Am 25. Oktober traf sich die Kieler Mittalter-Rock-Szene in der Halle 400, einer ehemaligen U-Boot-Werft, um Schandmaul live zu erleben. Rund 1200 Fans verteilten sich in der Halle und auf der Empore, die in etwa 1500 Fans fassen kann. Als Anheizer hatten die Schandmäuler die Jungs und Miezen von Feuerschwanz mitgebracht.

Inhaltsverzeichnis

Schandmaul und Feuerschwanz in der Halle 400 in Kiel am 25.10.2014

Feuerschwanz: Der Hauptmann und seine Gefährten die "Verteidiger des Wahren Mets"

Feuerschwanz: Der Hauptmann und seine Gefährten die „Verteidiger des Wahren Mets“

Wenige Minuten vor acht Uhr ging es dann auch schon los. Der Hauptmann und seine Gefährten von Feuerschwanz eroberten die Bühne und brachten die Fans erst einmal etwas in Stimmung. Bei guten Sound gab es unter anderem natürlich die obligatorischen gute-Laune-Lieder, wie zum Beispiel „Verteidiger des Wahren Mets“ zu hören. Und das kam bei den Fans natürlich super an. Aber auch „Auf Wiedersehen“, ein Song, den Prinz Hodenherz an seine verstorbene Mutter gerichtet hatte, wurde dargeboten und sorgte für einen absoluten Gänsehautmoment. Aber so schnell wie die Band auf die Bühne gekommen war, so schnell war sie dann auch wieder verschwunden und es ging in die obligatorische Umbaupause.

Die Luft war zu dem Zeitpunkt schon zum Schneiden und es war einfach mega warm. Auf der Empore kaum zum Aushalten. Das bemerkte Thomas auch recht schnell, als er endlich mit Schandmaul auf die Bühne kam. In Würzburg hätten sie gefroren, sagte er. Aber das würde ihm an diesem Abend vermutlich nicht passieren. Hiermit würde er Recht behalten.

Angefangen wurde mit „In deinem Namen“ vom aktuellen Album „Unendlich“. Aber bei der Setlist sollte es Mitnichten nur bei Songs vom neuen Album bleiben. Vielmehr wurde es eine bunte Mischung, die den Fans sowie auch mir echt gut gefiel. Und spätestens als es dann mit „Teufelsweib“ weiterging, war das Publikum voll da und ging ordentlich mit. Auch im weiteren Verlauf des Konzerts hielten die Schandmäuler noch so einige Leckerbissen bereit und boten somit auch für diejenigen, die Schandmaul, wie auch ich, schon einige Male gesehen haben eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Show . Zu meiner größten Überraschung, spielten sie sogar „Dunkle Stunde“ live. Ein Und das Lichtermeer der Feuerzeuge sprach dafür, dass sie mit der Wahl des Songs nichts falsch gemacht hatten.

Bei der ersten Zugabe kamen dann Feuerschwanz noch einmal mit auf die Bühne und spielten zusammen mit Schandmaul „Der Teufel“, was einen lustigen Mix ergab. Und danach gab es auch noch etwas für die kleinen Schandmäuler, als „Piraten“ von „Schandmäulchens Abenteuer“ zum Besten gegeben wurde.

Die zweite Zugabe war dann mit „Willst du“ und „Euch zum Geleit“ wieder sehr gefühlvoll. Die Feuerzeuge wurden abermals gezückt und eine wundervolle Stimmung erfüllte die Halle.

Etwa zwei Stunden nachdem sie die Bühne geentert haben verabschiedeten sich Schandmaul dann von den Kieler Fans. Die Luftfeuchtigkeit in der Halle hatte bis dahin noch einmal stark angezogen und ich glaube, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass wir alle froh waren endlich wieder raus an die frische Seeluft zu kommen.

[atkp_list id='55326′ limit='3′ template='bestseller‘][/atkp_list]

Setlist Schandmaul:
01. In deinem Namen
02. Teufelsweib
03. Auf Hoher See
04. Mit der Flut
05. Hoffnarr
06. Leb!
07. Talisman
08. Trafalgar
09. Dunkle Stunde
10. Mittsommer
11. Der Pakt
12. Bunt und nicht braun
13. Krieger
14. Vogelfrei
15. Traumtänzer
16. Lichtblick
17. Kaspar
18. Dein Anblick

Zugabe 1:
19. Der Teufel (mit Feuerschwanz)
20. Piraten
21. Walpurgisnacht

Zugabe 2:
22. Euch zum Geleit
23. Willst du

———-

Location: Halle 400, Kiel
Datum: 25.10.2014
Autor: Sylvia (Gastredakteurin)

Corvus Corax und Feuerschwanz in der Lagerhalle in Osnabrück am 11.04.2009

Mittelalter in Osnabrück – nach dem Konzert von Faun und der folgenden Prima Nocte von OsnaMetal.de gaben sich als Highlight der Serie die selbsternannten Könige der Spielleute die Ehre: Corvus Corax, die bereits seit 1989 durch die Republik touren, gastierten in der Hasestadt.

