Vor ein paar Wochen hat es mein Netbook erwischt, Kurzschluss im Mainboard. Das hat viele Bauteile gleich mit ins Verderben gerissen, da war dann leider nichts mehr zu retten. Mir war aber sofort klar, ein neues Netbook kaufe ich nicht. Sind zwar tolle Teile aber meine Anforderungen waren höher als das es diese Geräte im Stande zu leisten wären. Aber etwas Kleines sollte es dennoch sein.

IBM Thinkpad X60s

IBM Thinkpad X60s

IBM Thinkpad X60s

Ich hab mir dann diverse Subnotebooks mit 13,3” TFT angeschaut. Die neuen Modelle bieten viel kosten aber auch entsprechend. Zudem hatte ich noch ein Windows XP und die komplette Microsoft Office XP (original versteht sich) und das Subnotebook würde nur für typische Office Anwendungen, Internet Surfen und ein paar alte Spiele herhalten müssen. Da mein Desktop mit Windows 7 nebst aktuellem Office ausgestattet ist, wollte ich noch eine Alternative parat haben, um gewisse von mir entwickelte Software, auf XP testen zu können. Die neuen Subnotebooks waren also überdimensioniert, die Power hätte ich nie wirklich ausreizen können. Was gutes Gebrauchtes wäre da auch ausreichend. Ein Freund gab mir dann den Tipp, nach einem IBM Thinkpad X60s zu suchen. Gute Subnotebooks mit 12,1” TFT, wäre ideal für meine Zwecke. Stimmt sogar denn mittlerweile habe ich eins und bin ausgesprochen zufrieden damit.

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Schneller als ein Netbook?

Die Verarbeitung ist sehr solide, kein Vergleich mit meinem alten und etwas klapprigen MSI U100 Wind. Das Thinkpad ist wesentlich Leistungsfähiger, obwohl hier lediglich eine Intel Dual Core L2400 @1,66GHz werkelt. Den Arbeitsspeicher kann man auch auf maximal 4GB aufrüsten. Bei  mir sind aktuell 3GB drin, was allemal langt und Windows XP sowie Office stets bei Laune halten. Obwohl das IBM Thinkpad X60s nur einen Intel GMA 945 Grafikchip mit 256mb shared Speicher besitzt, laufen damit ältere Spiele flüssiger als auf dem ausgemusterten Netbook. Schöne Überraschung denn selbst wie das erst kürzlich von mir vorgestellte Hammer und Sichel, läuft damit selbst bei hohen Auflösungen und vielen Details. Klasse, da kann ich also alte PC Spiele, welche sich aufgrund des Kopierschutzes nicht auf Windows 7 installieren lassen, doch noch spielen und hier vorstellen.

Lenovo IBM Thinkpad X60s – Technische Details

Lenovo IBM Thinkpad X60s

Lenovo IBM Thinkpad X60s

Die Tastatur hat angenehm große Tasten, fast wie bei einer Normalen auch und der weltbekannte Trackpoint, der das Touchpad ersetzt und sich superleicht bedienen lässt, sagt mir mehr zu. Zum Arbeiten und surfen perfekt jedoch beim Zocken beizeiten ein echtes Manko. Wahrscheinlich muss ich mich daran erst gewöhnen, die Maus in der Hand ist für gewisse Spiele bestimmt geeigneter. Dafür entschädigt die Akku Laufzeit, denn obwohl es sich um einen gebrauchten mit lediglich 67% seiner eigentlichen Leistungsfähigkeit handelt, sind 3 Stunden mit eingeschaltetem WLan noch drin. Bei dem Display müssen allerdings Abstriche gemacht werden. Es ist halt nur ein altes WXGA Display (mattes TFT) und im direkten Vergleich mit den neueren TFT Displays sind die Unterschiede sehr schnell erkennbar. Für mich aber kein Problem, mit dem IBM Thinkpad X60s wird hauptsächlich getippt sowie online Kram erledigt.

Übrigens UMTS ist ebenfalls optional erhältlich und ein ordentliches Gigabit Ethernet 10/100/1000 Mbit Lan hat es auch. WLAN 54mbit reicht ebenso und der Empfang ist sehr gut. IEEE 1934 Firewire, PCMCIA, VGA Anschluss, SD Kartenleser sowie Bluetooth finden sich ebenfalls im Gerät wieder und USB 2.0 runden den guten Eindruck weiter ab. Bis auf das Display hat das Thinkpad in puncto Leistung und Ausstattung, das Netbook schon hinter sich gelassen. Ich hatte auch das Glück eine passende Dockingstation für den Thinkpad dabei zu bekommen. Somit gibt es noch mehr USB Anschlüsse, DVD Brenner und weitere Anschlüsse für ältere Schnittstellen. Ich glaube man merkt es schon, für ein gut 5 Jahre altes Subnotebook, war es seinerzeit weit voraus und kann selbst heute noch überzeugen.

Wenn ich ehrlich bin, war ich zu Beginn recht skeptisch und hatte eigentlich nicht so dermaßen viel Positives erwartet. Wer nach dem Preis fragt, es waren 110 Euro plus nochmals 20 Euro für 2GB Ram mehr Arbeitsspeicher. Mit ein wenig Glück und Geduld kann man solche Schnäppchen noch bei eBay machen. Meistens wird das IBM Thinkpad X60s zwischen 180-300 Euro gehandelt, je nach Umfang und Ausstattung. Wer also auf der Suche nach einem günstigen Netbook Ersatz oder Subnotebook ist, ich kann es nur empfehlen.

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Autor: Gamerboi


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