heimdalls_wacht_ut-de-graute-olle-tiedDas muss man HEIMDALLS WACHT lassen: Sie wissen, wie man Atmosphäre schafft. Und die ist zuweilen alles andere als fröhlich. Assoziiert wird da eher ein düsterer, stürmischer Herbsttag mit misanthropischen Einschlägen. Den alteingesessenen Black Metal Heiden kann man keineswegs vorwerfen, sie verstünden ihr Handwerk nicht.

Jeder einzelne Song ist gefüllt mit bombastischer Düsternis, epischen Schlachtrufen und der verzweifelten Anprangerung des menschlichen Lebens in dieser ach so stumpfsinnigen Welt. Wird alles unterschrieben – wenn da nicht das monotone Rumpeln wäre, das sich träge durch jeden Song zieht und einschlafende Füße verursacht. Ein bisschen Ballade (’Des Wolfes zottiges Fell’), ein bisschen Geholze (immer mal vorhanden) und eine Prise Trübsinn (dito) – das macht HEIMDALLS WACHT aus. Es ist wie mit Helge Schneider oder Loriot – entweder man liebt oder man hasst sie. Fakt ist, dass die Westfalen ihrem Stil treu bleiben und den Pagan Black Metal in all seinen Facetten auf ihrem neuen Album ausleben. Subjektiv etwas zuviel Gerumpel und zu wenig Hooklines, alles in allem aber solide und kalt wie eine Winternacht auf hoher See.

Ein kosmetischer Pluspunkt von meiner Seite: schöne Idee mit dem Mönsterlänner Platt.

 

Tracklist:

1. Indiculus Paganiarum

2. Die fallenden Blätter der Irminsul

3. Conspiratio Barbarica

4. Auf roter Erde erblüht… (Ursprung Teil 1)

5. Schwarzmondritual

6. (Leben) Im Zeichen der Todesrune

7. Seelenstaub

8. Des Wolfiges zottiges Fell

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