Nach einigen Monaten und der Feststellung, dass man als Sänger besser seine Qualitäten beweisen kann, wenn man nicht nebenbei noch Bass spielt, stieß im Mai 2004 noch Manuel als Bassist hinzu und somit war die Band nun komplett. Da man sich scheinbar nicht so wirklich auf ein festes Genre einigen konnte, wurden Songs geschrieben, die durch die verschiedensten Musikrichtungen gehen, von Death Metal, Thrash Metal, Nu Metal, über Hardcore bis Alternative. Man muss aber dabei sagen, dass die Jungs einen richtig guten Job gemacht haben, und mit “In Conclusion the Abstinence“ ein richtig gutes Debütalbum produziert haben, welches die Band mit Sicherheit ein ganzes Stück nach vorne bringen wird.

“In Conclusion the Abstinence“ kann durch einen guten Gesamtsound, treibende Drum-Grooves und druckvolle Gitarren-Riffs überzeugen, die von vielseitigem Gesang und Geshoute untermalt werden. Was einem das Intro der CD allerdings sagen soll ist mir immer noch rätselhaft: Eine Mutter erklärt ihrem Sohn, was es zum Essen gibt. Allerdings mit recht interessanten Stimmen und einem Dialekt, der ein wenig an Beavis und Butt-Head erinnert. Doch nach dem etwas eigenartigem Intro geht’s dann aber auch richtig zur Sache. “Disinclination for Brussels Sprouts” ist interessanten Thema…. Übersetzt bedeutet der Titel soviel wie “Abneigung gegen den Rosenkohl“. Der Titel des zweiten Tracks ist auch etwas ungewöhnlich… der Titel “ Timmäähhh“ erinnert an den Rollstuhl fahrenden Charakter aus der beliebten Trickfilmserie Southpark, musikalisch ist der Song eine Mischung aus aggressivem Geschrei gemischt mit Gesang und Gegrunze. Bei dem Song “Brush“ zeugen die Musiker einmal was sie wirklich drauf haben und können durch ausgereifte Riffs und Einwürfe, gepaart mit präzisen Drum-Grooves und Soloeinlagen überzeugen. Abschließend möchte ich auch noch auf die beiden Songs “Whatever“ und “Never Get Me“ hinweisen. “Whatever“ ist ein Track geworden, der schon fast in die Gothic Schiene geht und ohne Gesang auskommt. Es ist ein sehr ruhiges und melancholisches Stück, das mit interessanten Effekten und Klängen den Hörer in seinen Bann zieht. Der Song “Never Get Me“ wiederum geht in eine ganz andere Richtung und erinnert an Bands wie “Papa Roach“ oder “Alien Ant Farm“ Der selbe Song ist auch noch einmal als Akustikversion auf dem Album verewigt worden, wobei die erstere Version auf der CD etwas besser gelungen ist.

Abschließend kann ich sagen, das “In Conclusion the Abstinence“ ein recht gutes Album geworden ist, das allerdings durch einige Schwächen im Gesang und in den Melodien an Wertung verliert. Der “cleane“ Gesang ist einfach ab und zu nicht präzise genug, was das Treffen der Töne angeht. Aber ich denke, dass es nach noch nicht einmal 2 Jahren Bandgeschichte und einem Album kein Problem sein sollte, noch etwas an diesem Manko zu arbeiten. In Gutlock steckt eine Menge Potential, das nur rausgelassen werden muss und hoffentlich auch wird. Ich freu mich jedenfalls schon auf das nächste Werk der Baunataler, auch wenn das vielleicht noch etwas dauert, aber wenn die Fortschritte in diesem Tempo weiter gehen wird aus Gutlock noch eine ganz große Nummer!