Organische Flüssigkeiten, die sich nicht mit Wasser mischen lassen, werden unter dem Sammelbegriff Öl geführt. Es gibt verschiedene Öle, zum Beispiel Speiseöl, ätherisches Öl und Mineralöl.

Was versteht man unter dem allgemeinen Begriff Öl?

Handel mit Rohstoffen: Öl - Warum sollte man in Öl investieren?

Handel mit Rohstoffen: Öl – Warum sollte man in Öl investieren?

Wenn von Rohstoffhandel mit Öl die Rede ist, ist Mineralöl gemeint. Dieses wird aus Kohle oder Erdöl gewonnen und wird als Ausgangsstoff für viele Produkte wie Kunststoff verwendet. Vorzugsweise wird Mineralöl als Energieträger eingesetzt. Es wird zu Treib- und Kraftstoff raffiniert und als Heizöl, Schweröl, Diesel und Benzin verwendet.

Erdöl wird, wie der Begriff bereits andeutet, mit aufwendiger Technik aus dem Erdreich gefördert. Eine zweite Variante sind Offshore-Plattformen, mit denen Erdöl bzw. Rohöl aus dem Meeresboden gefördert wird. Da es sich um eine natürliche Ressource handelt, die nicht in unbegrenzter Menge vorhanden ist, ist dieser Rohstoff aufgrund der hohen Nachfrage ähnlich wertvoll wie Gold oder Silber. Die erdölfördernden Länder haben sich einem Kartell, der OPEC, zusammengeschlossen und versuchen, über gesteuerte Förderraten das Angebot auf dem Markt und damit den Ölpreis zu steuern.

In Verbindung mit der Nachfrage aller Ölverbraucher weltweit ergibt sich der Preis, der in US-Dollar auf dem internationalen Markt gehandelt wird. Seit 1869 wird Öl auch an den Rohstoffbörsen gehandelt. Der Erdölpreis wird ferner durch politische Ereignisse, zum Beispiel Kriege oder die Erhebung von Mineralölsteuer beeinflusst. Seit einigen Jahren wird Öl als Rohstoff auch für Spekulanten immer interessanter. Dieser weltweite Handel mit Öl auf den Finanzmärkten ist ein weiterer Preistreiber.

Wo und wie kann man mit Öl handeln?

Der Ölpreis ist einer der wichtigsten Faktoren für die internationale Wirtschaft, denn die Nachfrage ist groß, da Öl weltweit der wichtigste Energieträger ist. Daher wird der Handel mit Rohstoffen an den Börsen immer wichtiger, da die Gewinnchancen nicht schlecht stehen, wenn man sich mit der Materie auskennt und ein gewisses Risiko berücksichtigt. Niemand, der mit Öl als Rohstoff an der Börse handelt, stellt sich ein oder mehrere Fässer Öl in den Keller, um diese anschließend, wenn der Preis steigt, gewinnbringend zu verkaufen. Das wäre viel zu aufwendig. Daher wird an der Börse nicht mit dem physischen Produkt gehandelt, sondern mit Öl in Form von Wertpapieren und Terminkontrakten. Zahlreiche Erdölproduzenten sind mit ihren Unternehmen an den internationalen Börsen vertreten. Die wichtigsten Erdölsorten sind Nordsee Brent Crude Oil und West Texas Intermediate.

Vorzugsweise wird Öl in Form von Futures-Kontrakten gehandelt. Spekulanten kaufen und verkaufen Öl. Wie der Begriff „Future“, Zukunft, bereits andeutet, bestimmen die Händler heute schon die Nachfrage und damit den Preis von morgen. Der Börsenhandel mit Öl bietet unterschiedliche Möglichkeiten. Die Anleger können in Aktien von Erdölunternehmen, in Öl-ETCs, Öl-Fonds, Öl-Zertifikate oder Öl-CFDs (Differenzkontrakte) investieren. Der Handel mit Rohstoffen unterliegt allgemein großen Schwankungen, denn viele Faktoren beeinflussen den Preis, der innerhalb kurzer Zeit durch die Decke schießen, aber auch einen tiefen Fall verzeichnen kann. Besonders anfällig ist der Rohstoffhandel mit Öl für politische Krisen, denn eine große Menge Öl kommt aus den politisch instabilen Ländern des Nahen Ostens und aus den Schwellenländern. Ein weiterer Preisfaktor ist die Bindung des Ölpreises an den US-Dollar. Fällt der Kurs dieser Währung, fällt auch der Ölpreis. Mit dem Rohstoffhandel holen sich Anleger demzufolge regelmäßig ein politisches Risiko in das eigene Depot.

