OM: Hi Mike! Danke, dass du uns für ein Interview zur Verfügung stehst.

Mike Andersson: Hi Anja, ist mir eine Freude!

OM: Könntest du zunächst das folgende Portrait ausfüllen?

Mike: Sicher, los geht’s…

Name: Mike Anderson

Instrument: Lead und Backing Vocals (und Keyboard beim Komponieren)

Lieblingsbeschäftigung: Musik komponieren, mit meiner Familie zusammen sein und lesen.

Liebstes Getränk: Rotwein („Sitia“, ein Rotwein von Kreta) aber auch Cognac und Whisky sind Favorites von mir ;).

Top 5 Alben:

Yes – Close To The Edge

Yngwie J. Malmsteen – Trilogy

Rush – Hemispheres

Kansas – Masque

Symphony X – The Divine Wings Of Tragedy

OM: Cloudscape ist ja in Deutschland noch relativ unbekannt, stell die Band doch einmal vor.

Mike: Sicher. Im Großen und Ganzen sind wir erst nach dem Release unseres neuen Albums „Crimson Skies“ in den USA und Europa leicht bekannt geworden. Cloudscape wurde 2001 durch die Bandmitglieder (mich) Mike Andersson (Lead Vocals), Bjorn Eliasson (Guitars), Patrik Svard (Guitars), Haynes Pherson (Bass) and Roger “Mini” Landin (Drums & Triangle) gegründet.

Wir alle spielten vorher in der eher lokalen Band Doctor Weird, aber nachdem wir uns mit der Musik von Doctor Weird nur abstrampelten entschieden wir uns, alle DW Songs zu verschrotten und begannen neue Musik zu komponieren, neue Musik für eine neue Band… Cloudscape.

2002 kontaktierten wir die Management-Firma „Roastinghouse“ mit dem Zweck herauszufinden, ob sie unsere Musik für gut genug hielten um sie in die Musikindustrie einzuführen, da sie täglichen Kontakt zu den verschiedensten Labels auf der Welt haben.

Das brachte uns dann dazu, einen Vertrag mit dem deutschen Label „Metal Heaven“ abzuschließen und dasselbe mit dem japanischen Label „Marquee/ Avalon“ zu tun um den asiatischen Raum zu erreichen.

Im Frühjahr 2005 brachten wir dann unser Debüt-Album „Cloudscape“ raus und bekamen tolle, viel versprechende Reviews; auch viele Fans lobten unser Album. Im Oktober 2005 machten wir dann unsere erste Show außerhalb von Schweden auf dem „Progpower Europe“ in den Niederlanden. Im Frühjahr 2006 enterten wir dann das „Roastinghouse“ Studio erneut. um unser neues Album „Crimson Skies“ aufzunehmen, selbiges wurde dann am dritten Juni durch Metal Heaven released. Das Feedback von Fans und Presse war PHANTASTISCH :)! Euer Magazin zum Beispiel gab uns Topscore im Review von „Crimson Skies“, wir fühlen uns sehr geehrt und freuen uns natürlich sehr darüber!

Nun versuchen wir Touren in Europa zu organisieren, wir hoffen dass alles gut läuft. Eventuell machen wir eine kleine Tour in Germany Ende des Jahres, also haltet die Augen offen, vor allem auf unserer Website.

OM: Mit „Crimson Skies“ habt ihr ja ein Album herausgebracht, das, wie Du schon erwähntest, überall gute Kritiken hervorbrachte (z.B. Topscore auf OsnaMetal.de), habt ihr mit diesem Erfolg gerechnet?

Mike: Wir erwarten nie etwas. Wir komponieren unsere Songs und hoffen dass unsere Fans und Kritiker unser Album mögen. Wir nehmen nichts als gegeben, also ist alles was ich sagen kann, dass wir sehr, sehr froh sind dass das Feedback so phantastisch war und den Fact dass das Feedback besser war als bei unserem Debüt-Album.

