Trotz des stolzen Eintrittspreises von 37 € war die große Osnabrückhalle zu geschätzten 4/5 voll. Sehr gespannt war ich auf mein erstes In Extremo Konzert.

Auch wenn das 15-jährige Bestehen Feier-Anlass war, Party Stimmung traf ich dort nicht an.

Begrüßt wurde man von einer unverwechselbaren Wohnzimmeratmosphäre…

Bühnengestaltung: Lampen, Sessel, Das Letzte Einhorn rundete das Bild mit seinen nackten Füßen ab. Am Anfang versuchte er das Publikum aufzulockern, indem er Sprüche riss, z.B.: „ Selbst in der Kirche darf man mitsingen und schaukeln!“ Doch dieses blieb teils von der noblen Aufmachung der Stadthalle eingeschüchtert (auch ich hab mich nicht ganz frei gefühlt), ein anderer großer Teil schien, wie ich von der verträumten Atmosphäre bezaubert, ja sogar eingelullt zu sein.

Kurz bevor ich in eine Traumwelt glitt wurde die Pause eingeleitet, in der ich einige Leute fragte, wie sie das Konzert bisher fanden. Alle antworteten mit „gut“ oder „super“. Die einzige Kritik war, dass das Sitzen total abnervt. So verwundert es nicht, dass nach der Pause die Revolution geschah: erst saßen sich die meisten brav hin, doch gleich zu Beginn des ersten Liedes Vollmond standen 90% gleichzeitig auf. Zwischendurch setzten sich dann einige verlegen oder ermüdet hin, aber nun war es ein Stehkonzert geworden, wobei die Sitzreihen ein doch starres Muster vorgaben (jeder hatte noch „seinen Platz“).

Zur Akustik: generell zu laut –unplugged war das nicht, das Schlagzeug stach dumpf hervor. Gesang, Gitarre und Dudelsack waren recht gut auf einander abgestimmt, die anderen Instrumente waren meistens zu leise (Gerade die Harfe war kaum zu hören.), schade darum! Denn es gab eine Menge davon: Drehleiher und Cister, x-verschiedene Flöten und einige Andere, die ich nicht kannte.

Kleiner Einschub: Es war wiederum nicht so laut, dass man einen kleinen, blöden Pöbel vorne überhören konnte. Deren scheiß Gegröle konnte man über Reihen hinweg hören… auch wenn`s spießig klingt, es hat nicht gepasst und gestört!

Die Künstler selbst haben sehr gut gespielt, auch der Ersatz-Schlagzeuger Herr Otto, der den Morgenstern vertrat. Der Gesang war sehr klar, fassettenreich und emotional-neue Züge zeigten sich an Michas Stimme–sehr beeindruckend!

Mein persönliches Fazit ist, dass ich als nicht eingefleischter Fan positiv überrascht wurde, und ich muss gestehen, dass die neue Seite von der sich In Extremo gezeigt hat, mir lieber gefällt- irgendwie femininer, an Stelle der harten Gitarren Riffs.

LineUp In Extremo:

  • Das Letzte Einhorn – Gesang
  • Der Lange – Gitarre
  • Der Morgenstern – Schlagzeug
  • Die Lutter – Bass
  • Dr. Pymonte – Sackpfeife & Harfe
  • Flex der Biegsame – Sackpfeife & Drehleier
  • Yellow Pfeiffer – Sackpfeife & Nyckelharpa

Setlist:

  • 1. Merseburger 1
  • 2. Spielmann
  • 3. Frei zu sein
  • 4. Mein Sehen
  • 5. Lebensbeichte
  • 6. Singapur
  • 7. Ave Maria
  • 8. In diesem Licht
  • 9. Merseburger 2
  • 10. Nymphenzeit
  • 11. Vollmond
  • 12. Die Gier
  • 13. En Esta Noche
  • 14. Nur Ihr allein
  • 15. Poc vecem
  • 16. Liam
  • 17. Unter dem Meer
  • 18. Flaschenpost
  • 19. Sieben Köche
  • 20. Auf`s Leben
  • 21. Rasend Herz
  • 22. AC/DC
  • 23. Herr Mannelig
  • 24. Küss mich

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