Kreditrisiko bei Zertifikaten

Vorsicht ist auch bei Zertifikaten geboten, denn es handelt sich um Inhaber-Schuldverschreibungen. Hier besteht immer ein Kreditrisiko, zum Beispiel im Fall wirtschaftlicher Schwierigkeiten oder einer Insolvenz. Daher empfehlen Finanzexperten, in Zertifikate von unterschiedlichen Herausgebern zu investieren. Vor dem Rohstoffhandel mit Öl sollten sich Anleger gut über die weltweite Situation ihres Investments informieren und verstehen, wie der Handel überhaupt vor sich geht. Nachrichten im Fernsehen, im Internet und in den Zeitungen geben Auskunft darüber, zu welchem Preis Öl gerade gehandelt wird und ob sich ein Investment lohnt. Da Anleger auf steigende und fallende Kurse setzen können, kann sich ein Investment sowohl bei einem Preisanstieg als auch bei einem Preisverfall lohnen, vorausgesetzt, der Investor setzt auf die richtige Entwicklung. Wer auf steigende Kurse setzt, erwartet eine steigende Nachfrage der Ölverbraucher auf dem Weltmarkt, wer auf fallende Kurse setzt, erwartet die gegenteilige Entwicklung.

Unter dem Keyword „Rohstoffhandel mit Öl“ gibt es verschiedene Internetseiten, die aktuelle Informationen und Realtime-Kurse rund um das Thema zur Verfügung stellen. Der Vorteil beim Handel mit Rohstoffen besteht darin, dass die Anleger nicht das physische Produkt kaufen und verkaufen müssen. Das wäre viel zu aufwendig und mit zu hohen Lagerkosten verbunden. Das indirekte Investment in Öl an der Börse ist für viele Anleger zunehmend attraktiv, da die Preise schnell steigen oder fallen können. Der Handel mit Zertifikaten, Terminkontrakten, aktiv verwalteten Investmentfonds und passiv börsengehandelten Investmentfonds (ETFs) sind im Gegensatz zum physischen Handel mit Öl vergleichsweise günstig. Der Rohstoffhandel mit Öl wird vorzugsweise dazu verwendet, um bereits bestehende Investments zu erweitern und so das Risiko breiter zu streuen. Erfahrene Investoren setzen nie auf ein Handelsinstrument alleine, denn ein Verlustrisiko besteht immer. Je breiter das eigene Portfolio aufgestellt ist, desto besser, denn so können zum Beispiel Gewinne aus Aktien die Verluste aus dem Rohstoffhandel ganz oder teilweise auffangen, so dass diese nicht zu groß ausfallen oder im schlimmsten Fall das ganze Depot sprengen. Wer in Rohstoffe investiert, sollte sich nicht alleine vom Öl abhängig machen, eine interessante Ergänzung sind zum Beispiel auch Investitionen in Gold oder Silber.

