Wertung: 7 von 10

Was sich heutzutage alles „Thrash“ schimpfen kann ist erstaunlich. Zumindest was die Myspace-Angaben angeht, sollte man sich schon darauf verlassen können, womit der Hörer es zu tun hat. Bei Five Finger Death Punch handelt es sich nicht um eine tödliche Kampftechnik wie bei Kill Bill, sondern um eine – grob eingerissen – Nu-Metal/Crossover Band aus Los Angeles.


Die einen schreiben, sie machen Metalcore, die anderen sagen, es ist Nu Metal, wiederum andere behaupten, FFDP machen Thrash und Hardcore. Ich sage, die Band spielt das, was momentan angesagt ist!

Eine Mischung aus Slipknot und Stone Sour (die Bands kann man fast nur noch in einem Atemzug nennen, Stichwort musikalische Fusion), Soilwork, Devildriver und einer Spur Trivium.

„War Is The Answer“ ist nach „The Way Of The Fist“ das zweite Werk der Amerikaner und überzeugt durch selbstbewusstes Auftreten, technisch perfektem Können und eine gehörige Portion Gespür, was sich im Moment gut verkaufen könnte. Mit 13 Songs hat man dann auch eine Menge gezeigt, was die Jungs so drauf haben. Und das macht von Mal zu Mal mehr Spaß beim Hören. Der Opener „Dying Breed“ hat ’ne Menge Pfeffer im Arsch, schnelles Tempo, einen sehr tiefen Bassound und bis auf den Weichspül Refrain, gibts ordentlich einen drauf. „Hard To See“ ist wesentlich melodischer und geht mehr in Richtung Göteborg-Vermächtnis. „Bulletproof“ erinnert stark an Stone Sour, hat aber auch kleine Thrash Metal-Züge. Danach plätschern die Songs leider leise vor sich hin.

„Far From Home“ lohnt dann wieder, näher beleuchtet zu werden. Dabei handelt es sich um eine Ballade, die mit der Streicheruntermalung und den Piano-Klängen voll und ganz radiotauglich ist, dabei aber ziemlich gut gelungen ist und zu den Anspieltipps gehört. Falling In Hate gehört, wenn wir schon dabei sind, aber zu dem absoluten Highlight des Albums. Dieser Song kommt ganz ohne den typischen „Ich-singe-zwischendurch-brav-und-gefühlvoll-damit-das-nicht-ganz-so-böse-wirkt“ aus, tritt sogar in die Fußstapfen von Devildiver und hat einen ganz besonderen Groove, der die Ohren und die Murmel erfreut. Besonders erwähnenswert ist noch das Instrumentalstück „Canto 34“ mit tollen Gitarrensoli.

Fazit: Eine Band und ein Album, bei dem scheinbar alles richtig gemacht worden ist. Klasse Gesang, tolle Instrumentalarbeit, solides Songwriting und Sinn für den Zeitgeist. Aber zum ganz großen „Wow“-Effekt recht es dann doch nicht. Vielleicht hätten ein paar Songs weniger dem Gesamtwerk besser getan.

Tracklist:

  • 01. Dying Breed
  • 02. Hard To See
  • 03. Bulletproof
  • 04. No One Gets Left Behind
  • 05. Crossing Over
  • 06. Burn It Down
  • 07. Far From Home
  • 08. Falling In Hate
  • 09. My Own Hell
  • 10. Walk Away
  • 11. Canto 34
  • 12. Bad Company (Bad Company-Cover)
  • 13. War Is The Answer

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