OM: Was bedeutete dieser Erfolg allgemein für dich?

Mike: Ein gutes Feedback und Suppoprt von unseren Fans treibt uns an, wir sind immer dankbar. Solange unsere Fans uns unterstützen, unsere Musik mögen, werden wir alles tun was wir können, um ihnen noch mehr Musik von Cloudscape zu präsentieren. Wir lieben es, Musik zu komponieren und sie live zu performen, das ist der Weg den wir gehen. Es ist einfach unsere Leidenschaft.

OM: Erst 2005 brachtet ihr euer gleichnamiges Debütalbum „Cloudscape“ auf den Markt, wo liegen die Unterschiede zu der neuen Scheibe?

Mike: Ich denke „Crimson Skies“ folgt stilistisch dem Weg unsere Debüts, aber es ist mehr auf Melodien und Kräftespiel fokussiert, was das Album variantenreicher macht. „Crimson Skies“ ist etwas stärker progressiv- lastiger und hat (meiner Meinung nach) einen einzigartigen Sound für Cloudscape eingeführt.

OM: Wie lange habt ihr für die Aufnahmen gebraucht?

Mike: Wir arbeiteten runde 2,5 Monate im Studio, das Songwriting begann allerdings direkt nach dem Abschluss der Studiosessions für unser Debüt im Juni 2004.

OM: Die Produktion klingt sehr gut! Wie habt ihr das so gut hinbekommen?

Mike: Danke! Pontus Lindmark (Techniker und Produzent) ist der Schuldige, hehe ;). Wir sagten ihm allgemein, wie wir den Sound des Albums wollten. Er brachte dann seine eigenen Ideen ein und kombinierte sie mit unseren Wünschen – und da habt ihr nun „Crimson Skies“. Er hat einen echt fabelhaften Job gemacht.

OM: Wie läuft denn das Songwriting bei euch so? Wie ist zum Beispiel „Shapeshifter“ (mein absoluter Lieblingstrack auf der CD) entstanden?

Mike: „Shapeshifter“ ist eine von meinen Kompositionen, in diesem Sinne vielen Dank . Ich komponiere meine Songs durchs Keyboard spielen. Wenn ich eine Idee für einen Song bekomme programmiere ich Drumbeats und nehme Bass und Keyboard auf, danach packe ich die Vocals hinzu. Die Gitarrenparts in meinen Songs werden von Patrick eingespielt und aufgenommen. Wenn wir dann eine vernünftige Demo haben präsentieren wir den Song dem Rest der Band und entscheiden, ob der Song gut genug ist um ihn einzustudieren und auf unsere Setlist zu setzen. Bjorn Eliasson hat seine Ideen meistens beim Gitarre spielen.

OM: Ihr werde ja in die Melodic- bis Progressive Metal Schiene eingeordnet, was hältst du von dieser Einordnung, wohin tendierst du mehr?

Mike: Ich beschreibe unsere Musik als „Melodic- Metal mit progressive Einflüssen“, ich denke also es ist eine faire Beschreibung.

OM: Was ist dein Lieblings Track auf der „Crimson Skies“?

Mike: Das ist eine schwierige Frage, da ich alle Songs auf „Crimson Skies“ liebe. Meine aktuellen Favoriten sind “Will We Remain”, “Breach In My Sanity”, “Shapeshifter”, “Take The Blame” und “Hope”, aber ich werde wohl nächste Woche schon andere Favoriten haben ;).

OM: Euer Cover wurde ja von Mattias Norén erstellt. Hatte er genaue Vorgaben oder hatte er freie Hand?

Mike: Die einzige Vorgabe die wir ihm gaben war, das Cover in roten Farben basierend auf dem Albumtitel und Bandnamen zu kreieren. Wir schickten ihm auch eine Pre-Produktion der Songs auf „Crimson Skies“ damit er die richtige Atmosphäre zur Kreation des Artworks hatte. Außer diesem ist das Cover alleine sein Werk.

