magna Mortalis: Die schreibt hauptsächlich Arne, aber Jens steuert auch schon mal was mit bei. Inhaltlich geht es um die Abgründe der Menschheit, von Krieg bis zu nuklearen Endzeitszenarios, Pandemien und den Auswüchsen von Psychopathie.

OM: Wart ihr immer schon auf Death Metal aus, oder wie hat sich das entwickelt?

Magna Mortalis: Für uns als Band, stand nichts anderes zur Debatte. Sicher hört jeder in der Band privat verschiedenes Zeug, aber genau für Death Metal wurde Magna Mortalis gegründet.

OM: Wie fandet ihr die anderen Bands auf dem Metal Battle und fandet ihr die Entscheidung der Jury gerechtfertigt?

Magna Mortalis: Vom Programm her war es schon sehr abwechslungsreich, und da waren auch gute Sachen mit dabei. Vor allem mit D.A.M.N. stehen wir noch weiterhin in Verbindung.

Zur Jury-Entscheidung: Wir sind schon sehr stolz überhaupt aus so vielen Bewerbern ausgewählt worden zu sein und am Battle teilgenommen zu haben. Wie bereits erwähnt, es war beeindruckend, wie professionell Organisation und Technik waren.

Naja, gewonnen hätten wir hätten wir natürlich gerne, aber für unseren zweiten Auftritt überhaupt, waren wir schon sehr zufrieden.

OM: Ihr kommt ja auch aus Hannover (so wie ich), was sind dort eure Lieblingslocations?

Magna Mortalis: Wir hoffen, dass Emilio seinen SCUM-Club bald wieder eröffnet! Ansonsten gibt’s noch den Stumpf, den SOMA-Club, die Glocksee, das M.A.D., das Labor und natürlich Live-Locations wie Musikzentrum Hannover oder die Faust. Und im Bei Chez Heinz kann man vorzüglich 96 gucken!

Definitive Lieblingslocations gibt es jetzt für uns eigentlich nicht, es kommt immer drauf an, was gerade jeweils los ist. Aber generell geht in Hannover ja metalmäßig in letzter Zeit ziemlich viel.

OM: Wie sieht es dort generell mit der Metal- Szene aus?

Magna Mortalis: Momentan gibt es wieder eine kleine Welle junger und z.T. guter Bands, mal sehen, was da noch kommt. Das Klischee der „Hardrock-City“ stimmt aber so auch nicht mehr.

OM: Was hört ihr denn privat so für Mucke?

Ralf: Death Metal und ab und zu mal 70er Jazzrock!

Arne: Death Metal, Grindcore, Metal, Hardcore und diversen kruden Scheiß!

Jens: Death Metal und Grindcore!

Benjamin: Metal, Hardcore, Punk und durchgeknallte Scheiße!

OM: Was fällt dir/ euch zu folgenden Begriffen ein:

– Alkohol

Ralf: Ich muss ja leider immer fahren 😉 ansonsten gerne einen guten Rotwein.

Arne: Och, schon mal ganz gerne, Altbier und/oder Vodka!

Jens: Nur in Maßen.

Benjamin: Gerne einen guten Single Malt, 1:1 mit Wasser, so wie die Schotten!

Arne: Ouh, auch was feines!!

– Hannover

Jens & Ralf: Wir sind hier geboren.

Benjamin: Grau, trist, flach, einfach schön…

Arne: Hannover ist nicht so scheiße wie sein Ruf, aber wahrlich keine Perle. Mir sind Düsseldorf und Hamburg lieber…

– Bestes Konzert

Ralf: Dies Irae + Decapitated, 2005

Jens: Ich weiß nicht mehr genau welches Jahr, aber es war die Knüppelnacht auf dem With Full Force mit Krisiun und Marduk.

Arne: Das „Christmas Metal Meeting“ 1991 mit Morbid Angel, Kreator, Sepultura und Motörhead; „Gods Of Grind“ 1992 mit Carcass und Entombed, und Marduk 1995 in Hamburg.

Benjamin: Peter Maffay 1996 mit Mama!

– Party

Ralf: Hmmm, ja manchmal…

Jens: Party muss schon sein!

Arne: Auf jeden Fall, da kommt bei mir mein Düsseldorf-Gen durch!

Benjamin: …ich bin eigentlich Partymuffel, aber manchmal packt’s mich – und dann richtig!!!

– Musik

Eine der größten Errungenschaften der Menschheit, die allerdings durch den massenmedialen „Musikterrorismus“ bedroht wird. Hoffentlich stirbt die „Generation Klingelton“ bald wieder aus…

OM: Mit dem Metal Battle hat es ja gerade nicht geklappt, was steht bei euch die nächste Zeit so an?

Magna Mortalis: Im Sommer spielen wir mit Wolfbrigade, Malignant Tumour, Guided Cradle u.v.m. auf dem Yellow Dog Open Air, weitere Gigs sind in Planung. Wir kommen natürlich auch gerne wieder nach Osnametalbrück, gebt einfach bescheid!

OM: Gibt es noch etwas, dass ihr unbedingt loswerden wollt?

Ralf: Ja, meinen alten Marshall „Artist 32/03“ für 300,- €!

Ralf: Meine Disposchulden und ungefähr 10 – 15 kg Gewicht!

Arne: Ach was, wir sind doch nicht dick, wir haben nur Hohlkreuze!

Ansonsten, checkt unsere Myspace-Seite http://www.myspace.com/magnamortalis , wir freuen uns über Feedback und Gigmöglichkeiten! Und vielen Dank an OsnaMetal für die Geduld… 😉

Love music & hate fascism! Nazis, fuck off!!!!

OM: Dann danke, dass ihr/ du so geduldig meine Fragen beantwortet habt!

Noch viel Erfolg mit eurer Band und ich denke von euch wird man noch so einiges hören.

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