Unterstützt wurden sie dabei tatkräftig von Feuerschwanz: Hauptmann Feuerschwanz, Sir Lanzeflott, Johanna von der Vögelweide und wie die illustren Gesellen auch alle hießen, bespaßten das Publikum getreu ihres Mottos Met und Miezen. Und das gleich von Beginn an. Neben vielfältigen Instrumenten kamen dabei heitere Ansagen und vor allem eindeutig zweideutige Texte und allerlei anzügliche Sprüche zum Einsatz, bei denen sich das Schmunzeln nur schwerlich verkneifen liess. Mittelalter-Comedy vom Feinsten also.

Dementsprechend war das Publikum auch von Beginn an bester Laune, und auch die Band gab ihr Bestes – anfänglich zumindest. Irgendwann gegen Mitte des Auftrittes war die Stimmung im Publikum ein wenig abgeflaut, was daran liegen mag, dass sich die anfängliche euphorische Stimmung nun einmal nicht ein ganzes Set durchhalten ließ. Und auch die Polonai…. pardon, der Lindwurm, den die Band zwischendurch initiierte, schaffte es nicht, das Publikum noch einmal toben zu lassen. Zufrieden schien dennoch die Mehrheit.

Die Verschnaufpause war auch gar nicht schlecht, denn der Eskorte des Hauptmannes folgten die erwähnten Könige: Corvus Corax präsentierten nicht minder viel Instrumentarium und versprühten ebenso viel gute Laune wie Feuerschwanz, wenngleich hier das Hauptaugenmerk wesentlich weniger auf Komödiantentum lag. Wie auch ihre Vorband waren sie mit mittelalterlich wirkenden Kleidungsstücken dekoriert und hatten sich überdies mit allerlei Schnickschnack ausstaffiert (was die Ähnlichkeit von Dudelsack-, Schalmei- und Trumscheitspieler Ardor vom Venusberg mit dem Filmkapitän Jack Sparrow noch frappierender deutlich werden ließ). Gleiches gilt für die Bühnendeko, die mit Fahnen und diversen Aufbauten liebevoll (oder berechnend) mittelalterlich-pittoresk ausgeschmückt war.

Nach dem Einstieg „Bibit Aleum“ ging es mit „Urmawi“ umd dem „Mazedonischen Tanz“ weiter und das Publikum war schon vollends im archaisch-stimmgewaltigen Bann der ersten deutschen Mittelalterband, die nach dem Sturz der Mauer aus deren Trümmern aufgestiegen war. Dementsprechend routiniert wirkten sie durchaus, ohne allerdings an einer Stelle den Eindruck zu erwecken, es wäre ihnen langweilig. Statt dessen schäkerten sie mal mehr, mal weniger offensiv mit der weiblichen Groupiefraktion in den ersten Reihen und feierten sich selber.

Am Ende machte sich schließlich allgemeine Erschöpfung breit auf Seiten des Publikums, das dennoch energisch immer neue Zugaben forderte. Doch da auch das beste Konzert sich einmal dem Ende neigen muss, verhallten die letzten Rufe irgendwann vergeblich.

Setlist Feuerschwanz
01 Intro
02 Drachentanz
03 Turnier
04 Feuerkantate
05 Metvernichter
06 Herren der Winde
07 Met und Miezen
08 Glöckner
09 Verteidiger
10 Prima Nocte
11 Teufel
12 Holzwurm
13 Foltermeister
14 Feufelsgeschenk
15 Feuerschwanz
16 Bärentanz
17 Sauflied
18 Habe Mut

Setlist Corvus Corax
01 Bibit Aleum
02 Urmawi
03 Mazedonischer Tanz
04 Balade de Mercy
05 Venus Vina Musica
06 Feralis / Pack
07 Nominalto
08 Titenka
09 Albanischer Tanz
10 In Taberna
11 Ductia
12 Platerspiel
13 Saltarello
14 Dam Dam
15 Fili Neidhardi
16 Chou Chou Sheng

