Wertung: 7 von 10

Nintendo 64 trifft Rock, Grindcore, Industrial und atmosphärischen Metal. Das war der erste Gedanke, als ich das Debütalbum der Italiener Illogo über meine Boxen schallen ließ.


Nach genauerem hinhören fiel aber auf, dass die Italiener doch mit ihrem ersten Album „When Liquids Stay Dry“ eine richtige geile Scheibe produziert haben. Im Albuminlay steht, dass die Band eigentlich garkeinen Namen hat, sie trägt den Kopf der auf dem Albumcover abgebildet ist. Da der aber unaussprechbar ist, nennen sie sich Illogo. Schon das Demotape der 4-köpfigen Band war viel versprechend und das Album knüpft daran nahtlos an.Den Türöffner macht „Ogiva“. Der eineinhalb Minütige Träck schafft eine erste Atmosphäre, er ist rein elektronisch. Danach schallt dann gleich das Gekreische und Gegrowle von Sänger Erik Fransson in „Inauddita Altera Parte“ über eure Boxen. Der Track umfasst eigentlich alles, was ich oben umschrieben habe. Die Lyrics sind Grindcore, die Drums und Gitarre Rock und dennoch ist alles sehr atmosphärisch. Im Sieben-Minuten-Song „When Liquids Stay Dry“ setzt sich das Ganze dann fort, bekommt aber noch durch Einspielen von roboterartigen Geräuschen einen industriellen Touch. Der Abschlusssong „Logica“ wirkt sehr hypnotisierend, er hat eine sehr packende Atmosphäre, die einen einfach davon trägt und den Hörer acht Minuten gefangen hält.

Stellt sich nun die Frage, wer soll diese Musik hören? Auf keinen Fall Menschen mit gesundem Verstand. Wer sich aber für den Höllenritt von Illogo bereit erklärt, dem sollten Bands wie Zombie, Ephel Duath und Red Harvest nichts anhaben dürfen. Insgesamt ist diese Scheibe nun wirklich gut gelungen, viel Atmosphäre, die anregt kranke Gedanken zu Formen, zugegeben, sie wird nicht Jedermanns Fall sein, aber ich glaube das wollen die Italiener auch nicht. Diese dunkle außerirdische obskure CD sollte immer so stark sein wie im letzten Drittel.