Rohstoffhandel mit Öl bietet gute Einstiegschancen

Allgemein werden Rohstoffe gerne als Beimischung zu Aktien und Anleihen verwendet. Allerdings sollten Rohstoffe niemals mehr als zehn Prozent des eigenen Wertpapierdepots ausmachen, das außerdem langfristig ausgerichtet sein sollte. Generell bietet der Rohstoffhandel mit Öl gute Einstiegschancen, vorausgesetzt, die Anleger haben keine ethischen ökologischen Bedenken. Der Rohstoffhandel ist sowohl über ein ausgewähltes Finanzinstitut als auch über sogenannte Direktbanken, die auch als Online-Broker bezeichnet werden, möglich. Wer über die eigene Hausbank in Rohstoffe investieren möchte, überlässt seinem Finanzberater die Zusammenstellung des Wertpapierdepots. Wer sich zutraut, den Wertpapier- und Rohstoffhandel eigenverantwortlich durchzuführen, entscheidet sich für einen Online-Broker. Zahlreiche Anbieter mit unterschiedlichem Preis-Leistungsverhältnis sind auf dem Markt vertreten. Daher sollten sich Anleger entsprechend Zeit nehmen und die Angebote einer genauen Prüfung unterziehen. Wichtig ist, sich die Handelsbedingungen genau durchzulesen, denn nicht jedes Angebot ist für jeden Anleger geeignet. Neben dem Risiko sind auch immer die Kosten zu berücksichtigen. Auch wenn der eigenverantwortliche Rohstoffhandel bei einem Online-Broker günstiger ist als über die eigene Hausbank, fallen auch hier Kosten an. Diese müssen zu dem eigenen Handelsverhalten, den gewählten Handelsprodukten und dem Kapital, das zur Verfügung steht, passen.

Wer sich für einen Online-Broker entschieden hat, eröffnet ein Handelskonto über die Homepage und meldet sich über das Post-Ident-Verfahren an. Sobald die Verifizierung der Person abgeschlossen und das erste Handelskapital auf das Konto eingezahlt wurde, kann der Handel an der Börse, der auch als Trading bezeichnet wird, beginnen.

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Was ist Hebelhandel?

Der Hebelfaktor ist aus den Finanzmärkten nicht mehr wegzudenken und hat sich zu einem der wichtigsten Faktoren überhaupt entwickelt. Beliebt ist der Hebelhandel deshalb, weil sich mit einem geringen Kapitaleinsatz große Renditen erzielen lassen. Der Handel mit Hebelprodukten bietet also große Chancen. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass diesen Chancen auch analoge Risiken entgegenstehen, wenn sich er Kurs in die falsche Richtung bewegt. Ein häufig verwendeter Hebel ist 1:100.

Ein Beispiel:

Ein Trader verfügt über ein Handelskapital von 1.000 Euro. Er investiert 100 Euro bei einem Hebel von 1:100 und bewegt damit einhundert Mal so viel Kapital auf den Finanzmärkten wie er investiert hat, nämlich 10.000 Euro. Im günstigsten Fall ist seine Markteinschätzung richtig. Steigt der Kurs um 10 Prozent, macht das 1.000 Euro aus. Der Trader verzeichnet also einen Reingewinn in Höhe von 900 Euro. Ohne Hebelprodukte wäre ein Handel in diesen Größenordnungen für normale Anleger nicht möglich, da in der Regel große Kapitalsummen nicht zur Verfügung stehen. Allerdings kann sich der Kursverlauf auch in die entgegensetzte Richtung entwickeln. Hat der Anleger auf steigende Kurse spekuliert, sinken diese jedoch, verzeichnet er einen Verlust in Höhe von 1.000 Euro. Diesen Verlust muss er auf seinem Handelskonto ausgleichen. Sobald der drohende Verlust das auf dem Handelskonto befindliche Handelskapital um 10 Prozent überschreitet, tritt der Margin Call ein, mit dem der Broker die verlustreiche Position automatisch schließt. Damit verhindert er, dass der Trader einen Totalverlust erleidet.

Allerdings gibt es verschiedene Sicherheitsmaßnahmen, die der Anleger selbst treffen kann, indem er zum Beispiel Stop-Loss-Marken setzt. Mit dieser Funktion bestimmt er einen Kurs unterhalb der aktuellen Notierung. Er legt also selbst fest, wie hoch das Risiko, das er bereit ist, einzugehen, maximal sein darf. Wird dieser festgelegte Kurs erreicht, wird der automatische Verkaufsauftrag für die entsprechende Position ausgelöst.

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Autor: Q-Bitch


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