Also bleibt den Gralsrittern aus Grailham City nichts anderes übrig, als die Bierstute Zapf Beauty zu satteln und gemeinsam mit dem Battle Choir erneut in die Schlacht zu ziehen. Als heutiges Schlachtfeld wurde der Bastard Club in Osnabrück ausgewählt, wo man Dr. Skull kräftig in den knochigen Arsch treten will.

Leider können die Grailknights heute nur auf einen sehr kleinen Battle Choir zurückgreifen. Gerade einmal knapp 70 tapfere Krieger und Kriegerinnen haben den Weg nach Osnabrück gefunden, als gegen kurz nach acht die Band Craving die Bühne betritt. Und auch die Oldenburger Truppe ist heute mit einem Mann weniger am Start, denn nach Angaben von Sänger Ivan wurde Bassist Leonid vom bösen Dr. Skull entführt. Aber davon lassen sich die Jungs nicht einschüchtern und sorgen direkt für ordentlich Stimmung vor der Bühne. Irgendwie scheint das Publikum heute auch echt Bock auf den melodischen Black/Death Metal zu haben, denn es wird gebangt, geklatscht und getanzt. Besonders gut kommen die neuen Songs „Olga“ und „Sons of the Rebellion“ vom 2013er Album „At Dawn“, an. Aber auch Klassiker wie „Wolfsherz“ werden ordentlich abgefeiert. Zum Ende gibt es dann noch den Emmelie De Forest Coversong „Teardrops“. Alles in allem also eine solide Leistung der leicht dezimierten Truppe. Negativ fallen eigentlich nur der leicht höhenlastige Sound und der zeitweilig etwas zu leise Gesang auf. Ansonsten kann es so weiter gehen.

Um kurz nach Neun erscheint dann der Bösewicht Dr. Skull persönlich. In düsterer Kluft und mit dem Gral in der Hand zeigt er sein finsteres Grinsen. Der Battle Choir beantwortet diesen Auftritt natürlich standesgemäß mit lautem Buhen und Pfeifen, was sofort die Grailknights in ihren bunten und strahlenden Rüstungen auf dem Plan ruft. So kann die Gefahr zunächst abgewehrt werden. Und um von Anfang an klar zu stellen mit wem Dr. Skull es hier heute zu tun hat, feuern die Jungs mit „Calling the Choir“ und „Morning Dew“ zunächst zwei Knaller vom neuen Album in die Menge. Und auch wenn „Calling the Choir“ erst seit etwa einer Woche zu haben ist, singt das Publikum sofort kräftig mit. Auch beim All-Time Klassiker „Nameless Grave“ zeigen die Anwesenden Krieger und Amazonen, was sie drauf haben.

Danach muss aber erst einmal Zeit für eine kleine Stärkung sein, denn Zapf Beauty belohnt den Battle Choir mit einem kleinen Fass Bier, welches unter den treuen Kameraden und Kameradinnen natürlich brüderlich und schwesterlich geteilt wird. Und auch eine erneute Attacke von Dr. Skull kann hier abgewehrt werden. Lustigerweise landet der alte Sack dabei mal ordentlich auf seinem knochigen Arsch und zieht mit eingezogenem Schwanz von dannen. Weiter also im Programm. Doch der nächste Angriff lässt nicht lange auf sich warten. Gerade hat man die schöne Ballade „Brüder“ zu Ende gebracht, da nähert sich auch schon der übellaunige Drache Urks um den Grailknights zu Leibe zu rücken. Doch mit Hilfe von Zapfi und dem Battle-Choir scheitert auch diese Attacke, und Urks kann von der Bühne vertrieben werden.

Nun ist wieder Friede Freude Eierkuchen im Grailknights Lager und man gibt sich einer ausschweifenden Metal Party hin. Die jungen Krieger aus Grailham City wirken heute sowieso extrem gut gelaunt und spielfreudig. Und so macht es auch ob der relativ geringen Besucherzahl einen Riesenspaß. Dabei gehen die Songs vom neuen Album mindestens genauso gut ab wie auch die lustigen Show Einlagen der Marke „Grailorobic“ oder die „Muskel La-Ola“. Ein besonderes Schmankerl liefern die Jungs dann noch einmal mit dem „Superhero Medley“ ab, in welchem sie Titelmelodien von bekannten Superhelden Serien der Achtziger und Neunziger in metallisierter Form zum Besten geben. Aber dann geht es auch schon auf zum großen Finale. Nachdem Dr. Skull im obligatorischen Schlusskampf besiegt und ihm der Gral entrissen werden kann, holen die Grailknights noch einmal alles aus sich und dem Battle Choir heraus. Wer könnte auch schon bei „Moonlit Masquerade“ und „Grailquest Gladiators“ still stehen.

Alles in allem also ein extrem kurzweiliger Abend, der neben klasse Musik vor allem eine super Show bot. Hier scheint man bei der Rekrutierung der neuen Gralsritter also alles richtig gemacht zu haben, denn alle Bandmitglieder harmonieren auf der Bühne sehr gut miteinander und liefern ein stimmiges Gesamtbild ab. Mit ein bisschen Theater, ein bisschen Comic und der Tatsache, dass sich die Grailknights selber nicht immer so ganz ernst nehmen, wird daraus also mal wieder eine runde Sache. Schade nur, dass so wenige Leute da waren.

Setlist Craving

  • 1.Revenge
  • 2.By the blowing wind
  • 3.Olga
  • 4.Sons of the Rebellion
  • 5.Leopard
  • 6.Wolfsherz
  • 7.Teardrops (Emmelie De Forest Cover)

Setlist Grailknights

  • 1.Intro
  • 2.Calling Choir
  • 3.Morning Dew
  • 4.Nameless Grave
  • 5.Desert Star
  • 6.Across the Galaxy
  • 7.Brüder
  • 8.Sea Song
  • 9.Absence of Gravity
  • 10.Superhero Medley
  • 11.Now or Nevemore
  • 12.Far and away
  • 13.Moonlit Masquerade
  • 14.Grailquest Gladiators
  • 15.Outro (Flashdance)

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