OM: Hi! Wir sind Gou und Jana vom Online Magazin Osnametal.de. Super das wir dir ein paar Fragen stellen können!

Mike: Schön!

OM: Dann können wir ja loslegen! Die erste Frage betrifft die Tatsache, das Still Remains einen Vertrag bei Road Runner Records unterschrieben hat. Was waren die Gründe und was war vorher euer Label?

Mike: Nein. Vorher hatten wir noch kein Label nur so ein kleines unabhängiges. Road Runner ist unser erster richtiger Vertrag.

Road Runner Records ist ein großartiges Unternehmen. Sie haben Verträge mit Bands auf der ganzen Welt und überall haben sie derzeit auch ein paar sitzen. Es sind erstaunliche Menschen, die hart für dich arbeiten. Wir sind so sehr glücklich.

OM: Nur um einen besseren Eindruck von eurer Musik zu bekommen: Wie würdet ihr das Wort “christlich” definieren? Weil ihr gebt vor eine christliche Metalcore Bands zu sein. Habt ihr irgendwelche Ambitionen in Bezug auf euren Glauben oder auf eure Ideologie?

Mike: Wisst ihr, wir haben alle unsere eigene persönliche Meinung, wenn es ums christliche geht. Zwar sind wir alle Christen, aber unsere Meinungen sind frei und unabhängig. Wir predigen nicht von der Bühne. Manchmal haben wir ein bisschen religiöse Arbeit, aber immer nur wenn wir sie mit unserer eigenen Sichtweise verbinden können.

Jeder von uns hat seine eigenen Gedanken und für jeden spielt das Christ-Sein eine Rolle. Mehr nicht.

OM: Also sagt ihr, dass ihr eine christliche Metalcore Band sein, weil ihr alle Christen seit?

Mike: Wir sagen gar nicht, dass wir eine chrsitliche Band sind.

OM: Aber für die Menschen um euch herum seid ihr eine? Denn in euren Profilen, zum Beispiel auf Myspace, ist das so beschrieben.

Mike: Wenn sie behaupten wir seien eine christliche Metalcore Band ist das einfach nicht richtig, denn wir haben alle unseren eigenen Glauben und befassen uns mit Gott alle auf unterschiedlichen Leveln, jeder persönlich. Es ist nicht wie Predigen!

OM: Ich verstehe… nun zu was anderem. Euer letztes Album heißt „The Serpent“. Einige Rezensionen behaupten, dass es viel an Power verloren hat, nachdem ihr drei Bandmitglieder ersetzen musstet. Es heißt ihr würdet viel mehr am Mainstream orientiert sein. Was denkst du über solche Kritiken?

Mike: Naja… Wir haben dieses Album aus unserem Herzen heraus entstehen lassen und wir haben nie irgendwelche Kriterien für irgendwen verändert, nur für uns selbst. Klar, natürlich gibt es neue Einflüsse und auch die, die uns verlassen haben, haben an diesen Einflüssen mitgewirkt. Aber das ist kein Grund! Es war gerade einmal ein Songwriter dabei. Wir sind immer noch gute Freunde der Jungs.

In dem Prozess unserer „Veränderung“ gibt es einfach nur mehr Dinge, die auf uns einwirken. Und so was nehmen wir schon gar nicht mehr als Kritik auf. Sie sagen schließlich nur „Es ist anders, was ist passiert, was ist passiert?“. Aber wie gesagt, haben wir das Album von Herzen geschrieben und wir stehen zu ihm einhundertprozentig. Und wir versuchen sicherlich nicht mehr in den „Mainstream“ zu kommen. Nur unsere musikalischen Ansichten haben sich erneuert.

Wir haben unseren Freunden gesagt: „Ihr glaubt das ist anders? Wartet auf das nächste!“. Man weiß nämlich nie so genau, was als nächstes passiert. Ich meine wir könnten uns auf einen reinen Pianosong konzentrieren oder vielleicht bringen wir ein Akkordeon ein. Wer weiß das schon? Wir möchten die Musik als Teil unseres Leben wahrnehmen. Natürlich verändert sie sich dann.

OM: Also ist das alles ein Teil eurer Entwicklung?

Mike: Yeah! Ich denke das trifft das ganze schon ganz gut.

OM: Denn ich habe mich ehrlich gesagt ein bisschen gewundert. Ich habe zwei Reviews gelesen. Eines, das handelte von eurem und eines das handelte von Atreyus aktuellem Album.

Mike: Oh ok.

OM: Die Kritiken waren teilweise die Gleichen.

