Heizöl wird in Ölraffinerien aus Rohöl gewonnen. Es wird hauptsächlich zum Heizen von privaten Haushalten und und Geschäfte in der Industrie verwendet. Die Beheizung erfolgt meistens in Heizöfen und Heizkesseln. Heizöl ist ein beliebter alternativer Brennstoff. In Gebieten und Regionen, in denen herkömmliche Brennstoffe – wie Erdgas und Propan – schwer erhältlich oder einfach viel zu teuer sind, kommt Heizöl zum Einsatz. Das trifft auf den Nordosten der Vereinigten Staaten und Großbritannien zu. Heizöl ist nach Benzin das zweitgrößte Rohölprodukt und dient gerade in den Wintermonaten als wichtige Heiz- und Wärmequelle. Es ist ein sehr wichtiger Rohstoff für die Weltwirtschaft.

Heizöl allgemein – Herstellung von Heizöl

Handel mit Rohstoffen: Heizöl - Warum sollte man in Heizöl investieren?

Handel mit Rohstoffen: Heizöl – Warum sollte man in Heizöl investieren?

Heizöl wird in großen Ölraffinerien produziert. Die Raffinerien verfügen über große Industriemaschinen, die mithilfe von verschiedenen Kohlenwasserstoffen, das Rohöl trennen. Dieser Vorgang wird auch Destillation genannt.

Die Maschinen erhitzen das Rohöl auf mehrere hundert Grad Celsius und füllen es in verschiedene sogenannte Destillierkolben ab. Es entsteht Heizöl, Benzin und Kerosin. Das Rohöl wird in verschiedene Kolben abgefüllt, da jeder produzierte Kraftstoff bei unterschiedlichen Siedetemperaturen gewonnen wird. Die perfekten Temperaturen, um Heizöl zu gewinnen, liegen zwischen 400 – 650 Grad Celsius.

Die Kapazität von Ölraffinerien wird an der maximalen Menge Rohöl gemessen, die die Destillationsmaschinen aufnehmen können. Das Nachfrage ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Dadurch stieg ebenfalls die Produktion, um ein ausreichendes Angebot zu gewährleisten.

Verwendung von Heizöl

Im Folgenden werden die Länder mit dem größten Heizölbedarf aufgezählt:

Vereinigte Staaten
85% der gesamten Nachfrage nach Heizöl stammt aus dem Nordosten der USA. Die Privaten Haushalten und Unternehmen nutzen es um die Gebäude und Wohnungen zu heizen. 10% der Nachfrage fallen auf den Süden, während der Mittlere Westen die restlichen 5 % der Nachfrage ausmacht. Insgesamt verwenden ca. sechs Millionen Haushalte Heizöl zum Heizen.

Irland und Nordirland
Beide Länder verwenden hauptsächlich Heizöl zum Heizen, da das Erdgasvorkommen zu gering ist, um die Nachfrage ausreichend decken zu können

Großbritannien
In Großbritannien nutzen ca. 1-2 Millionen Haushalte den Brennstoff zum Heizen. Die meisten Haushalten haben keine andere Möglichkeit als Heizöl zu verwenden, da sie keinen Zugang zu Gasleitungen haben. Das Erdgasnetz ist in diesen Regionen schlecht.

Kanada
Das meiste Heizöl wird im Yukon und Nunavut-Territorium verbraucht. Die gesamte Infrastruktur in diesen Regionen ist noch nicht so weit entwickelt, es ist sehr dünn besiedelt und es herrschen in den Wintermonaten sehr kalte Temperaturen. Hier liefert Heizöl den benötigten Brennstoff zum Heizen.

Wo und wie kann man mit Heizöl handeln?

Einflussfaktoren auf den Heizölpreis

Saisonale Nachfrage
Heizöl wird hauptsächlich als Kraftstoff für die Beheizung von Gebaüden und Wohnungen verwendet. Daher steigt die Nachfrage besonders in den kälteren Wintermonaten (November bis April) und sinkt in den Sommermonaten (Mai bis Oktober). Schwere Winter – besonders im Nordosten der Vereinigten Staaten – mit Stürmen treiben den Heizölpreis in die Höhe. Teilweise reicht die heimische Heizölversorgung nicht aus und der Brennstoff muss aus europäischen Ländern importiert werden, um den hohen Bedarf zu decken. Der Transport des Rohstoffes ist sehr aufwendig und kann lange dauern (mehrere Wochen). Dadurch steigt der Heizölpreis.

Rohölpreis
Heizöl wird durch die Destillation aus Rohöl gewonnen. Der Rohölpreis hat also erhebliche Auswirkungen auf den Heizölpreis. Die Nachfrage nach Rohöl wird durch folgende Faktoren beeinflusst:

– Eine florierende Wirtschaft erhöht die Nachfrage nach Rohöl, stagniert oder rezensiert die Wirtschaft sinkt die Nachfrage.
– Stärke des US-Dollars: Der USD und die Rohölpreise haben eine entgegengesetzte Beziehung zueinander. Steigt die Währung, sinkt der Rohölpreis und umgekehrt
– Politische Entscheidungen: Entscheidungen und Beschlüsse der OPEC-Länder (Organisation erdölexportierender Länder), die sich auf die Produktion auswirken, haben Auswirkungen auf den Rohölpreis.
– Klimatische Bedingungen / Wetterverhältnisse
– Alternative Energiequellen wie Wind-, Wasser- oder Solarenergie beeinflussen die Rohölpreise.

