Erstmals seit ihrer umjubelten „Pornograffitti“-Jubiläums-Tour im Sommer 2014 werden Extreme wieder nach Deutschland kommen. Die mit mehrfachen Platin-Awards ausgezeichnete Rock-Band aus Boston hat eine exklusive Headline-Show am 26. Juli 2017 in Köln in der Live Music Hall bestätigt, um ihre im November  erschienene Live-Dokumentation „Pornograffitti Live 25: Metal Meltdown At The Hard Rock Casino Las Vegas” (Loud And Proud/Warner) vorzustellen. Zusätzlich eröffnen Extreme am 23. Juli für Scorpions auf dem Münsterplatz in Ulm.

 

Das Ende der Achtziger gegründete Grammy-nominierte Bostoner Quartett gehört mit über zehn Millionen verkauften Tonträgern aus fünf Alben zu den erfolgreichsten Rockbands  der Geschichte. Ihr Welthit „More Than Words“ landet 1992 in den USA auf Platz Eins, in Großbritannien auf Platz 2 und in Deutschland auf Platz 8 der Charts. Mit ihrem legendären Auftritt beim ‚Freddie Mercury Tribute‘-Konzert am Ostermontag 1992 im Londoner Wembley-Stadion festigt die Band um Sänger Gary Cherone und Ausnahme-Gitarrist Nuno Bettencourt ihren Kultstatus, den sie bis jetzt seit 25 Jahren genießen:

Als sich Extreme Ende der Achtziger in Boston gründen, vermischen sie Einflüsse aus Van Halen, Queen, Aerosmith und Led Zeppelin mit einer gehörigen Portion Funk zu einem bis dato unbekannten und eigenständigen Stil. Aus ihrem selbstbetitelten Debüt „Extreme“ von 1989 werden mit „Little Girls”, „Kid Ego”, „Mutha (Don’t Wanna Go To School Today)“ und „Play With Me” gleich vier erfolgreiche Singles ausgekoppelt, letztere erlangt zwei Jahrzehnte später im Videospiel ‚Guitar Hero‘ weitere Popularität. Ihr Meisterwerk folgt 1990: Das mit dem deutschen Produzenten Michael Wagener aufgenommene „Extreme II: Pornograffitti“ ist noch ausgereifter und wird mit der dritten Single „More Than Words“ zum Multiplatinseller (Platz 10 in den USA). Das zur Akustikballade gehörige Schwarzweiß-Video ist bis heute ein Klassiker und macht die Bostoner weltweit bekannt. Auch die Nachfolge-Auskoppelung „Hole Hearted“ wird ein großer Erfolg und erreicht in den USA Platz 4 der Charts. „Pornograffitti“ wird für einen Grammy nominiert.

Nach dem Ausstieg des Original-Drummers Paul Geary (später Manager der Alternative Metal-Band Godsmack) erscheint 1995 mit „Waiting For The Punchline“ ein weiteres Album (mit dem jetzigen Dream Theater-Schlagzeuger Mike Mangini). 1996 folgt die freundschaftliche Trennung. Während Cherone für ein Album und eine Tour bei Van Halen (1998-1999) einsteigt und danach mit Tribe Of Judah und Hurtsmile neue Bands gründet, verfolgt Bettencourt eine Solokarierre und tut sich 2006 mit Jane’s Addiction-Sänger Perry Farrell für das ‚Satellite Party‘-Projekt zusammen. Außerdem tourt er seit 2009 regelmäßig mit R&B-Superstar Rihanna.

Nach diversen Reunions-Konzerten in den Jahren 2004 bis 2006 erfolgt 2008 schließlich der definitive Neustart mit Schlagzeuger Kevin Figueiredo und dem Comeback-Album „Sausades De Rock“ sowie einer erfolgreichen Welttournee, auf der das brillante Live-Album „Take Us Alive“  mitgeschnitten wird. In den Jahren 2014 und 2015 feiert man das Silber-Jubiläum von „Pornograffitti“ mit  der Aufführung des gesamten Werkes. Die Dokumentation „Pornograffitti Live 25: Metal Meltdown At The Hard Rock Casino Las Vegas” erscheint Anfang November als Blue Ray/DVD/CD-Set und beweist, dass Extreme noch immer zu den besten Live-Bands gehören. Ende 2016 bestätigt Gitarrist Nuno Bettencourt, dass die Band in ihrem Bostoner Studio schon 17 Songs für das nächste Album fertiggestellt hat. Dass Auszüge daraus im Juli zum neuen Extreme-Programm gehören, liegt durchaus im Bereich des Möglichen.

Foto: Wizard Promotion

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