OM: Cloudscape ging ja aus der Band Doctor Weird hervor, erzähl doch mal etwas zu eurer Bandhistorie.

Mike: Ich erwähnte schon einiges in der ersten Frage. Alle Mitglieder von Cloudscape spielten in Doctor Weird. Der größte Unterschied ist, dass ich der Keyboarder war. Als wir uns von dem DW Sänger trennten ersetze ich ihn als Frontmann.

Ich trat Doctor Weird 1996 aufgrund meiner Keyboardkenntnisse als Keyboarder bei. Ich war zu dem Zeitpunkt bei keiner anderen Band beteiligt und ich dachte, es wäre interessant etwas neues auszuprobieren, da ich bei allen vorherigen Bands immer Lead- Sänger gewesen war.

Es dauerte nicht lange, bis ich es vermisste eine Band als Vocalist zu fronten, es war also für mich klar, dass ich den gegangenen DW Sänger ersetzte. Das haben wir dann mit der Gründung von Cloudscape realisiert.

Doctor Weird nahm 1995 eine EP auf und beendete 1999 ein selbst finanziertes Album. Aber dieses Album erblickte niemals das Tageslicht, da wir keine guten Kontakte zu Labels hatten. Die EP wurde in Schweden released.

OM: Was denkst du über die Metal Szene in Schweden?

Mike: Sie ist fantastisch! Es gibt viele tolle Bands und der Metal LEBT überall in Skandinavien. Heutzutage erlebt der Metal einen Höhenflug. Lasst uns hoffen, dass die Metal-Szene so Populär bleibt wie sie im Moment ist ;).

OM: Gibt es Bands an denen ihr euch beim Songwriting orientiert habt?

Mike: Nein, nicht wirklich. Da sind natürlich Bands die wir uns regelmäßig anhören, aber wir wollen niemals zu einer “copy-cat” werden.

Wir komponieren die Musik die wir lieben stilistisch komplett ohne Ambitionen sie so klingen zu lassen wie andere Bands. Wenn es Bands gibt mit denen uns die Fans verbinden können sie das tun, aber wir sagen niemals etwas sagen wie: „lasst uns mal einen Scorpions-ähnlichen Song komponieren“, wenn du verstehst was ich meine.

All unsere Songs sind inspiriert von Stimmungen, Erlebnissen, der Natur in all ihren Facetten und mächtigen Plätze.

OM: Gibt es etwas das du schon immer loswerden wolltest aber nie gefragt wurdest bist?

Mike: Das denke ich ehrlich nicht. Ich denke alle Journalisten sind mit allen Fragen angekommen, die zu beantworten waren! Ich werde vielleicht später darauf zurückkommen, hehe ;).

OM: Wie sieht es mit einer Europatour bei euch aus, kommt ihn in nächster Zukunft auch mal nach Deutschland oder ist schon eine neue Scheibe in Planung?

Mike: Wir sind gerade dabei Musik für unser drittes Album zu komponieren. Warum warten, wenn die Ideen dich überkommen ;).

Wie auch immer, außer der Komposition von neuer Musik liegt unsere Priorität im Moment darauf so viele Shows wie möglich zu organisieren.

Wie es im Moment aussieht werden wir Ende des Jahres eine kleine Tour in Deutschland machen, aber es ist bis jetzt noch nichts bestätigt. Wir würden uns freuen wenn wir die Straßen überall in Europa bereisen könnten um Cloudscape mit Liveshows zu promoten.

Die einzigen Shows, die bis jetzt definitiv feststehen, sind im August in Stockholm und auf dem „Progpower UK“ in England nächstes Jahr. Wenn es was Neues gibt kann man das auf unserer Homepage verfolgen.

OM: Danke für deinen Support!

Mike: Es war mir eine Freude und vielen Dank für das TOLLE Review .

OM: Rock ON!

Mike: Take care of each other and be gentle!!

Cheers, Mike!

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