———-

Location: Lagerhalle
Datum: 11.04.2009
Autor: Tim

Feuerschwanz – Prima Nocte

Feuerschwanz - Prima Nocte

Feuerschwanz – Prima Nocte

Wer sich durch die im Moment auf dem deutschen Mittelalter-Rock-Markt vorhandenen Bands und deren Texte ein Bild von der Zeit der Ritter und Drachen machen will, stellt sich schon bald einige Fragen:

– Haben sich die Menschen im Mittelalter eigentlich mal so richtig volllaufen lassen?
– Haben sie immer absolut vorzeigbare Manieren an den Tag gelegt? – Und vor allen Dingen, hatten die denn überhaupt auch Sex?!

All diesen Fragen und natürlich noch anderen mittelaltertypischen Themen wie Ritterturnieren, Drachen, Räubern und natürlich dem Teufel widmet sich eine Spielmannstruppe mit Namen Feuerschwanz, des Hauptmanns geiler Haufen auf ihrem Erstlingswerk „Prima Nocte“.

Dies alles wird dargeboten mit tanzbaren Melodien zwischen Mittelalter-Rock, Folk und einer verdammt großen Portion Humor, der sicher so manchem vom nostalgischen, schönen Mittelalter träumenden Zuhörer sauer aufstoßen lässt.

Laut Pressemitteilung machen Feuerschwanz genau da weiter, wo „Schandmaul“ und „J.B.O.“ aufgehört haben. Dies sind natürlich hohe Ansprüche, denen die Band um „Hauptmann Feuerschwanz“, „Sir Richard Hodenherz“, „Walther von der Vögelweide“, „Sir Lanzeflott“, „Knappe Soerenfried“, „Eisi“ und die Frauenfraktion „Lady Orgasta“ und „Lady Fellatia“ jedoch zu fast jedem Zeitpunkt gerecht wird.

Musikalisch stehen eher Flöten- und Geigenmelodien im Vodergrund. Gitarren werden nur dezent an mehreren Stellen eingesetzt. Somit erinnert die Musik stark an die ersten „Schandmaul“-Platten.

Gesanglich kommt der gute Hauptmann allerdings nicht an Thomas Lindner heran. Nur beim letzten Song „Laßt die Ritter schlafen“ zeigt er sein ganzes gesangliches Können vollends.

Die Referenz zu „Schandmaul“ macht sich auch im Cover des Songs „Herren der Winde“ bemerkbar, in dem es textlich nicht, wie im Original, um Freiheit geht, sondern um die eher unangenehmen Darmwinde.

Als Hiddentrack, das verrat ich jetzt einfach mal, findet sich hier eine unglaublich komische Version von „Manowars“ „Carry on“, die textlich sehr stark an die Coverversion von „J.B.O.“ anknüpft.

Ich für meinen Teil kann schonmal sagen, dass ich bei keiner Comedyband in den letzten Jahren während des Hörens der CD so viel lachen musste wie bei Feuerschwanz!

Deshalb kann ich sie auch nur jedem empfehlen, der diesem Genre angetan ist und auch mal was anderes als schnulzige Liebessongs und voraussehbare Gut-gegen-Böse-Texte hören will.

Musikalisch zwar absolut nichts Neues aber durch die oft im wortwörtlichen Sinne sehr geilen Texte einfach absolut hörenswert!

Anspieltipps:
– Prima Nocte
– Schneewittchen
– Laßt die Ritter schlafen

———-

Label: Indigo
Genre: Medieval Metal
Releasedate: ——
Web: http://www.feuerschwanz.de
Punkte: 9

Autor: Picco

Exklusiv-Interview mit Feuerschwanz vom 20.12.2005

OM: Am Anfang habe ich eine Verständnisfrage. Wie lautet der korrekte Bandname? „Feuerschwanz“ oder „Feuerschwanz – Des Hauptmanns geiler Haufen“?

Feuerschwanz: Eigentlich „Feuerschwanz – Des Hauptmanns geiler Haufen“, aber das ist wie mit allen langen Namen, man darf ihn abkürzen. „FS“ sollte aber mindestens übrig bleiben.

OM: Es wäre nett wenn ihr kurz die Band vorstellen würdet und gleichzeitig die betätigten Instrumente mit angebt.

Hauptmann: Fangen wir mal hinten an:

Sir Lanzeflott – Robert – am Schlagzeug und Knappe Soerenfried – Jan – an der Perkussion.

Dann kommen unsere beiden Background-Maiden Lady Orgasta – Janny und Lady Fellatia – Dana.

