Zusätzlich hat er sich seit dem 2002er „Crunch“-Album wieder Tausendsassa Rob Rock ans Mikro geholt, der, wie erwartet eine super Leistung hier abliefert. Natürlich ist dieses Album eher solo(gitarren)orientiert, wie bei Malmsteen oder Pell eben auch. Doch zaubert der Bandgründer hier einen Killerrefrain nach dem anderen aus dem Hut.

Klar, dass das ganze nicht unbedingt innovativ ist, kann man dem Herren, der nun auch schon seit Ende der 80er musikalisch mit immer wechselndem Line-Up unterwegs ist, nicht vorwerfen. Wie in allen klassischen Metal-Richtungen ist der Markt doch sauber abgefischt. Trotzdem ist „Wicked Maiden“ keine schlechte Platte. Der Groove ist grandios, die Soli vom feinsten (vor allem die Doppelsoli-Duelle, die sich Chris Impellitteri mit seinem nicht weiter benannten Keyboarder leistet) und die Refrains, wie schon erwähnt, immer wieder eine Freude.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass „Wicked Maiden“ ein wirklich sehr gutes Album geworden ist. Die Produktion kann auch voll überzeugen und die Arbeit von Rhythmusgruppe James Pulli und Brandon Wild ist so zuverlässig, wie sie nur sein kann.

Auch wenn andere Schreiberkollegen augenscheinlich nicht viel mit dieser CD anfangen können, so sei doch allen Fans dieser Band und dem Genre Melodic Heavy Metal angeraten, blos keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und diese Platte auf jedenfall anzutesten.

Von mir gibt es satte 4,5 Punkte für ein beispielhaftes Album, wie melodischer Metal zu klingen hat. Nicht überall sind moderne Ideen gewollt. Für mich ist diese Band auf jedenfall ein weiterer Grund, dieses Jahr das Sweden Rock Festival zu besuchen. Das ist nämlich der einzige bisher offiziell bestätigte Festivalgig der Truppe in 2009.