OM: Hallo Robby, in diesen Tagen wird eure neue CD „Circles“ released. Wenn man die „Heroes“ dazurechnet ist es eure achte Veröffentlichung. Ist da immer noch eine gewisse Anspannung vorhanden oder hat man da schon eine Art Routine entwickelt?

Frontline: Hallo, ich muss ehrlich zugeben, es ist nicht mehr so spannend wie bei der ersten CD wo man es überhaupt nicht mehr erwarten kann. Aber die Anspannung bleibt bei jeder CD, die man veröffentlicht.

OM: Mir ist aufgefallen, dass ihr seit dem ihr bei AOR Heaven seid, alle zwei Jahre ein neues Studioalbum rausbringt. Die „almost unreleased“- CD habe ich jetzt mal nicht berücksichtigt, die ja zum größten Teil aus älteren Liedern besteht. Steckt hinter den stetigen Veröffentlichungen eine gewisse Strategie bzw. Absicht oder hat es sich immer so ergeben?

Frontline: Das hat sich einfach so ergeben, ist keine Absicht. Allerdings ginge es seit ein paar Jahren auch nicht mehr schneller, da ja auch ein Evidence One Album dazwischen ansteht.

OM: Wie entstehen bei euch denn neue Songs? Sind alle Bandmitglieder bei der Entstehung der Songs mit eingebunden? Bei meiner Recherche habe ich schon den Eindruck gewonnen, dass der Robby Böbel für alles verantwortlich ist.

Frontline: Stimmt….. die Arbeitsweise zusammen im Übungsraum Songs zu schreiben hab ich schon vor Jahren aufgegeben. Da muss man zuviel diskutieren. Darum mach ich die Songschreiberei zuhause im stillen Kämmerlein. Die anderen sind mit dem Ergebnis dann ja auch immer sehr zufrieden.

OM: Wie lange habt ihr / Robby gebraucht die Songs zu schreiben? Und wie lange habt ihr dann noch einmal gebraucht bis ihr sie komplett aufgenommen hattet?

Frontline: Das ist unterschiedlich. Manchmal steht der Song in 2 Stunden, manchmal feilt man noch wochenlang an einem Part, der einem nicht schlüssig erscheint. Das Aufnehmen geht dann eigentlich ziemlich flott, außer man beißt sich an einer Passage fest, was aber eher selten passiert.

OM: Hattet ihr für „Circles“ noch mehr Lieder geschrieben, die dann im Endeffekt doch nicht auf die Platte gekommen sind? Werden sie weiterhin aufbewahrt, um eventuell noch mal eine für „almost unreleased II“ CD verwenden zu können?

Frontline: Nur eines und das war eh nur als eventueller Bonustrack gedacht. Aber es kann schon passieren falls es eine „almost unreleased 2“ gibt, dass er dann dort erscheint.

OM: Wie sieht es denn mit den Texten aus? Wer ist für die verantwortlich und worüber handeln Sie?

Frontline: Für die Texte ist Stephan verantwortlich und es geht zu 99 % um Herzschmerz……… so ist er halt.

OM: Wie läuft es denn bei der Gestaltung des Covers. Habt ihr da einen kreativen Zeitgeist in euren Reihen oder gibt ihr es einer Firma in Auftrag?

Frontline: Manchmal hat man eine Idee zum Cover, dann teilt man sie den Graphiker mit, wenn nicht, lässt man sich Vorschläge machen. Die Umsetzung wird aber dann doch immer von einem Profi gemacht.

OM: In welchen Ländern wird denn die „Circles“ veröffentlicht?

Frontline: Das weiß ich jetzt selbst nicht so genau. Auf alle Fälle europaweit.

OM: Gibt es bei euch so etwas wie einen „Bandalltag“? Ich meine damit regelmäßige Proben oder dergleichen.

Frontline: Nein, einen Alltag gibt’s bei Musikanten nicht, da ist jeder Tag furchtbar aufregend. Darum gibt’s auch keine regelmäßigen Proben.

OM: Habt ihr denn noch eine ganze Tour zu der CD geplant? Da ich auf der Internetseite nichts über irgendwelche Auftritte gefunden habe, stellt sich mir die Frage, ob ihr überhaupt live spielt?

Frontline: Eher selten.

OM: Was mich bei der Recherche schon beeindruckt hat, dass ihr seit 10 Jahren in der gleichen Besetzung spielt. Gerade in der Zeit bevor ihr bei AOR Heaven unterschrieben habt, lief es ja nicht ganz so gut. Habt ihr da ein Geheimrezept für andere Bands mit ähnlichen Problemen?

Frontline: Nein wir haben kein Geheimrezept. Entweder es funktioniert oder auch nicht. Am Besten man macht schon im Vorfeld reinen Tisch bzw. setzt die Prioritäten und Kompetenzen fest. Dann gibt’s hinterher keine Diskussionen und man kann 4 Freunde bleiben.

OM: Um etwas zurückzublicken, in welchem Land hattet ihr in euren Augen bis jetzt den größten Erfolg?

Frontline: Das war mit der „State of rock“ in Japan.

OM: Gibt es ein paar Entscheidungen, die ihr im nach hinein bereut? Oder ist es euch egal, denn ohne diese Entscheidungen wärt ihr nicht an der Stelle wo ihr jetzt seid.

Frontline: Die Akustikscheibe „Two Faced“ wurde total missverstanden, deren Release würde ich rückblickend ungeschehen machen. Sonst war es aber ganz ok.

OM: Als Abschluss, würde ich gerne noch erfahren, welche Tipps ihr jungen Bands geben würdet, die ihren Weg noch vor sich haben?

Frontline: Sucht euch einen anständigen Job und macht Musik aus Spaß… dann bleibt der Spaß auch erhalten. Wer Wert auf sehr interessante Erfahrungen legt, der sollte dann aber doch versuchen, es professionell zu betreiben.

OM: Danke, für das Interview!

Frontline: Gern geschehen. Gruß an alle Leser, Robby.

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