Wettbewerb auf dem heimischen Markt
Der Transport von Heizöl ist kostenintensiv. Daher spielt die Dichte und die Standorte der Ölraffinerien eine entscheidende Rolle. In ländlichen Regionen mit wenigen Ölraffinerien sind die Preise für Heizöl teurer als in Stadtgebieten. Dadurch hat Kanada sehr hohe Heizkosten, da es nur wenig Möglichkeiten gibt, Heizöl zu beziehen.

Regionale Transportkosten
Wie schon erwähnt sind die Transportosten für Heizöl relativ hoch. Gerade in ländlichen Regionen mit schlechter Verkehrsinfrastruktur fallen deutlich höhere Transportkosten an. Das hat alles Auswirkungen auf den Heizölpreis.

Alternative Heizstoffe
Der größte Konkurrent von Heizöl als Brennstoff ist Erdgas. Erdgas ist im Vergleich etwas billiger als Heizöl. Sollte das Erdgasnetzwerk in Gebieten mit Heizöl ausgeweitet werden, beeinflusst das die Heizölpreise und sie sinken.

Bessere Isolierung und Energieeffizienz
Fortschritte bei Isolierungen, die Wärme besser speichern können, wirkt sich negativ auf die Heizölpreise aus, da die Menschen weniger Heizen müssen.

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Was ist Hebelhandel?

Ein Hebelhandel ist nichts anderes als ein Geschäft mit Aktien und Anleihen – nur mit anderen Voraussetzungen und Merkmalen. Bei dieser Art von Geschäft setzen Sie als Anleger auf einen bestimmten Einflussfaktor / Auslöser – der sogenannte Hebel. Dieser Hebel hat hohe Auswirkungen auf den Aktienkurs und versucht starke Kursschwankungen. So können Ihre Gewinne maximiert werden, da Gewinne in einem Hebelhandel deutlich höher ausfallen können. Bedenken Sie aber das die Kursschwankungen auch ins Negative rutschen können. Die Verluste können also ebenfalls unverhältnismäßig hoch ausfallen. Zusammengefasst ist der Hebelhandel ein Aktiengeschäft mit erhöhtem Risiko.

Warum Sie in Heizöl investieren sollten

Haus- oder Geschäftskostensicherung
Kaufen Sie als Besitzer Heizöl, um Ihre jährlichen hohen Heizkosten absichern zu können. Andere Unternehmen benötigen in sehr kalten Wintermonaten mehr Heizöl als erwartet und kaufen es von Ihnen zu einem höheren Preis. So können unvorhersehbare variable Kosten gedeckt werden.

Nachfrage nach Rohöl
Spekulieren Sie auf einen Anstieg der gesamten Nachfrage nach Rohöl. Da Heizöl aus Rohöl gewonnen wird, sind diese beiden Rohstoffe eng miteinander verbunden. Steigt die Nachfrage nach Rohöl und damit der Rohölpreis, steigt automatisch auch der Heizölpreis.

Die florierenden Volkswirtschaften in den Schwellenländern (Indien und China) modernisieren ihre Infrastruktur und bauen mehr Geschäfte und Wohnungen. Dadurch steigt der Bedarf an Brennstoffen für das Heizen von Gebäuden und die Energieversorgung von Fabriken.

Schwache US-Währung
Der US-Dollar korreliert mit den Heizölpreisen. Ein schwacher USD wirkt sich meistens positiv auf die Heizölpreise aus. Durch Inflation und höhere Haushaltsdefizite können Sie als Anleger Ihre Marktanteile vermehren und profitieren so von einer schwachen Währung.

Fazit

Leben Sie in einem kalten Klima und nutzen Heizöl zum Heizen, dann investieren Sie vorher in den Rohstoff. So schützen Sie sich vor möglichen hohen Heizölrechnungen in extrem kalten Wintermonaten. Es dient vorrangig also zur Risikominderung.

Beziehen Sie eine Investition in Heizöl mit in Ihre Anlageentscheidungen ein. Expandierende Wirtschaften der Schwellenländer bescheren Heizöl eine steigende Nachfrage in den kommenden Jahren. Außerdem ist das Erdgasnetz in diesen Regionen meistens unterentwickelt oder fehlt komplett. Diese beiden Faktoren treiben den Heizölpreis weiter voran.

Durch eine Investition in Heizöl, diversifizieren Sie Ihr Portfolio und verringern vor allem das Risiko von Verlusten. Rohstoffmärkte – wie Heizöl, Erdgas und Gold – und Aktienmärkte stehen kaum miteinander in Verbindung. Sinkende Kurse auf Aktienmärkten haben also keine oder nur geringe Auswirkungen auf den Rohstoffmarkt. So können Sie sogar in einer Inflation, Gewinne mit Ihren Einsätzen erzielen.

Allerdings sollte Sie jede Ihrer möglichen Investitionen ausführlich analysieren, um eine fundierte und optimale Entscheidung treffen zu können.

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Autor: Q-Bitch


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