Schon die Aufmachung der einzelnen Bandmitglieder auf diversen Fotos lässt eine wage Vermutung zu, in welche musikalische Richtung man sich orientiert hat. Dazu kommt dann noch eine weibliche Sängerin und perfekt ist die Gothic-Formation. Dankenswerter Weise hält sich Anita Kun stimmlich aber nicht allzuoft im Opernhaften auf, sondern weiß streckenweise sogar, recht gut zu gefallen.

Die CD – oder sollte ich besser sagen die CD´s, da „Phoenix“ sowohl in einer englischen wie auch ungarischen Fassung mitgeliefert wurde – beinhaltet zehn Stücke, die sich durchaus mit den Outputs aktueller Formationen wie Within Temptations messen lassen können, auch wenn der Hitcharakter nicht ganz so eng gesäht scheint, wie zum Beispiel bei Nightwish. Musikalisch werden auf jeden Fall keine Kompromisse gemacht. Die Herren an den Instrumenten wissen diese gut einzusetzen und geben einem Rätsel auf, warum Ideas bisher noch so unbekannt in unseren Breitengraden ist.

Cover und Produktion können mich voll überzeugen, einzig fällt es mir schwer, die Songs nach mehreren Hördurchgängen zu unterscheiden. Da fehlt dann eben doch der Hammerriff oder die unverwechselbare Gesangslinie, die „Phoenix“ zu einem echten Hitalbum machen würde. Dennoch eine durchaus solide Scheibe. Von mir bekommt die Band dafür 3,5 Gitarren. Mal sehen, ob es denn doch noch was wird, mit der Eroberung des europäischen Marktes.

Tracklist:

  • 01. I Say No
  • 02. King of Swords
  • 03. Phoenix
  • 04. Just Remember
  • 05. Burn on
  • 06. Love
  • 07. Never Belive
  • 08. You Decide
  • 09. Wake Me Up
  • 10. Silent Rain