Wertung: 4 von 10

Im US Pro Wrestling gibt es eine junge Dame namens Francine, welche von ihren Fans dank ihrer jahrelangen Beschäftigung bei der Hardcorewrestlingliga ECW liebevoll die „Queen of Extreme“ genannt wird.


Und genau dieses Prädikat trifft auch auf die Band Francine zu. Wie komm ich darauf dies so zu formulieren? Ganz einfach, ihre neue Platte „King for a day“ beginnt mit zwei extrem starken Songs („King for a day“, „You get me wrong“) nur um danach leider extrem abzuflachen und teilweise extrem langatmig, ja sogar langweilig zu werden. Das auf der ganzen Platte neben den beiden Openern nur noch die Coverversion von „Strychnine“ hervorsticht, dürfte wohl Bände sprechen. Musikalisch bewegen wir uns hier im poppig angehauchten Rock’n’Roll, der verzweifelt versucht Ohrwürmer zu kreieren und dabei leider immer irgendwie auf der Strecke bleibt. Alles erinnert so an „schon mal irgendwo anders dann doch schon besser gehört“ was auch daran liegen dürfte, dass gern mal ein wenig bei den Texten und Instrumentalisierungen zitiert wird.Der Refrain von „Sunday“ beispielsweise erinnert mich textlich etwas an „Manic Monday“ von den Bangles und wenn bei „Comin’ Around“ der Refrain mit den Worten „Take me as I am“ anklingt, erinnert das unweigerlich irgendwie an „Take on me“ von A-HA.Die Songs allgemein wirken viel zu austauschbar und nach einer gewissen Zeit des Hörens kommt es einem so vor, als hätte die Band ein und denselben Song wieder und wieder nur mit neuem Text eingespielt. Das haben sie auch nicht schlecht gemacht, vom handwerklichen Standpunkt her ist das hier alles grundsolide, nur eben auf die Dauer einfach langweilig. Ich bin mir sicher, dass die Band und die Platte ihre Fans finden wird, denn, wie gesagt, vom musikalischen Standpunkt her gibt’s hier nicht viel zu mäkeln, aber mir ist das hier alles zu einheitlich, zu undifferenziert und zu langweilig.