Davor kommt dann Eisi – Andre – an der 4-saitigen Kontralaute.

Hodenherz: Mit uns in einer Reihe stehen dann entweder Johann von der Vögelweide – Steffi – oder Walther von der Vögelweide – Tobi.

Hauptmann: Na uns gibt’s natürlich auch noch. Also Bastian bekannt als Richard Hodenherz unsrer Schwermetal-Minneflöter.

Hodenherz: …und Peter unser guter alter Hauptmann Feuerschwanz an der Laute.

OM: Am Ende des Jahres blickt man ja gerne zurück. Wie seid ihr, abgesehen von der CD Veröffentlichung, mit dem letzten Jahr zufrieden?

Hodenherz: Wir haben 2005 einige wichtige Schritte gemacht und da sind wir natürlich zufrieden. Doch wir wissen, das wir uns darauf nicht ausruhen können und schauen eigentlich eher nach vorne auf die neue Tour und danach die nächste CD…

OM: Bei der Vorbereitung auf das Interview habe ich mir verständlicherweise einige Informationen von eurer Homepage besorgt. Dabei ist mir aufgefallen, dass ihr die meisten Konzerte in Süddeutschland spielt. Ist euer Name noch nicht in den Norden durchgedrungen oder ist der Aufwand zu groß um weiter nördlich die Bühnen zu erobern?

Hodenherz: Das ist meist eher ein Veranstalterproblem. Derzeit gibt es sehr viele neue Bands. Feuerschwanz hebt sich eh schon stark von der Masse ab, da das Konzept in der Form noch nicht da war.

Hauptmann: Trotzdem ist es für einen Veranstalter halt gerade bei einer jungen Band immer ein Risiko, ob die Leute kommen.

Hodenherz: Unser Name ist im Norden eigentlich schon bekannt. Wir haben da einige sehr treue Fans im Hamburger Raum und nördlich davon tanzen auch schon einige Leute den Drachentanz.

OM: Im Januar habt ihr sogar eine komplette Konzertpause eingeplant. Steckt da ein besonderer Hintergrund hinter, oder wollt ihr euch einfach für die Zeit danach ausruhen?

Hauptmann: Zum einen ruhen wir uns natürlich für die Zeit danach aus, denn so locker es dem Betrachter erscheinen mag, hinter einer CD steckt ja ne Menge Arbeit und da wir das gute Stück ausgeruht und frisch präsentieren wollen, gibt’s die Winterpause.

Hodenherz: Zudem ist es unseren Pferden zu kalt im Winter und deshalb bleiben wir während der Kalten Jahreszeit am liebsten in unserer Ruine…

OM: Eigentlich wird im Musikbusiness die Regel verfolgt, erst CD und dann Tour. Ihr habt bis jetzt nur eine 4 – Tage – Tour absolviert. Ist für das kommende Jahr eine ausgiebigere Tour geplant?

Hodenherz: Wir sind da am planen. Ab März möchten wir unterwegs sein und dann bis Anfang Mai durch die Clubs tingeln. Ab Mai beginnt dann schon die Zeit der Märkte und Festivals. Auch im Herbst wollen wir noch mal durch die Clubs ziehen…

OM: Wie läuft es denn generell auf euren Konzerten ab? Seid da nur ihr verkleidet oder kommen auch eure Fans in entsprechender Verkleidung?

Hauptmann: Mal so, mal so. Aber in der Regel kommen die Leute zu uns in den selben Klamotten, in denen Sie auch zum Schandmaulkonzert gehen würden.

Hodenherz: Das ist ja gerade das Problem, wir würden nämlich gerne viel mehr Maiden in Rüstung auf unseren Konzerten haben.

OM: Von den Konzerten komme ich jetzt zu eurer Veröffentlichung „Prima Nocte“. Wie sind denn bis jetzt die Resonnancen? Also bei OsnaMetal.de habt ihr 4,5 von 5 Punkten erhalten, um mal etwas zu schleimen.

Hodenherz: Da haben wir uns auch sehr gefreut! (grinst)

Hauptmann: Die Reaktionen sind so wie wir erwartet haben. Überwiegend positiv und extrem polarisierend. Einige Rezensenten wurden richtig emotional in ihren Kritiken. Aber das ist die Ausnahme. Die meisten mögen „Prima Nocte“. Von einigen hat sogar die ganze Band Weihnachtsgrüße bekommen. Das freut einen natürlich dann sehr.

