Der Rückweg aus dem Verborgenen Tal verlief schweigend. Nicht aus Müdigkeit, sondern aus der Wucht der Erkenntnisse, die sie soeben gesammelt hatten.
Episode 4 – Schatten im Tal

Jeder Schritt war schwerer als der vorherige, und doch spürten Cannael und Hanfael denselben inneren Drang: Sie mussten zurück – und zwar bald. Zu vieles war ungeklärt, zu vieles schien in den Schatten verborgen.
Als sie den Forschungshof erreichten, war der Himmel bereits in ein tiefes Orange getaucht. Die letzten Sonnenstrahlen legten sich über die Felder, als wollte die Natur selbst sie daran erinnern, dass ihre Arbeit nicht nur wissenschaftlicher Natur war, sondern auch Verantwortung bedeutete. Elias verabschiedete sich ohne viele Worte, doch sein Blick sprach Bände: Die Zeit drängte.
Rückkehr ins Labor
Im Labor herrschte ein kühles, konzentriertes Licht. Cannael legte die Proben vorsichtig auf den Steriltisch, während Hanfael seine Faseranalysen sortierte. Die beiden arbeiteten synchron, fast wortlos. Hier zeigte sich, dass ihre Zusammenarbeit weit stärker war, als es eine zufällige Begegnung vermuten ließ.
Cannael stellte die erste Blütenprobe unter das Mikroskop. „Sieh dir das an“, murmelte er und rückte zur Seite, damit Hanfael einen Blick werfen konnte. Die Trichome glitzerten in einem untypischen Blauviolett, dicht gepackt, fast überladen. „Das ist keine natürliche Entwicklung. Jemand hat diese Pflanze gezielt so manipuliert, dass sie extreme Expressionen zeigt.“
Hanfael runzelte die Stirn. „Und die Faserstruktur hier… sie wirkt, als hätte jemand versucht, Stabilität auf Kosten der genetischen Vielfalt zu erhöhen. Das ist Zuchtversuch-Level, nicht Experiment-Level.“
Cannael lehnte sich zurück. „Phase III – Stabilisierung“, erinnerte er sich an die Worte auf den handschriftlichen Unterlagen. „Das bedeutet, dass es mindestens zwei vorherige Phasen geben muss. Und wahrscheinlich irgendwo Aufzeichnungen dazu.“
Spuren, die nicht zufällig sind
Hanfael zog den Koffer hervor, den sie aus der Hütte im Tal mitgenommen hatten. Er öffnete ihn vorsichtig, als könnte jede unbedachte Bewegung die dort enthaltenen Geheimnisse zerstören. Die Zeichnungen und Notizen lagen wirr durcheinander, aber man erkannte ein Muster: Es waren Durchschläge – Kopien von originalen Forschungsunterlagen.
Doch etwas fehlte.
Es gab keinen Namen. Keine Signatur. Keine Herkunft.
Nur kryptische Kürzel wie „R.C.“, „L-Stufe“, „M-Basis 2.4“ und ein einzelnes Datum: „03/24“.
„Das ist absichtlich anonymisiert“, stellte Cannael fest. „So arbeitet niemand, der wissenschaftlich sauber arbeitet. Das hier ist entweder illegal, im Graubereich – oder bewusst im Verborgenen.“
Hanfael blätterte durch die Seiten, bis er abrupt innehielt. „Schau dir das hier an.“
Auf einer Skizze war eine Pflanze abgebildet, deren dunkle Blätter sie bereits im Tal gesehen hatten. Darunter stand:
„Ziel: Maximale Konkurrenzkraft. Minimale Abhängigkeit. Beschleunigter Wachstumszyklus.“
„Das klingt nicht nach Forschung“, sagte Hanfael leise. „Das klingt nach… Kontrolle.“
Ein Geräusch in der Nacht
Kurz nach Mitternacht, als die beiden gerade erste Ergebnisse zusammenstellten, hörten sie draußen ein Geräusch. Ein leises Knacken. Dann Schritte. Langsam, bedacht, aber nicht unauffällig genug für zwei Männer mit geschärften Sinnen.
Hanfael griff instinktiv nach der Taschenlampe. „Wir sind hier draußen eigentlich allein, oder?“
Cannael nickte. „Zumindest nachts. Lass uns nachsehen.“
Die Luft war kühl, der Himmel klar. Lediglich der schwache Mond beleuchtete den Hof. Zwischen den Büschen am Rand des Geländes bewegte sich etwas. Eine Gestalt – schnell, klein, aber eindeutig menschlich.
„Hey!“, rief Cannael. Doch die Gestalt rannte davon.
Hanfael sprintete los, Cannael dicht hinter ihm. Doch als sie den Rand des Waldes erreichten, war die Person verschwunden. Keine Spuren, keine Geräusche. Nur der Geruch von feuchtem Laub und… etwas anderem. Etwas Ungewöhnlichem.
