Pünktlich um 19:30 treffe ich Marco, der heute die Fotos macht, vor eben genannter Location. Glücklicherweise haben wir gute Ohren, denn nur so kriegen wir mit, dass Elm Street schon auf die Bühne müssen obwohl eigentlich erst 20 Uhr als Beginn angesagt war. Dafür ist der Rosenhof aber auch schon gut gefüllt (es sollen über 700 Metalheads werden) und so dürfen die 4 Australier ihren Thrash in eine illustre Runde feuern. Die Jungs haben auch deutlich Spaß und versuchen das Publikum in Stimmung zu bringen. Das gelingt auch einigermaßen, was vielleicht an den durchaus unterhaltsamen Ansagen liegt. Ansonsten spielen die 4 ihre Mucke tight runter, obwohl sie mich persönlich nicht unglaublich umhaut.

Danach sind Warbringer dran. Die noch relativ jungen Kalifornier legen sofort amtlich los und holzen sich durch ihre old school Thrash Songs. Auch die Show kann sich sehen lassen und trägt so zur guten Stimmung bei. Mit „Total War“ gibt’s dann auch noch ein Schmankerl vom Debüt-Album und Sänger John Kevill schafft es sogar einen kleinen Moshpit zu initiiren. Am bemerkenswertesten ist aber sicherlich Basser Andy Laux, der von meiner Position aus wie maximal 18 wirkt, aber trotzdem tierisch cool sein Ding runterspielt. Da haben sich Iced Earth definitiv den richtigen Anheizer gesucht.

Nach der üblichen Umbaupause sind dann Mr. Schaffer und seine „Brüder“ dran und beginnen mit „Plagues Of Babylon“ das 100-minütige Spektakel. Ob Stu Block nun der rechtmäßige Nachfolger von Matt Barlow ist oder nicht, ist mir völlig egal. Er singt großartig, die Stimme passt zu den Songs und seine Show ist gut. So sehen das wohl auch die meisten Anwesenden, denn die Menge lässt sich von den Ansagen so richtig mitreißen. Mit „Democide“, „V“ und „If I Could See You“ steigt man mit relativ vielen neuen Songs ins Set ein. Insgesamt sollen gerade die aktuellen Scheiben der Amis einen großen Anteil der Songs am heutigen Abend ausmachen.

Mit „The Hunter“ kommt dann der erste Klassiker und spätestens jetzt ist die Stimmung auf dem Höhepunkt. Leider scheint das zumindest Jon Schaffer relativ kalt zu lassen. Der Meister ist heute nicht zu einem Grinsen zu bewegen und auch der Rest der Band wirkt etwas zu routiniert. Dazu kommen die „Brothers and Sisters“-Ansagen von Stu Block, die auf Dauer wirklich nervig sind. Trotzdem ist die Show gut und hat mit „Burning Times“ und dem Schlusspunkt „A Question Of Heaven“ auch zwei ganz besondere Songs auf der Setlist. Doch auch neuere Kaliber wie „Among The Living Dead“ und „The End?“ zünden live ziemlich amtlich. Mein persönliches Highlight kommt dann mit der ersten Zugabe, als die Band sich nach einigem Bitten wieder auf die Bretter bewegt und „The Coming Curse“ darbietet. Frenetisch abgefeiert werden dann auch noch „Dystopia“ und der Gänsehaut-Song „Watching Over Me“, bevor die Show mit „Iced Earth“ zu Ende geht.

Alles in allem eine richtig gute Show, der allerdings noch ein oder zwei Klassiker gut getan hätten. Die neuen Songs zünden live zwar, trotzdem sollte bei einem so reichen Repertoire and Hits der ein oder andere noch berücksichtigt werden. Aber das ist meckern auf hohem Niveau und somit kann festgehalten werden, dass Iced Earth nach wie vor eine starke Liveband sind.

Setlist Iced Earth:

  • Plagues of Babylon
  • Democide
  • V
  • If I Could See You
  • The Hunter
  • Among the Living Dead
  • Burning Times
  • Red Baron/Blue Max
  • Blessed Are You
  • Vengeance Is Mine
  • Cthulhu
  • My Own Savior
  • The End?
  • A Question of Heaven

————————-

  • The Coming Curse
  • Dystopia
  • Watching Over Me
  • Iced Earth

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