Mike: Ja die selben! Ich hab sowas ähliches schon von irgendjemandem gehört, auch wenn ich selber noch keine gelesen habe.

OM: Ja, war ein bisschen verwirrend

Mike (lachend): yeah!

OM: Für diejenigen, die euer Album noch nicht kennen. Könntest du die Besonderheiten in ein paar Wörtern kurz vorstellen?

Mike: Unser Album ist individuell. Wir haben uns nicht auf eine besondere Art von Songs spezialisiert und wir haben auch nicht das gemacht, was alle von uns wollten.

OM: Was ist mit euren Live Auftritten? Wie versucht ihr die Aufmerksamkeit des Publikums auf euch zu ziehen?

Mike: Immer, wenn wir da raus gehen versuchen wir soviel Energie wie möglich zu investieren. Wir möchten vor 200000, genauso wie vor 20 Menschen, alles geben.

OM: Wann bist du persönlich besonders nervös?

Mike: Ich bin immer dann besonders nervös, wenn das Publikum kleiner ist. Wenn fünf Leute da sind und alle dich anstarren. Vor 200000 ist das Performen gar kein Problem.

OM: Im Moment seid ihr zusammen mit Engel und Atreyu auf Tour. Was mochtest du am meisten und wie sieht es mit der Stimmung in der Band und zwischen den anderen Bands aus?

Mike: Darüber haben wir heute auch erst mit unserem Tourmanager gesprochen. Wir haben herausgestellt, dass das Besondere ist, dass alles besonders gechilled und relaxed abläuft. Keiner sagt „Tu dies, tu das“. Alle sind wie Freunde. Wir teilen den Bus ja mit einer Gruppe aus Schweden. Und wisst ihr, wir waren deswegen echt beunruhigt. Wir sind Amerikaner… wir hatten die Befürchtung, es könnte Vorurteile geben, vielleicht würden sie uns ja auch nicht verstehen. Aber das sind großartige Jungs, relaxed, cool und das die ganze Zeit. Manchmal ist das so, dass alle auf einer Tour schlecht drauf sind. Vielleicht irgendein Techniker, der irgendetwas Langweiliges machen muss. Aber dieses Mal ist das anders. Es ist eine tolle Tour.

OM: Bist du aufgeregt, heute in Berlin spielen zu können, der Hauptstadt?

Mike: Natürlich! Es ist drei Jahre her, dass wir mit Trivium hier waren. Das ist eine lange Zeit.

OM: Wie sieht es mit den Gigs aus, die ihr auf eurer Tour schon abgeliefert habt?

Mike: Die sind alle perfekt abgelaufen. Die Auftritte in den UK waren aufregend. Es ist einfach gut zu zurückzukommen und zu sehen, dass alle froh sind dich zu sehen. Und da ist immer viel Energie jede Nacht. Die Menge wird zusammen mit uns total verrückt.

OM: Es würde ganz interessant sein zu erfahren, wo du deinen Platz in der Band siehst und wo auf der Bühne. Und was denkst du über die Zukunft? Irgendwelche konkreten Ziele für die nächste Zeit?

Mike: Erst einmal ist meine Position an der Gitarre und bei den Back Up Vocals… Und ich fühle mich dabei großartig. Wisst ihr, dass ist mein Job! Es ist toll. Das ist meine Leidenschaft und es könnte kaum besser sein. Die Zukunft von Still Remains liegt derzeit im Reisen. Wir freuen uns mal nach Australien zu kommen, so wie wir nach Europa und Japan gekommen sind. Vielleicht gibt’s ja auch Gigs in Südamerika. Wir möchten unser Album in jedem Land spielen, in dem wir können. Es ist ein Unterschied, ob man dich live oder on Stage sieht. Live bekommen die Menschen ein ganz anderes Gefühl für die Musik. Viele sagen vorher: „Ich weiß nicht… Es ist nicht wirklich hard”. Anschließend sehen sie uns und werden eines Besseren belehrt.

OM: Also glaubst du, dass du noch lange in dieser Formation bleibst?

Mike: Sicher!

OM: Gibt’s sonst noch was, dass du uns von Still Remains erzählen willst? Irgendwas wichtiges?

Mike: Schaut euch meine Kochschau “Cooking with Church” an. Das ist diese Kochschau, die ich nebenbei mache. In ein paar Tagen mach ich glaub ich sogar eine in Deutschland. Man kann viele Folgen im Internet begutachten. Es ist richtig lustig. Total anders als das, was ich sonst immer mache.

OM: So, das war es auch schon! Vielen Dank für deine Zeit! Wir sehn dich dann auf der Bühne!

Mike: Sure! No problem!

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen