Mann oder Frau nehme zwei Portionen Led Zeppelin, eine Portion Rolling Stones und eine Portion The Doors. Heraus kommt eine Band wie Graveyard, die all diese Einflüsse gekonnt in einen eigenen Sound einbringt.


Spätestens um halb acht, am Samstagabend vor dem Bastard Club, ist mir bewusst geworden, welches Konzert ich mir ansehe. Vor dem Eingang hat sich eine Warteschlange bis zur Straße gebildet. Nur ein kleines Kontingent an Karten war noch an der Abendkasse zu kaufen. Keine Frage, die Live-Qualitäten von Graveyard haben sich herumgesprochen. Die Show ist ausverkauft.

Zum Glück bin ich schon früh zum Bastard Club gefahren. So das ich mir den Auftritt der Vorband Horisont ansehen kann. Vor gut 200 Menschen promotet die Band ihr Debütalbum mit einer 30-minütigen Performance. Für meine Begriffe klingt der Gesang stellenweise etwas zu dünn und monoton, da Axel ausschließlich kopflastig singt. Der Funke springt über zum Publikum, bei Liedern wie Second Assault und Time Warrior. Keine Frage, Horisont sind ein würdiger Einheizer.

Um kurz nach neun betreten die schwedischen Grammy-Gewinner der Kategorie „Bestes Rock Album des Jahres“ – Graveyard – die Bühne und starten ihren Gig. Auf ein weißes Laken hinter dem Drumkit werden Projektionen dargestellt. Beim routiniert wirkenden und mitreissenden Liveauftritt, präsentiert die Band viele Lieder beider Alben. Sänger/Gitarrist Joakim kommt gut mit seiner Doppelbelastung klar. Die Ansagen fallen auch hier kurz aus. Richard Edlund (Bass) und Axel Sjöberg (Drums) grooven wie Hölle. Das Publikum geht gut mit. Zwei Crowdsurfer haben kurzfristig genervt und die Sicht auf die Bühne versperrt. Nach 60 Minuten verlassen Graveyard, unter Protestrufen des Publikums, die Bühne. Die Zugaberufe werden lauter – und erhört. Nach Evil Ways gehen die Lichter nach 80 Minuten Gesamtspielzeit aus.

Auszug aus der Setlist:

  • Blue Soul
  • Buying Truth
  • As the Years Pass By, the Hours Bend
  • Ungrateful Are the Dead
  • Granny & Davies
  • No Good, Mr. Holden
  • Hisingen Blues
  • Siren
  • Thin Line
  • Evil Ways

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