In letzter Zeit begegne ich in verschiedenen Facebook-Gruppen zum Thema Home Grow immer wieder Beiträgen oder Bildern von Pflanzen, die einfach auf der Fensterbank gezogen werden. Manchmal sogar in Eiswürfelschalen als Keimtöpfe.
Home Grow auf Sparflamme – Ist das wirklich möglich? Teil 1
Als Begründung wird oft fehlendes Geld angeführt. Aber ist ein Indoor Grow, der nur für den Eigenbedarf bestimmt ist, wirklich so teuer? Das hat mich neugierig gemacht und veranlasst, mich darüber schlau zu machen. Ich habe hauptsächlich bei Amazon.de recherchiert, da sie normalerweise schnell liefern und dank Amazon Prime die Produkte schon am nächsten Tag ankommen. Das wäre sehr praktisch, wenn ich meine eigene Zucht betreiben würde und schnell etwas nachkaufen oder ergänzen müsste.
Home Grow – Die Basisausstattung
Die meisten Grower setzen auf Samen als Basis. Obwohl dies etwas teurer ist als Stecklinge, eignen sich vor allem feminisierte Samen, wenn nicht genügend Platz für zwei unterschiedliche Lichtzyklen bei einem Home Grow zur Verfügung steht. Für eine zufriedenstellende Ernte und Qualität sollten einige Faktoren berücksichtigt werden: die richtigen Nährstoffe, die passende Erde, Belüftung und natürlich das richtige Licht.
Eine gewöhnliche Schreibtischlampe reicht für die Beleuchtung eines Home Grows keineswegs aus. Cannabis benötigt für ein gesundes Wachstum eine Lichtstärke von 6500k Lumen, vorzugsweise im blau-weißen Spektrum. Eine kostengünstige Grow Lampe auf CFL-Basis (Energiesparlampe) ist zum Beispiel die Elektrox Energiesparlampe 125W Grow 6500K Pflanzenlampe.
Lampenauswahl und -installation
Diese CFL-Lampe bietet genau das Licht, das Cannabis für ein ordentliches Wachstum benötigt. Natürlich kann man auch mit mehr Watt oder MH-Lampen (Metallhalogen) arbeiten. Diese erzeugen jedoch viel Hitze und benötigen ein Vorschaltgerät, was die Kosten verdoppeln würde. CFL-Lampen haben das Vorschaltgerät bereits integriert und können einfach wie eine normale Glühbirne angeschlossen werden.
Zusätzlich zur Lampe braucht man auch die passende Fassung und einen Reflektor. Für den Anfang reicht ein Hammerschlag-Reflektor vollkommen aus. In kleineren Räumen von weniger als einem Quadratmeter sind sogenannte CoolTube-Systeme empfehlenswert.
Größe des Grow-Raums
Die Größe des Raums, in dem der Home Grow stattfinden soll, entscheidet über den möglichen Ertrag und ob sich ein Grow in diesen Räumlichkeiten überhaupt lohnt. Bei einer Fläche von weniger als einem halben Quadratmeter sollte man über ein CoolTube-System nachdenken, um die durch die Lampe entstehende Hitze besser abzuführen. Ideal für einen Home Grow ist etwa ein Quadratmeter Nutzfläche für 4-6 Pflanzen. Die Höhe des Raums sollte ebenfalls nicht vernachlässigt werden. Mindestens 1,80 Meter sind erforderlich, damit die Cannabispflanzen während des Home Grows nicht an der Lampe anstoßen und verbrennen.
*** Anzeige *** (*)
Werbung
*** Anzeige ***
Kaufe .de Cannabis-, Hanf- und CBD-Domains und investiere in eine grüne Zukunft!
Sichere dir jetzt deine Cannabis Wunschdomain bevor es jemand anderes tut!
Hier günstig Cannabis-Domains kaufen!Verkauf solange verfügbar – Änderungen und Zwischenverkauf vorbehalten.
CSC Connect - Full-Service für Cannabis-Anbauvereinigungen (*)
Full-Service für Cannabis-Anbauvereinigungen - jetzt hier klicken, informieren, buchen ...*
Brauche ich einen fertigen Grow Room?
Die Antwort lautet nein. Wenn ihr handwerklich geschickt seid, reicht es vollkommen aus, selbst einen Raum für den Home Grow zu bauen. Hierfür genügen einfache Span- oder OSB-Platten und etwas Schwarz-Weiß-Folie. Im Notfall reicht es auch, die Wände von innen weiß zu streichen. Wichtig ist, dass die „Box“ später möglichst luftdicht abschließt und mindestens zwei Löcher für Zu- und Abluft besitzt.
Der richtige Dünger ist entscheidend
Bei meinen Recherchen bin ich auch auf Berichte gestoßen, in denen einige Grower am falschen Ende gespart und es später bereut haben. Düngestäbchen oder billiger Dünger aus dem Baumarkt oder Supermarkt gehören nicht in eine Cannabispflanze. Empfehlenswert ist beispielsweise BioBizz, da es speziell für Cannabis entwickelt wurde und auf biologischer Basis ist.
Erde – Qualität ist wichtig
Auch bei der Erde sollte gespart werden und nicht im Baumarkt gekauft werden, wenn man eine gute Ernte und Qualität erreichen möchte. Erden von BioBizz oder Plagron sind ideal, da sie bereits vorgedüngt sind und speziell für die Aufzucht von Cannabis entwickelt wurden. Für euren Home Grow ist es wichtig, euren Pflanzen optimale Bedingungen zu bieten, damit sie euch am Ende auch gut für eure Pflege belohnen. Zu feste oder nasse Substrate können schnell die Wurzeln der Pflanze zum Faulen bringen.
Belüftung beim Home Grow ist essenziell
Wer nun denkt, er könne sofort mit seinem Home Grow beginnen, sollte noch weiterlesen, denn das Wichtigste kommt noch: die Belüftung. Da der Anbau von Cannabis in Deutschland immer noch unter Strafe steht, ist es ratsam, die Nachbarn nicht mit den entstehenden Gerüchen zu belästigen. Zudem möchten eure Pflanzen frische Luft atmen und keine verbrauchte, alte Luft. Dafür müsst ihr eine ordentliche Belüftungsanlage installieren, zu der Umluftventilatoren und ein leistungsstarker LTI gehören. Als Beispiel für einen ein Quadratmeter großen Raum empfehle ich das Aktivkohlefilter Lüftungsset inkl. Rohrventilator 220/280 m³/h AKF.
Mit diesen Informationen seid ihr nun bestens gerüstet, um einen Home Grow auf Sparflamme erfolgreich durchzuführen. Denkt daran, dass wir euch nicht dazu ermutigen wollen, illegal Cannabis anzubauen. Der Zweck dieses Artikels ist lediglich, über die Kosten aufzuklären und euch Tipps für den sparsamen Home Grow zu geben.
Und hier geht es weiter zu Teil 2 …
———-
Gast-Autor: Canna-Chad Grow Paul Thiele
Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung
