Soloalben von Gitarristen, da denke ich zuerst an absolut ausufernde Soli, Joe Satriani und so. Was einem auf „Loyal To None“ aber auf die Ohren schallt, ist weit entfernt von den langweiligen Soloeskapaden anderer Gitarristen. Astreiner Heavy Metal, flott nach vorne gespielt, natürlich mit frickeligen Soli die aber keineswegs zu lange oder zu eintönig sind. Der Rest der Band weist mit Mitgliedern von Victory, Running Wild und Helloween die Spitze deutschen Heavy Metals auf. Hier scheint das Beste miteinander zu verschmelzen. Das Coverartwork erinnert sehr stark an Running Wild und selbst Anleihen von Accept und Victory finden sich in den Liedern. Die Lieder mit Titeln wie „Metal Gods“ und „Kill The King“ triefen natürlich vor Klischee, aber das ist nun mal Heavy Metal und kein Kreativwettbewerb. Die Uptemponummern klappen am Besten, der langsame Balladenversuch „Heal Me“ schwächelt etwas.

Herman Frank zeigt mit „Loyal To None“, dass Gitarristen doch keine Egoisten sind und auch gut arrangierte Stücke ohne Hauptaugenmerk auf die Gitarre schreiben können. Neue Impulse im Heavy Metal-Sektor zu geben, ist schier unmöglich, frische‚ Impulse zu geben ist nicht ganz so schwer. So sollte Heavy Metal aussehen, für dieses frische (und erfrischende) Machwerk gibt es 4 Gitarrrn. Acceptiert es (um den Wortwitz noch zu verbraten).