Viele Menschen ekeln sich davor, Grillen, Heuschrecken oder Mehlwürmer zu verzehren. In unseren Breitengraden sind wir einfach eine andere Esskultur gewöhnt. Wer sich jedoch zu einem ersten Bissen überwinden kann, wird bei der Verkostung eines Insekts nicht selten von einem angenehmen Geschmack überrascht. Daneben sind Insekten alles andere als ungesund und eine hervorragende Eiweißquelle.

Insekten essen, eine alternative Eiweißquelle mit langer Tradition

Der Verzehr von Insekten hat in vielen Ländern (zum Beispiel Thailand) eine lange Tradition und wird dort als völlig normal angesehen. Ernährungsexperten behaupten in diesem Zusammenhang, dass Insekten die Nahrung der Zukunft seien und das für die gesamte Menschheit. Sie sind sehr nahrhaft und außerdem relativ leicht und mit wenigen Ressourcen aufzuziehen. Damit könnten sie den Schlüssel zum Überleben der Menschheit darstellen.

Insekten und ihr Beitrag zur Welternährung

Insekten und ihre Bedeutung für Gesundheit und Umwelt

Insekten und ihre Bedeutung für Gesundheit und Umwelt

Vor vielen Jahren wurde der Verzehr von Insekten in den westlichen Ländern als exotisch etikettiert, ihr Konsum steigt jedoch auch in diesen stetig an. Andererseits steigt die Nachfrage an Fleisch weltweit ebenso stetig. Viele Experten betonen, dass dies gravierende Folgen für Natur und Umwelt haben könnte – damit nicht zuletzt auch für den Menschen. Die Produktion von Fleisch verbraucht sehr erhebliche Ressourcen. Für ein Kilogramm Rindfleisch sind beispielsweise 15.000 Liter Wasser notwendig, für ein Kilogramm Sojabohnen immerhin noch 2.500 Liter. Der Wasserverbrauch bei der Insektenzucht ist sehr viel geringer, da die Insekten ihr Wasser größtenteils direkt aus der Nahrung beziehen. Der Bedarf an Nahrung ist in diesem Zusammenhang (und verglichen mit anderen Tieren) erheblich niedriger. Außerdem ist der Ausstoß von Treibhausgasen viel geringer. Neben dem ökologischen Aspekt liegt damit auch der ökonomische auf der Hand: Insekten (als große Protein- und Nährstoffquelle) lassen sich relativ schnell und unkompliziert aufziehen.

Die gesundheitliche Bedeutung von Insekten

Es gibt circa 2.000 Insekten, die zum Verzehr geeignet sind. Sie enthalten in der Regel sehr viel Protein. Dieses ist von der Qualität und Menge her mit dem von gewöhnlichen Nutztieren vergleichbar. Daneben beinhalten sie mehr ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken können. Gerade die gesättigten Fettsäuren sind es, welche sich direkt in den Gefäßen ablagern und damit bestimmte Krankheiten (Arteriosklerose, Herzinfarkt usw.) bedingen können. Enthalten sind (neben den Makronährstoffen) auch zahlreiche Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Das Chitin, also der Panzer, der jedes Insekt umgibt, wird als hervorragender Ballaststoff angesehen.

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Selbstverständlich gibt es sehr viele verschiedene Insektenarten und diese unterscheiden sich natürlich in ihrem Nährstoffgehalt und auch in ihrem Geschmack. Am bekanntesten sind hierzulande wohl die Mehlwürmer, also die Larven des Mehlkäfers. Diese enthalten auf 100 Gramm circa 45 % Eiweiß mit allen 9 essenziellen Aminosäuren, schmecken leicht nussig und werden in der Regel frittiert. Weltweit sehr beliebt sind außerdem Käfer (bzw. die Larven der Käfer), Grashüpfer, Heuschrecken, Grillen und Raupen. Heuschrecken haben noch einen größeren Gehalt an Eiweiß als Mehlwürmer, sie bestehen zu fast 50 % hieraus. Heuschrecken können jedoch nicht einfach so gegessen werden, sondern müssen von Flügeln und Beinen befreit werden. Ihr Geschmack ähnelt dem von krosser Hähnchenhaut. Grillen toppen Mehlwürmer und Heuschrecken noch: Sie enthalten ganze 70 % Protein und schmecken leicht nussig. Aufgrund des hohen Proteingehalts werden Insekten von vielen Sportlern konsumiert, manche ersetzen mit diesen sogar Proteinshakes oder fügen einem Shake gemahlene Insekten zu. Ohne Zuführung von ausreichend Protein kommt es zu keinem Wachstum von Muskulatur.

