Dabei wird mit dieser CD sogar ein doppeltes Jubiläum gefeiert. Einerseits ist „To The Metal“ das zehnte Studioalbum der durch den Ausstieg von Mastermind Kai Hansen bei Helloween entstandenen Band. Und eben diese Bandgründung liegt jetzt so ziemlich genau 20 Jahre zurück (oder ein unbedeutendes Bisschen mehr). Grund genug also, diese CD als eine Homage an den Metal zu preisen, was auch den Titel gut erklärt.

Aber neben reichlich Diskussionsmaterial haben Alben von Gamma Ray vor allem eines zu bieten, nämlich überdurchschnittlich gute Musik, egal wie man zu dieser Band steht. So auch auf diesem Release, was ebenfalls mit zehn Titeln aufwarten kann, darunter sogar einer mit Gastsänger und eigentlich Metal-Aussteiger Michael Kiske. Und genau dieser Track ist es, der nach dem einleitenden „Empathy“ zum ersten Mal so richtig auf die Tube drückt. Etwas getragener, aber immer noch flott geht es bei „Time To Live“ zur Sache, welches perfekt den Titeltrack einleitet. „To The Metal“ ist fast schon episch zu nennen, auch wenn ich die, an anderen Stellen auftauchenden, Vergleiche mit Judas Priest nur bedingt nachvollziehen kann. Vielmehr spielen hier die Kampfchöre wie bei Majesty oder den bereits erwähnten Manowar (auch im Rhythmusbereich) eine viel größere Rolle.

Aber jedem seine eigene Meinung. „Rise“ beginnt mit Maidenesquen Gitarrenparts, bevor die Dampflock wieder zuschlägt. So oder ähnlich geht es weiter im Programm. Doublebaserammen wechseln sich mit etwas getrageneren Stücken ab, sodass fast 50 Minuten Spielzeit am Ende zu Buche stehen. Für mich ist „To The Metal!“ eben eine typische Gamma Ray-Scheibe mit allen Vor- und Nachteilen, wobei erstere in meinen Augen klar überwiegen. Somit ist es nur logisch, dass ich für diese CD 4,0 Gitarren vergeben kann.

Tracklist:

  • 01. Empathy
  • 02. All You Need To Know
  • 03. Time To Live
  • 04. To The Metal
  • 05. Rise
  • 06. Mother Angel
  • 07. Shine Forever
  • 08. Deadlands
  • 09. Chasing Shadows
  • 10. No Need To Cry