OM: Wie war die Herangehensweise beim Schreiben der Lieder. Sind alle Mitglieder in den Entstehungsprozess integriert oder wurde das nur von einem Teil der Band erledigt. Ich hatte beim Recherchieren den Eindruck, dass da Hauptmann Feuerschwanz und Sir Richard Hodenherz die Bandköpfe sind. Natürlich irre ich mich bestimmt, wie meistens wenn ich so was behaupte.

Hauptmann: Nö, überhaupt nicht. Ich und Hodenherz sind sozusagen die Lanzenspitze der Feuerschwanzbewegung.

Hodenherz: …zusammen mit Walther.

Hauptmann: Ich schreibe die Lieder und Texte, die dann von Hodenherz und Walther noch um die Geigen und Flötenmelodien bereichert werden. Zudem sucht Hodi immer neue Instrumentals, die er dann setzt und ist für alles Grafische in der Band zuständig, wie Covers, Plakate, T-Shirts und das ganze Zeug. Zusammen sind wir ein gutes Team…

Hodenherz: Das setzt sich auch live fort. Wir sind sozusagen eine Art Doppelfront. Nur in Sachen holde Maiden, da wird nicht zusammen gearbeitet. Da kämpft jeder seine eigene Schlacht…

OM: Sind die Lieder teilweise schon älter oder extra für die CD Veröffentlichung geschrieben worden? Habt ihr sie dann vorher noch geschaut wie sie live angenommen werden oder ward ihr von der Stärke der Songs so überzeugt?

Hauptmann: Die CD hat sich eigentlich aus dem Live-Programm heraus ergeben. Ein paar Songs existierten schon und waren auch schon auf unserer Demo-Maxi zu hören. Die wurden dann nochmals überarbeitet und neu gemixt. Songs die es live nicht schaffen, haben auch auf der CD keine Chance…

OM: In eurer Musikszene, gibt es bestimmt wie eigentlich überall eine „Szenepolizei“. Wie reagiert diese denn auf euch? Die meisten mir bekannten Lieder handeln eigentlich fast immer über Liebeskummer und haben nicht gerade so frivole und anrüchige Texte wie ihr.

Hauptmann: Die Szenenpolizei steigt natürlich auf die selbst erbauten Barrikaden, aber wie uns mal jemand sagte, soll man von da oben seinen eigenen Horizont ziemlich gut erweitern können.

Hodenherz: Wir können es leider nicht allen recht machen. Humor ist etwas subjektives und Geschmackssache. Aber selbst Leuten die beim Wort „FICKEN“ schon errötend den Raum verlassen, kann Feuerschwanz was bringen. Sozusagen als Schocktherapie…

OM: Dann noch eine persönliche Frage. Interessieren euch auch noch andere Musikrichtungen oder bleibt ihr eurer Schiene auch privat treu? Wenn ihr anderweitig interessiert seid, würde es mich auch interessieren was denn so gehört wird.

Hauptmann: Unter den CDs des geilen Haufens dürfte man so gut wie alles finden Sicher findet man auch viel Folk-Rock-Sound. Bei Hodenherz weiß ich das man neben viel Punk, Ska und Irishmusic auch sehr seltsame CDs finden wird

Hodenherz: …ja, wie die neue Frank Zander Scheibe. Damit ziehst Du mich jetzt seit drei Wochen auf. Aber es stimmt, bei Feuerschwanz spielen ganz unterschiedliche Musikgeschmäcker. Es geht sogar das Gerücht um, das ein früherer Schlagzeuger deshalb die Band verlies, weil er auf Tour nie das hören durfte, was er gerne privat hört… Aber Lanzeflotts CDs halten es auch nie lange im CD-Player aus

OM: Zum Anfang habe ich nach dem Rückblick gefragt. Zum Abschluss interessiert mich was ihr euch für das nächste Jahr neben genügend Met und trocknen Darmwinden erhofft?

Hodenherz: Die Antwort haben wir auswendig gelernt. Achtung jetzt kommt’s:

Hauptmann: Wir hoffen auf die Befreiung des Mets von der Alkoholsteuer, Trinkhörner auf dem Oktoberfest…

Hodenherz: …und mehr Frauen in Rüstung.

OM: Löblich! Dann bedanken wir uns für das Interview und wünschen euch weiterhin nur das Beste!

———-

Datum: 20.12.2005
Autor: Striker


Wie hat Dir der Artikel auf metaller.de gefallen?

Feuerschwanz: Der Hauptmann und seine Gefährten die „Verteidiger des Wahren Mets“: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne5,00von 5 Punkten, basieren auf 1abgegebenen Stimmen.
Loading...