Zu groß ist die Ideenvielfalt und Häufigkeit die Tempiwechsel. Auf schleppende Doom-Beats folgen erschlagende Gitarrenwände die von einem gnadenlosen Geknüppel des Schlagzeugs unterstützt werden, bis plötzlich ein Break seinerseits Platz für ein Saxophon schafft, dass gleichzeitig deplazierter und passender nicht sein könnte.

Forces at Work gehen mit „Reverse Feng-Shui Audio Guide“ definitiv neue Wege behalten dabei jedoch ihre ProgMetal-Wurzeln und Deathmetal-Anleihen scharf im Auge. Allein für den Mut Musikstile wie Prog, Death und Jazz unter einen Hut zu bringen (und dass dieses auch sehr gut gelingt) verdient meiner Meinung nach schon einen Punkt. Die Band bewegt sich auf ihrem neuen Album spieltechnisch auf einem hohen Niveau, was an den bereits erwähnten und nicht ganz einfachen Tempiwechseln festzumachen ist. Der Sänger der Combo Andreas Lohse bedient mit seinem Organ zudem auch noch ein ziemliches breites Spektrum an verbalen Ausdrucksweisen, die sich von cleanen Lead-Gesängen bis hin zu urplötzlich wieder auftretenden zornestriefenden Grunts erstrecken. Ohne Frage ist dieses Scheibchen keines von der Sorte, die man sich im Kaufhaus anhört und sofort in die Tasche steckt. Doch wen Jazzelemente wie ein quirliges Saxophon( „Predictable Patterns Of Unique Minds“ ) nicht stören und wer sich im ProgMetal zu Hause fühlt, sollte ruhig zugreifen. Diese Band hat definitiv Potential, auch wenn meiner Meinung nach manchmal die Gitarrenspielereien zu sehr ausufern. Aber was die vier Jungs aus Wuppertal hier abliefern ist JazzProgMetal at it’s best!

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