Wertung: 8 von 10

No rules! No frontiers!

Alles ist erlaubt, alles wird ausprobiert!

Das haben sich Fortitude auf die Fahnen geschrieben als sie sich im September 2000 gegründet haben.


Und auch noch heute scheinen sie diese Parole als Leitmotiv in die Welt hinaus zu rocken: „never change a running system“.

Fast zumindest, hat die Band doch seit der Gründung ganze fünf Male ihre Zusammensetzung verändert. Mal stieß noch einer dazu, dann verließ ein anderer wieder die Band…bis hin zur heutigen Konstellation mit der erst seit Anfang 2004 dazu gestoßenen ‚Iwi‘ am Mikro, den Gitarristen Sascha Rink und Ingo Milatz, sowie dem Bassisten Ralf Wessels und dem Schlagzeuger Sacha Meinert.

Dieses Team scheint zu funktionieren, wie der neueste Streich der Band zeigt. Eine Mini-CD – noch ohne Namen – auf der drei Knaller zu finden sind, welche die große Stärke von Fortitude (dt.: Seelenstärke) zum Besten geben – großartige und vielseitige Musik ohne dabei in ein klassisches Genre verfrachtet zu werden. Die Stimme von Iwi führt zwar zwangsläufig zu vergleichen mit Sandra Nasiæ, der Frontfrau der Guano Apes, und auch die Musik lässt Vergleiche zu bereits bekannten Bands wie Sick Of It All, Life Of Agony, Coheed And Cambria oder Helmet zu, jedoch verlieren Fortitude keineswegs ihre Individualität sondern definieren vielmehr das Genre neu indem sich in ihrer Musik recht unterschiedliche Einflüsse wieder finden wie Emo- und Hardcore, sowie Crossover und sogar Elemente des (Trash-)Metal.

Was mit dieser Vielseitigkeit gemeint ist wird nun schon nach den ersten Takten der CD klar: mächtig Power und Emotionen, kombiniert mit dem gewissen Etwas an Feingefühl. So hat der Opener „Minute To Minute“ an sich zwei Seiten. Zum einen die powergeladene Straightness wie man sie von Hardcoregrößen wie Anthrax kennt, zum anderen die gefühlvolle Melancholie, die noch durch den doppelt gesampleten Gesang verstärkt wird.

Der zweite Track „Senseless“ kommt da schon durchgehend brachialer rüber, nicht zuletzt durch die fortwehrend emotionalen Ausbrüche von Iwi, wodurch die Wut und Aggression des Songs erst richtig zur Geltung kommen.

Den krönenden Abschluss bildet dann schließlich „Going Home“, in dem der Gesang teilweise etwas in den Hintergrund tritt und Platz bietet für ausgedehnte, teils schon psychedelisch anmutende Riffs, wodurch die Band ihr großen Können nochmals unter Beweis stellt.

Fazit: Eine mehr als gelungene Mini-CD, die keine Wünsche offen lässt und somit Appetit auf mehr Fortitude macht!

Bleibt nur noch eine Frage: Wann kommt bitte endlich der erste Longplayer in die Stores?!?

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