Das vorliegende Debutalbum „Precession“, welches von der Band komplett in Eigenregie eingespielt und produziert wurde, überzeugt vor allem wegen seines authentischen und erdigen Sounds. Die Produktion wirkt kraftvoll, aber auch nicht überproduziert oder künstlich. Einfach gut und passend für das Genre.

Auch die Songs zeigen sowohl die Klasse der Musiker, wie auch Oliver Mays kompositorische Fähigkeiten. Hier wird schnell klar, dass man es keineswegs mit Anfängern zu tun hat. Direkt der Opener „2090 A.D.“ macht dies klar und zeigt, wohin die musikalische Reise geht. Hochgeschwindigkeitsgitarrensoli, eingängige Riffs und dazu klassischer melodischer Gesang. Das ist Speed Metal erster Güte. In eine ähnliche Kerbe schlagen auch „Hero or Demon“ und das schon fast thrashige „Escape from the Dungeons“. Neben der einwandfreien Gitarrenarbeit fällt hier auch die sehr einprägsame Stimme von Sänger Achim Hopf auf. Mit einer Stimmfärbung, die ein wenig an Bruce Dickinson in frühen Jahren erinnert, einem großen Stimmumfang und guter Technik fügt sie sich bestens in das Gesamtgefüge ein.

Dabei wird auf „Precession“ keineswegs nur am Gitarren-Geschwindigkeits-Weltrekord gearbeitet. Mit „Love turns to hate“ hat es beispielsweise ein echter Midtempo-Stampfer auf die Platte gebracht. Der groovige Kopf-Nicker-Rhythmus hält den Hörer vom Anfang bis zum Ende gefangen und erinnert unweigerlich an Accept. Und natürlich darf auch die obligatorische Ballade nicht fehlen. „Nothing lasts forever“ ist jetzt zwar keine Über-Hymne, ist aber auch weit davon entfernt als Ausfall zu gelten.

Überhaupt gibt es auf „Precession“ nur wenig zu bemängeln. Natürlich haben wir es hier auch nicht mit absoluten „Frischlingen“ zu tun. Aber dennoch ist es schon beachtenswert, welch brachial aggressiven Speed Power Metal uns die vier Jungs aus Düsseldorf als ihr Debut servieren. Vielleicht wäre es hier oder dort auch ohne noch ein Gitarrensolo ausgekommen und vielleicht hätte man im Schlagzeugbereich für ein wenig mehr Abwechslung sorgen können. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau.

Fans des Genres sollten hier auf jeden Fall zuschlagen. Die Scheibe braucht zwar ein paar Durchläufe bis sie richtig ins Blut geht, aber dann hat sie echten Suchtcharakter.

Tracklist:

  • 01. 2090 AD
  • 02. Precession
  • 03. Love turns to hate
  • 04. Seventh Seal
  • 05. Nightshade
  • 06. Nothing lasts forever
  • 07. Dystopia
  • 08. Hero or Demon
  • 09. You’re gonna love me to death
  • 10. Escape from the Dungeons
  • 11. End of all days
  • 12. 1-octen-3-on (instrumental)

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