Einkauf, Zubereitung, Hygiene und Allergien

Insektenkochbuch

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Insekten zu kaufen. Man kann sie lebend beziehen, gefroren oder gefriergetrocknet. Wichtig ist dabei, die Herkunft der Insekten nachvollziehen zu können. Diese sollten idealerweise aus einer Zuchtfarm in Europa stammen oder von einem zertifizierten Anbieter. Hinzuweisen ist aber darauf, dass es keine gesetzlichen Vorschriften über die Fütterung der Tiere gibt. Dies sollte, so Verbraucherschützer, weltweit einheitlich geregelt werden, da der Darminhalt der Tiere in den meisten Fällen mitgegessen wird.

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Gefrorene oder gefriergetrocknete Insekten können im Internet bestellt, lebende Insekten im Zoofachhandel erworben werden. Aus hygienischen Gründen sind die ersten beiden Varianten jedoch vorzuziehen. Wer doch auf lebende Tiere zurückgreifen will, sollte darauf achten, dass diese für den Verzehr geeignet sind. Außerdem sollten diese nicht roh gegessen werden, weil ansonsten die Möglichkeit besteht, dass Parasiten und Keime übertragen werden. Man sollte generell auf Tiere aus der Natur oder aus dem eigenen Garten verzichten.

Aufgrund des hohen Proteingehalts steht die Frage im Raum, ob Insekten unter Umständen Allergien auslösen können. Bis jetzt wurden jedoch keine größeren Problematiken oder ein besonders hohes Potenzial, Allergien auszulösen, festgestellt. Die Forschung geht jedoch weiter. Wer jedoch gegen Garnelen allergisch ist, der sollte auf Mehlwürmer verzichten. Hier besteht tatsächlich ein hohes Risiko, allergisch zu reagieren.

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Insektenverzehr: eine kurze Betrachtung ethischer Perspektiven

Insekten essen

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Gegenwärtig nimmt die Zahl an ethischen Vegetariern und Veganern zu. Sie berufen sich in ihrer Begründung oft auf das Leiden der Tiere in den Mastanlagen. Der moralische Status wird den Tieren damit auf Grundlage ihrer Leidensfähigkeit verliehen. Einem leidensfähigen Wesen solle demnach (hier verkürzt dargestellt) kein Leid zugefügt werden. Inwiefern werden Insekten nun relevant?

Es wird zu überprüfen sein, ob Insekten leidensfähig sind und ob man bei ihnen von Schmerzempfindlichkeit sprechen kann. Aktuell wird angenommen, dass das Nervensystem der Insekten nicht hinreichend komplex ist, um eine irgendwie geartete Leidensfähigkeit zu unterstellen. Sie können demnach nicht mittels einer sogenannten pathozentrischen Ethikkonzeption erfasst werden, welche die Leidensfähigkeit von Lebewesen in den Mittelpunkt setzt. Akzeptiert man dies, so könnten die Zucht und der Verzehr von Insekten leichter gerechtfertigt werden als von gewöhnlichen Nutztieren. Für den Verzehr von Insekten sind außerdem die Punkte der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit verstärkend.

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Fazit

Insekten werden nicht mehr nur in Asien und Afrika konsumiert, sondern erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in Europa. Dabei sind sie, wenn von einem gewissen Allergiepotenzial abgesehen wird und eine ausreichende Erhitzung erfolgt, sehr geschmackvoll und gesund. Besonders hervorzuheben ist ihr immenser Proteingehalt, der zwischen 50 und 80 % liegt. Außerdem enthalten sie viele ungesättigte Fettsäuren und zahlreiche weitere Nährstoffe. Weiterhin benötigt ihre Zucht viel weniger Ressourcen (Wasser, Futtermittel) und verursacht nur unbedeutende Mengen an Treibhausgasen. Mit dem Fleisch von den bekannten Nutztieren können sie vom Nährstoffgehalt ohne Probleme mithalten und Weisen sogar Vorteile auf, welche Zucht und Umwelt betreffen.

Autor: Michael


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