Wertung: 8 von 10

Da ist ja das gute Stück endlich! Nach einigem Hin und Her und Übermittlungsproblemen innerhalb der Redaktion obliegt es also nun mir, die neue Produktion der Bramscher Rock’n’Roller von Gunslinger zu besprechen und meine bescheidene Meinung kund zu tun. Nun denn, so soll es sein!


Als erstes fällt auf, dass es sich bei „27“ um eine EP handelt, die mit sieben Stücken und ca. 30 Minuten Laufzeit für eine EP recht gut gefüllt ist und somit rein physisch schonmal alle guten Voraussetzungen mitbringt. Erhältlich ist das gute Stück übrigens für fünf Euro über die bandeigene Homepage. Musikalisch befindet man sich im erdigen Rock’n’Roll mit zeitweiligen Rockeinflüssen, wie auch schon auf dem Erstlingswerk „We Come Shootin'“.

Überraschender Weise beginnt dieser Silberling mit einem, an eine Ballade erinnernden, Pianointro und man ist schon fast der Meinung, dem Löwen seien die Krallen abhanden gekommen, da wird nach genau 30 Sekunden plötzlich der Mittelfinger rausgeholt und weit in die ungläubige Visage des Rezensenten gehalten. Fortgeführt wird „Restroom Lover“ mit einem „AC/DC-like“ Riff, welches die wahre Bestimmung der vier Herren aus „BramscHell“ verdeutlicht.

Der zweite Titel „Not Long Ago But Far Away“ geht da etwas härter an die Sache heran. Spontan kommen mir da Assoziationen zu den rockigeren Stücken von Guns N’Roses. Track Nummer drei „Chased“ bietet einen leichten Pop-Rock-Produktion Touch, der damit auch durchaus auf den altbekannten Musiksendern hätte laufen können. Für mich ein wenig zu Mainstream. „Body And Soul“ hingegen gefällt mir mit seiner speziellen Western-Attitüde im Gegensatz zum Vorgänger richtig gut. Irgendwie schafft es Sänger „Alex War“ in den ruhigeren Passagen in meinen Ohren nach Kurt Cobain zu klingen.

Mit „Stray City Dogs“, dem bereits fünften Titel von „27“ schauen Gunslinger über den Genretellerrand Richtung Metal, wird doch zum Beispiel die Doublebass fast durchgängig bemüht. Das ganze hält aber nur knapp zwei Minuten an, bis mit dem vorletzten Stück und dem gleichzeitigen Titeltrack wieder dem Rock’n’Roll gehuldigt wird.

Das letzte Lied beginnt mit hallender Gitarrenmelodie und psychedelischem Gesang und geht im Refrain dann auf ein mächtig arschtretendes Riff über. Ein nochmals gelunger Abschluss dieser EP, die mit ihren Stücken und der Abwechlung nie langweilig wird und eine klare Steigerung zum Vorgänger aufweist.

Tracklist:

  • 01. Restroom Lover
  • 02. Not Long Ago But Far Away
  • 03. Chased
  • 04. Body And Soul
  • 05. Stray City Dogs
  • 06. 27
  • 07. Crazy Fellows

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