Bei Weizen handelt es sich um landwirtschaftlich erzeugtes Gut, das zu den Getreidesorten gehört, die Grundlage für zahlreiche Lebensmittel wie Brot, Brötchen, Weizenöl oder Nudeln sind.

Weizen allgemein – Investments in Agrarprodukte

Ganz allgemein beschreibt der Begriff Rohstoffhandel die Geldanlage in Energie- und Agrarprodukte, Edel- und Nichtedelmetalle. Weizen gehört in den Bereich der Agrarprodukte. Der Rohstoffhandel ist sehr volatil, also lebhaft, denn die Preise sind extrem schwankungsanfällig. Trotz der verschiedenen Risiken lohnt sich ein Investment in Weizen oder andere Rohstoffe, denn diese werden immer gebraucht und die Nachfrage ist entsprechend da.

Handel mit Rohstoffen: Weizen - Warum sollte man in Weizen investieren?

Handel mit Rohstoffen: Weizen – Warum sollte man in Weizen investieren?

Der Rohstoffhandel bietet gute Gewinnchancen, allerdings sollten Anleger keine ökologischen und ethischen Vorbehalte hegen. Immerhin ist Weizen ein wichtiges Grundnahrungsmittel und bietet zudem eine Nahrungsgrundlage für viele Menschen in den Ländern der Dritten Welt und in den Schwellenländern. Rohstoffhändler können auf steigende und fallende Kurse setzen. Dieses Handelsverhalten kann zu einem weltweilten Preisanstieg oder Preisverfall führen. Im ersten Fall können sich viele Menschen in den armen Ländern dieser Welt dieses wichtige Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten, weil die Preise unerschwinglich sind. Im zweiten Fall leiden insbesondere Kleinbauern unter dem Preisverfall, weil sie nur noch wenig Geld mit ihrer Ernte einnehmen.

Wer sich dazu entscheidet, mit Rohstoffen wie Weizen zu handeln, holt sich politische und andere, nicht zu beeinflussende Gefahren in das eigene Depot. Daher müssen sich Anleger, die mit Weizen an der Börse handeln genau über die weltweiten Preismechanismen sowie die politischen und wirtschaftlichen Situationen in den Ursprungsländern informieren. Ein nicht zu unterschätzender Faktor sind Naturkatastrophen, auf die kein Händler, kein Landwirt und kein Politiker Einfluss hat. Weizen wird weltweit angebaut. Ein großer Teil kommt aus Ländern, in denen Naturphänomene wie Dürren und Überschwemmungen nicht selten sind. Diese Ereignisse können zu kompletten Ernteausfällen, zumindest jedoch zu schmerzhaften Einbußen auf dem Weltmarkt führen. Die Folge sind Preiserhöhungen für die Endverbraucher, da dieses Erntegut knapp wird. Es gibt auch Erntejahre mit Überschussproduktionen. Ist zu viel Weizen auf dem Weltmarkt vorhanden, führt das auf lange Sicht zu einem Preisverfall.

Wie und wo kann man mit Weizen handeln?

Erfahrende Trader behalten ihr Investment immer im Blickfeld und verfolgen täglich die Nachrichten im Fernsehen, im Internet und in der Zeitung. Ferner gibt es im Internet zahlreiche Fachseiten, die Realtime-Kurse und Informationen rund um die meist gehandelten Rohstoffe zur Verfügung stellen. Jeder Trader sollte sich grundsätzlich für einen Online-Broker entscheiden, der Realtime-Kurse anbietet. Dabei handelt es sich um Echtzeitkurse der Börse und nicht um gestellte Kurse durch den Broker. Denn schon wenige Sekunden entscheiden bei einem Investment manchmal über große Gewinne oder Verluste. Trader ohne Echtzeit-Kurse bekommen die aktuellen Börsenkurse mit einer Zeitverzögerung von 15 Minuten angezeigt, ein Zeitraum, der eindeutig zu lang ist.

Anleger können direkt oder indirekt mit Rohstoffen wie Weizen handeln. Zu den direkten Investments gehören Terminkontrakte wie Futures (Terminkontrakte). Indirekt handeln können Anleger, indem sie Aktien von Rohstoffproduzenten erwerben, in Fonds (ETFs) investieren oder mit Zertifikaten, ETCs oder CFDs (Differenzkontrakte) spekulieren. Weizen gehört zu den Getreidesorten. Diese werden an der weltweit größten Rohstoffbörse, der New York Mercantile Exchange (NYMEX) und der weltweit ältesten Warenterminbörse, der Chicago Board of Trade (CBOT) gehandelt. Natürlich muss kein Anleger sich persönlich dort hinbegeben und sich regelmäßig mehrere Säcke Weizen in den Keller stellen, in der Hoffnung, diese später gewinnbringend zu verkaufen. Private Anleger eröffnen ein Konto bei einem Online-Broker und tätigen ihre Investments über dieses Handelskonto. Jeder, der in Rohstoffe investiert, sollte jedoch wissen, wie die weltweiten Preise zustande kommen.

Ein kleines Beispiel zeigt, wie riskant der Rohstoffhandel mit Weizen sein kann. Der Getreidepreis hängt in erster Linie von den klimatischen Bedingungen und dem Wetter ab. In Jahren mit großen Ernteausfällen steht Weizen in geringerer Menge wie sonst zur Verfügung. Dieser Ernteausfall wirkt sich auf die Nachfrage und den Preis aus. Während die Nachfrage nach Weizen gleichbleibend hoch ist, verringert sich zur gleichen Zeit das Angebot, was wiederum zu einem deutlich spürbaren Preisanstieg führt. Diese Entwicklung bekommen nicht nur die Verbraucher zu spüren, sondern auch die Trader, die auf die Kursentwicklung von Weizen spekulieren. Hat der Trader im Fall es zuvor genannten Szenarios auf sinkende Kurse für Getreide an den Börsen spekuliert, fährt er einen Verlust ein, da er die Marktentwicklung nicht richtig vorausgesehen hat. Andererseits kann er einen guten Gewinn realisieren, wenn er zuvor auf sinkende Getreidepreise gesetzt hat. Andres herum ist dieses Szenario gleichfalls denkbar. Ein Jahr fährt gute Ernten ein, auf dem Weltmarkt befindet sich vielleicht sogar ein Überschuss an Weizen. Bei gleichbleibender Nachfrage existiert nun ein Überangebot, das zu einem Preisverfall führt. Hat der Anleger auf steigende Preise spekuliert, verliert er, hat die Marktentwicklung jedoch richtig vorausgehen und auf sinkende Preise gesetzt, gewinnt er. Dieses stark vereinfachte Beispiel zeigt, wie riskant der Handel mit Rohstoffen sein kann und wie wichtig es ist, sich regelmäßig über die weltweite Marktsituation zu informieren.

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Was ist Hebelhandel?

Für viele Anleger ist der Hebelhandel deshalb so reizvoll, weil sie mit einem vergleichbar geringen Kapitaleinsatz größere Positionen an den Finanzmärkten bewegen können, die ihnen anderenfalls verwehrt bleiben. Durch die Hebelwirkung können Trader große Gewinne aber auch entsprechende Verluste einfahren. Bei gehebelten Finanzprodukten wie CFDs sind die Gewinne beziehungsweise Verluste überproportional hoch. Daher sollten Anleger sich mit dieser Materie vertraut machen und wissen, wie der Hebelhandel funktioniert und welche Auswirkungen er hat. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um den Handel mit geliehenen Geld. Dieser Handel findet über einen Broker und dem dort geführten Handelskonto statt. Der Broker stellt bei einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz das restliche Geld zur Verfügung. Das bedeutet jedoch nicht, dass er dem Anleger dieses Geld schenkt, denn für seine Dienstleistung erhält er Gebühren. Außerdem bedeutet der Verlust des Anlegers gleichzeitig den Gewinn des Brokers.

Ein Beispiel für Handel mit Weizen

Ein Anleger investiert in Aktien von Volkswagen. Eine Aktie kostet zum Ausgabezeitpunkt 100 Euro. Wenn der Anleger 100 Aktien kaufen möchte, muss er ein Kapital von 10.000 Euro aufbringen. Beim Trading mit gehebelten Finanzprodukten wie CFDs muss der Anleger nun nicht mehr 10.000 Euro aufbringen, sondern nur einen Bruchteil, der als Margin bezeichnet wird. Dieses auf dem Handelskonto zu hinterlegende Kapital wird auch als Sicherheitsleistung bezeichnet. Wie hoch diese Summe ausfällt, richtet sich dem gewählten Hebel. Liegt die Margin bei 5 Prozent, muss der Anleger lediglich einen Betrag von 500 Euro hinterlegen. Dies bedeutet, dass er mit einem Einsatz von 500 Euro in ein spekulatives Geschäft im Gesamtwert von 10.000 Euro einsteigen kann. Steigt der Kurs der Volkswagenaktie um fünf Prozent, liegt der Gesamtwert des Kapitals bei 10.500 Euro und der Anleger verzeichnet einen Gewinn von 500 Euro, vorausgesetzt, er hat die Kursentwicklung richtig vorausgesagt. Allerdings wirkt dieser Hebel auch in die entgegengesetzte Richtung. Sinkt der Kurs der Aktie um 5 Prozent, verliert der Anleger sein als Margin hinterlegtes Investment in Höhe von 500 Euro. In diesem Fall kommt eine zwanzigfache Hebelwirkung zum Einsatz.

Handelt ein Trader mit einem Hebel von 1:100 bedeutet das, er muss ein Hundertstel des Gesamtbetrages als Margin hinterlegen. Bei 10.000 sind das 100 Euro, bei einem Hebel von 1:400 25 Euro.

Im schlimmsten Fall kann es zu Verlusten kommen, die über das verfügbare Handelskapital hinausgehen. Der Anleger wäre nachschusspflichtig, um die Verluste auf seinem Handelskonto auszugleichen. Daher ist es wichtig, einen Broker ohne Nachschusspflicht zu wählen. Droht ein Verlust, der in der Lage ist, das komplette Depot zu „sprengen“, setzt der Broker den sogenannten Margin Call ein und schließt die verlustreiche Position automatisch, sobald diese sich 10 Prozent über dem verfügbaren Handelskapital bewegt.

Der Anleger kann sich jedoch selbst absichern. Mit dem Setzen von Stop-Loss-Marken bestimmt er den Verlust, den er maximal bereit ist, hinzunehmen. Ist die bestimmte Kursmarke erreicht, wird die Position automatisch geschlossen. Auch in umgekehrter Richtung ist eine Absicherung möglich. Mit Take-Profit-Orders bestimmt der Anleger den Gewinn, den er mitnehmen möchte. Sobald die Kursmarke erreicht ist, wird die Order automatisch geschlossen und der realisierte Gewinn mitgenommen. Take Profit Orders sind durchaus sinnvoll, denn der Anleger sichert sich einen Gewinn und verhindert vielleicht, dass sich die Kursentwicklung im nächsten Moment ungünstig entwickelt und er einen Verlust einfährt.

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Autor: Q-Bitch


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