Fühlte sich die Demo- Scheibe noch eher dem Skatepunk verpflichtet, sorgte eine Umbesetzung der Band- ebenfalls im September 2005- dafür, dass der neue Bassist seitdem auch einige Screamo- Parts übernahm und die Stilrichtung insgesamt etwas stärker zum melodischen Punk- Rock mit kleineren Anleihen aus dem Hardcore tendierte. Insgesamt 5 Tracks mit knapp 16 Minuten Spiellänge umfasst die Platte, die sich sehr gut Hören lässt, wenn man nichts dagegen hat, auch mal etwas „poppigere“ Stücke durch seine Boxen in die Freiheit zu lassen. Denn selbst für melodischen Punk ist der Hauptgesang ein wenig eintönig und nimmt zum Teil die Energie und den Druck, welche unter anderem durch die Screamo- Abschnitte aufgebaut werden, etwas heraus. Dennoch strotzen die Tracks nur so vor feinen sing- alongs mit gut platzierten Background- Vocals sowie straighten Gitarren- und Drum- Parts. Dies hat zur Folge, dass sich die Songs allesamt schnell einprägen und flüssig durchhören lassen. Gerade der vorletzte Track „never give up“ ist hier vorbildlich. Da könnte man bereits während des ersten Hörens die Zeilen des Refrains- „if you like us or not, we will never give up“- hervorragend mitsingen. Denn insgesamt sind die Melodien und Hooklines sehr stimmig und schnell fassbar.Vermutlich ist aber genau das Konzept mit dem leichten Hang zum Pop dafür mitverantwortlich, dass die Truppe aus der österreichischen Steiermark seit ihrer Gründung 2004 mittlerweile bereits eine große Fanbase besitzt und schon mit Bands wie Spitting Of Tall Buildings oder Blood Or Whiskey zusammen auf den Brettern stand.

Keines der 5 Stücke bricht aus dem oben erwähnten Schema der Platte heraus und so läuft sie auch Alles in Allem geschmeidig und ohne viel Ecken und Kanten durch. Wobei der Gedanke, „das hab ich doch schon mal irgendwo gehört“, sich beim Hören immer wieder einschleicht und einem auch eigentlich keine wirklichen Innovationen auffallen. An der Produktion selbst gibt es nichts zu bemängeln. Zusammen mit Tom 20er (Antimaniax), der die EP mitproduzierte, war die Truppe im Studio und das, was dabei heraus kam, klingt natürlich und an einigen Stellen erfreulich roh, während stellenweise wohl überdachte, härtere Abschnitte platziert sind. Lediglich der oben erwähnte, meiner Meinung nach, etwas zu zahme Gesang, sowie die auf Dauer leicht monoton wirkenden Gitarre und Drums trüben den Gesamteindruck ein wenig. Wobei hinzugefügt werden muss, dass Letztere stets durch erfreuliche, kleine Ausreißer versuchen, das Klangbild der Songs zu verfeinern. Insgesamt bringt HDNX hier nichts wirklich Neues, aber dennoch eine sehr nette 5- Track- EP, welche man sich gut anhören kann, wenn man zum Beispiel Bands wie Beatsteaks mag. Und trotz der Schwächen, die lediglich subjektiv sind, kann man hier von einem gelungenen Debüt sprechen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen