Los geht es mit dem düster sarkastischen Song „Schwarzer Engel“. Ein sehr punkiger Song mit Partyfaktor und sehr eingängigem Refrain. Dieser punkig rockige Stil setzt sich auch im zweiten Song fort, bevor es mit „Hört Ihr Mich“ den ersten härteren Song gibt. Ein hartes Gitarrenriff und ein deutlich schneller gespieltes Schlagzeug zeichnen diesen Song aus.

Schnell hört man bei Hassliebe heraus, welche Bands hier Pate gestanden haben. Der Songaufbau und auch die Texte erinnern stark an die Böhsen Onkelz, es kommen aber auch immer wieder harte Metal-Elemente ála Metallica und eher weichere Softrock Elemente der Marke Revolverheld durch. Als repräsentative Songs für die Vielseitigkeit seien dem geneigtem Hörer neben den bereits genannten Songs noch der Titeltrack „Niemandsland“, das balladeske „Stopp Die Zeit“ und das hart metallische Stück „Schöne Neue Welt“ ans Herz gelegt.

Technisch sind die drei Musiker über jeden Zweifel erhaben. Jedenfalls sind die Songs sauber und ordentlich gespielt. Der Gesang gibt dem Album einen ganz besonderen Touch. Mal rauh und ungehobelt und mal weich und einfühlsam. Die Produktion ist fett und zugleich differenziert, was aber nicht weiter verwunderlich ist, konnte doch mit John Caffery (Die Toten Hosen; Einstürzende Neubauten) ein namhafter Produzent gewonnen werden.

Insgesamt ist das Album sehr abwechslungsreich und auch für Freunde der weniger harten Musik geeignet. Auch nach mehrmaligem Hören wird die Scheibe nicht langweilig und hat für meinen Geschmack keine nennenswerten Schwächen. Ein sehr ordentliches Debut von einer Band, von der wir auch in Zukunft hoffentlich noch einiges zu erwarten haben.

Tracklist

  • 01. Schwarzer Engel
  • 02. Mein letzter Wille
  • 03. Hört Ihr mich
  • 04. Mit Dir
  • 05. Wo bist Du
  • 06. Niemandsland
  • 07. Einmal
  • 08. Licht
  • 09. Stopp die Zeit
  • 10. Schöne neue Welt
  • 11. Warum
  • 12. Zusammenhalten