Davon war bei den lokalen Openern DigaNt jedoch noch nicht viel zu merken.

Das Quartett mit dem eigenwilligen Namen gab alles und sich sichtlich Mühe, das Publikum mit der guten Laune und lustigen Rockstückchen anzustecken. Doch bei aller Spielfreude kamen die humorvollen Texte in der Live-Darbietung nur wenig zum Tragen, so dass nur einige Wenige, die die Band bereits kannten, besondere Freude an dem Auftritt zeigten.

Ähnlich war es bei den folgenden KFZundBand. Mit der von ihnen als “elitäre Dorfmusik” titulierten Spaß-Rock-Mucke feierten viele angereiste Fans jedoch schon deutlich euphorischer. Das mag man angesichts der Entertainer-Qualitäten namentlich von Sänger “Triple K” nachvollziehen können, auch wenn sicherlich nicht jeder den ziemlich direkten und daher gewöhnungsbedürftigen Humor leiden können muss. Doch für Menschen, die es in dieser Hinsicht gerne deftiger und mit gleichzeitigem Augenzwinkern mögen, war die Gruppe ein gefundenes Fressen.

Bei Honigdieb war der “Bastard Club” dann zwar weniger voll als erwartet, aber immerhin gut genug gefüllt, dass die Mehrheit der Gäste langsam in Feierlaune gerieten.

So war die Band auf den Bühnenbrettern alles andere als auf dem Holzweg. Namentlich Frontmann “Sir Hannes” gab sich ekstatisch-verrückt, wenn er sich beispielsweise mit diversen Gegenständen auf den Kopf schlug indem er sich unter das Publikum mischte oder wenn er flügelschlagende Plastikschweinchen um sich schwenkte.

Wie auch er war die gesamte Truppe passend zum Album “Seelentropfen” eingekleidet, dass es jeden Krankenschwestern-Fetischisten hätte geifern lassen – hormonell begründet vor allem wegen der adretten Querflötistin Anca Pop.

Es wäre aber sehr oberflächlich, wollte man den Unterhaltungswert der Gruppe allein an ihrem Äußeren festmachen. Ganz im Gegenteil ist auch die musikalische Darbietung fast meisterhaft zu nennen. Selten habe ich eine Band erlebt, die mit ihren Instrumenten derart im Sammelsurium der unmöglichsten Töne wildern geht. Heraus kommt ein lustiger Ska-Punk mit kuriosen, witzigen und kranken – kurzum: bemerkenswerten – Texten.

Folglich ließen sich die meisten Gäste auch begeistern, wenn sich dies auch nur sehr verhalten ausdrückte. Doch für Still-auf-dem-Fleck- Stehen sind Osnabrücker Konzertgänger ja ohnehin bekannt, so dass man dies nicht als Maßstab nehmen kann. Dessen ungeachtet war es ein aufwühlendes Konzert einer äußerst charismatischen Band.

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