Hanfael blieb stehen. „Riechst du das?“
Cannael nickte langsam. „Das ist dieselbe Pflanzenessenz wie im Tal.“
Der Fund im Gras
Am Rand des Weges lag etwas im Gras. Eine kleine Metallkapsel, kaum größer als ein Daumen. Cannael hob sie auf und drehte sie in der Hand.
„Das ist ein Probenbehälter.“
Hanfael kniff die Augen zusammen. „Warum verliert jemand so etwas? Oder eher: Warum lässt jemand das absichtlich liegen?“
Cannael öffnete die Kapsel vorsichtig. Darin befand sich ein einzelner Samen. Schwarz. Glatt. Mit feinen hellen Linien – genau wie die Pflanzen im Tal.
Ein Hybrid-Samen. Ein perfektes Exemplar.
„Wir werden beobachtet“, sagte Hanfael schließlich. „Und zwar nicht von jemandem, der uns wohlgesonnen ist.“
*** Anzeige ***
Kaufe .de Cannabis-, Hanf- und CBD-Domains und investiere in eine grüne Zukunft!
Sichere dir jetzt deine Cannabis Wunschdomain bevor es jemand anderes tut!
Hier günstig Cannabis-Domains kaufen!Verkauf solange verfügbar – Änderungen und Zwischenverkauf vorbehalten.

Werbung
Zurück ins Tal
Am nächsten Morgen standen die beiden früher auf als sonst. Schlaf war kaum möglich gewesen, zu laut waren die Gedanken.
Mit Elias beschlossen sie, erneut ins Verborgene Tal aufzubrechen – diesmal bewusst vorbereitet, mit mehr Werkzeug und einer klaren Strategie.
Doch schon nach wenigen Metern im Wald wurde ihnen klar: Jemand war vor ihnen hier gewesen.
Frische Fußspuren. Gebrochene Zweige. Und tiefe Abdrücke im moosigen Boden – als hätte jemand schweres Gerät transportiert.
„Das hier ist größer, als wir dachten“, sagte Cannael.
Hanfael nickte. „Und gefährlicher.“
Als sie das Tal erreichten, bestätigte sich ihr Verdacht. Einige der dunklen Pflanzen waren verschwunden – einfach herausgeschnitten. Andere lagen gefällt am Boden, als hätte jemand versucht, Spuren zu verwischen.
Doch das Unheimlichste war etwas anderes:
Die Hütte war nicht mehr leer.
Der Mann mit dem Hut
Im Eingang der Hütte stand ein Mann. Groß. Schlank. Ein brauner Hut auf dem Kopf, der sein Gesicht teilweise verdeckte. Er blickte auf, als hätte er sie erwartet.
„Ihr seid spät“, sagte er ruhig.
Hanfael blieb stehen. „Wer seid ihr?“
Der Mann lächelte leicht, aber ohne Wärme. „Jemand, der seit langem auf diese Pflanzen aufpasst. Und jemand, der nicht möchte, dass ihr weiterforscht.“
Cannael spürte, wie sich die Anspannung in seinen Schultern zusammenzog. „Ihr seid also derjenige, der hier züchtet?“
Der Mann schüttelte langsam den Kopf. „Oh nein. Der Züchter war jemand anderes. Jemand, den ihr besser nicht finden wollt.“
Ein kalter Schauer lief ihnen den Rücken hinunter.
Die Warnung
Der Mann trat einen Schritt nach vorne. Keine hastige Bewegung, eher wie jemand, der weiß, dass er die Kontrolle hat.
„Hört zu“, sagte er. „Diese Pflanzen sind nicht eure Sorge. Sie sind Teil eines Projekts, das ihr nicht verstehen sollt. Je mehr ihr herausfindet, desto gefährlicher wird es – für euch und für dieses Tal.“
Hanfael ballte die Fäuste. „Wir lassen nicht zu, dass diese Mutation die alten Hanfkulturen zerstört.“
Der Mann sah ihn ruhig an. „Ihr habt keine Wahl. Das Projekt ist bereits weiter, als ihr denkt.“
Dann drehte er sich um und ging in den hinteren Teil der Hütte.
Als sie ihm folgen wollten, waren er – und alle Unterlagen – verschwunden.
Ein zurückgelassener Hinweis
Auf dem Tisch lag nur ein einzelnes Blatt Papier. Darauf stand:
„Wenn ihr den Ursprung finden wollt, sucht nördlich der drei alten Brunnen.“
Hanfael sah Cannael an. „Er will, dass wir ihm folgen.“
Cannael nickte langsam. „Oder er will uns in eine Falle locken.“
Hanfael schulterte seinen Rucksack. „Wie auch immer – wir gehen.“
Es war der Beginn ihrer Suche nach dem Zentrum des Projekts. Nach den geheimen Brunnen. Nach dem Ursprung der Hybridplantage.
Und damit begann ein Kapitel, das gefährlicher werden sollte als alles zuvor.
Fortsetzung folgt …
———-
Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele
Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung
Beachte hierzu auch den medizinischen Haftungsausschluss!






